Kurz vor seinem ersten Meisterschaftsspiel für den VfB Lünen hat sich Neuzugang Marvin Wisotzki am vergangenen Sonntag noch beim Warmmachen schwer verletzt. Die Diagnose: Muskelfaserriss.

Lünen

, 03.03.2020, 13:37 Uhr / Lesedauer: 2 min

Worst Case beim VfB Lünen am vergangenen Sonntag: Beim Tabellendreizehnten der Dortmunder Kreisliga A2, TuS Neuasseln, freute sich Neuzugang Marvin Wisotzki auf seinen ersten Plichtspieleinsatz. Nach seinem Wechsel von der SG Alemania Scharnhorst, Position 15 in derselben Liga und kommender Gegner, wollte Wisotzki seinen neuen Mannschaftskameraden etwas zurückgeben: „Ich wurde hier super aufgenommen und integriert“, sagt Wisotzki und fügt hinzu: „Es gibt natürlich keinen optimalen Zeitpunkt für eine Verletzung, aber genau vor dem ersten Spiel noch - das ist bitter“.

Letzte Aktion beim Warmmachen

Der letzte Schuss auf seinen eigenen Keeper löste wahrscheinlich die Einblutungen in seinem rechten Oberschenkel aus, die laut Wisotzki, der am Montag sofort einen Arzt aufsuchte, „sehr sicher“ von einem Muskelfaserriss stammen. Sofort habe er gespürt, dass es keinen Sinn mache, trotzdem die Partie zu beginnen. Etwa sechs Wochen werde er dem VfB voraussichtlich fehlen. Das trifft den 30-jährigen Rechtsfuß, der am Sonntag als Rechtsaußen unter Trainer Mark Bördeling debütiert hätte, hart.

Denn am kommenden Sonntag empfangen die Lüner seinen Ex-Verein, den Tabellenvorletzten aus Scharnhorst. „Das ist doppelt ärgerlich. Ich hatte mich gefreut, gegen alte Kameraden und auch Freunde zu spielen, aber das wird nichts mit Sonntag.“ Jetzt muss Wisotzki abwarten bis das Blut raus ist. „Dann kann ich langsam mit dem Fahrradfahren anfangen“, so Wisotzki. Sich sportlich überhaupt nicht zu betätigen sei laut seines Arztes ohnehin kontraproduktiv.

„Andere Möglichkeiten als wir“

Außer seinen eigenen Verein, sieht Wisotzki in der SG Gahmen (2.) und auch in K.F. Sharri Dortmund (3.) Aufstiegsaspiranten. De facto könnte der VfB Lünen (4.) nach einem Sieg im Nachholspiel mit einem Punkt vor Gahmen auf Platz zwei landen; exakt zehn Punkte vom Spitzenreiter aus Alstedde entfernt. „Gahmen und Sharri haben andere Möglichkeiten als wir“, sagt Wisotzki. „Finanziell: Wen die da alles holen, Scharri war im Winter im Trainingslager in der Türkei.“ In der Top vier kann noch viel passieren. Favorit auf den Titel bleibt für die meisten Verfolger aber BW Alstedde. „Es bleibt bis zum Ende der Saison spannend - Alstedde hat auch nur 0:0 gespielt, auch wenn die eigentlich unaufholbar sind“, sagt Wisotzki. Die Blau-Weißen trennten sich bei ihrem Rückrundenstart beim Tabellenzehnten vom VfL Kemminghausen II nur mit 0:0.

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