Drei Lüner Reserveteams haben eine Gemeinsamkeit - Preußen Lünen gewinnt knapp

Fußball

Am zweiten Spieltag der Saison eint drei Lüner Reserveteams eine Gemeinsamkeit: sie verlieren alle drei und erzielen keinen Treffer. Der SV Preußen Lünen hingegen kann gewinnen. Ein Überblick.

Lünen

, 14.09.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 4 min
Eine Gemeinsamkeit eint die Reserven des BV Brambauer, hier im Bild mit Spieler Dennis Stolzenhoff (M.), des TuS Westfalia Wethmar und des Lüner SV.

Eine Gemeinsamkeit eint die Reserven des BV Brambauer, hier im Bild mit Spieler Dennis Stolzenhoff (M.), des TuS Westfalia Wethmar und des Lüner SV. © Günther Goldstein

Auch am zweiten Spieltag setzte es für das Bezirksliga-Team des Lüner SV II eine 0:3-Niederlage. Dabei hatte sich LSV-Trainer Manuel Lorenz gegen ein anscheinend angeschlagenes Team aus Massen mehr erhofft.

Zumal mit Felix Rudolf und Dzanan Mujkic zwei Spieler aus der Westfalenliga-Mannschaft das Team verstärkten. Nominell gehörten zwar auch die eingesetzten Can Demircan, Jan Nielinger, Amer Masic und Lennart Hangebruch zum Westfalenliga-Kader.

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„Zum erweiterten Kader. Das sind junge Kicker, aber noch keine Westfalenliga-Spieler“, wie Christian Hampel, Trainer und Sportlicher Leiter der ersten Mannschaft, nach dem Spiel relativierte.

Massen versuchte es in der Anfangsphase mit schnellen Vorstößen über die Außenbahnen und mit Weitschüssen durch Julian Werth (5./7.). Die Lüner wirkten in der Abwehr anfällig und hatten Glück, dass die Massener bis zur 30. Minute stets knapp ins Abseits liefen. Erste Gefahr vor dem Massener Tor brachte eine Kombination über Hangebruch und Rudolf mit abschließendem Schuss von Demircan, der zur Ecke abgewehrt wurde. Als Massens Franco Jans plötzlich ohne Gegenspieler auf der rechten Seite auftauchte und frei vor Torwart Yasin Güner abzog, stand es 0:1 (40.).

LSV besser im Spiel nach der Pause

Nach dem Seitenwechsel kam der LSV besser ins Spiel, drängte, hatte aber Glück, dass Björn Duve aus zwei Metern das Tor verfehlte (54.). Die beste Chance zum Ausgleich vergab der eingewechselte Artan Aliu, der ein Rückpass abfing, aber am Torwart scheiterte (60.).

Auch Mujkic verfehlte, nach Hereingabe von Nielinger knapp das Tor (67.). Mit den beiden Ex-Lünern Tim Heptner und Sven Ricke erzwang die SGM die Entscheidung.

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Heptner bediente bei einem Konter Jans, der zum 0:2 (72.) traf. Nach Pass von Ricke schloss Jose Rodriguez Toquiero sogar noch zum 0:3 (87.) ab.

„Das war ernüchternd. Ich hatte mir mehr erhofft, da Massen angeschlagen war. Wir waren leider kämpferisch nicht in der Lage, so dagegen zu halten. Wir haben noch viel Arbeit vor uns“, so LSV-Trainer Manuel Lorenz.

Lüner SV II: Güner – Acar (46. Klappa), Koschnik, Demircan (46. Aliu), Hahn (37. Kasane), Mujkic, Nielinger, Masic, Hangebruch (70. Akyüz), Celik, Rudolf


In einem spannenden Schlagabtausch beim SC Husen Kurl hat sich der SV Preußen Lünen am Ende in der Kreisliga A mit 2:1 durchgesetzt.

„Wichtige drei Punkte“, sagte Preußens Trainer Stefan Urban nach dem Auswärtssieg in Husen Kurl. Die Begleitumstände waren nämlich alles andere als glücklich. Urban musste seinen Torwart Marcel Möller zur Pause vom Feld nehmen. „Ihm war schwindelig, er konnte nicht mehr. Das hat er normalerweise nicht“, erklärte Urban. Für ihn kam der erst 19-jährige Marceau Adamsky ins Spiel, der die Vorbereitung wegen einer Bänderdehnung verpasste und über entsprechend wenig Praxis verfügt.

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Doch Adamsky überzeugte über weite Strecken sofort. Urban: „Er hat uns im Spiel gehalten, auch wenn er beim Gegentor nicht gut aussah.“ Felix Rothbauer nutzte ein Missverständnis zwischen Adamsky und seinen Verteidigern aus und egalisierte die 1:0-Führung durch Kevin Gomulka aus Minute 32. Dennoch behauptete sich Adamsky unter anderem in einem Eins-gegen-eins mit einem gegnerischen Stürmer und lieferte unterm Strich eine gute Partie ab.

Stüwe stellt die Führung wieder her

In der Schlussphase stellte Tom Stüwe die Führung wieder her. Beide Preußen-Treffer fielen nach Freistößen. Auf SC-Seite wollten die Standards hingegen nicht richtig klappen. „Wir haben uns die letzte Woche gegen Brambauer angeschaut“, sagt Urban. Bei verschiedenen Freistoß-Varianten der Dortmunder habe sich immer ein Preußen-Spieler in den Weg gestellt. „Ich kenne den Trainer aber auch“, erklärte Urban.

SVP: Möller (46. Adamsky) – Katlun, Kusserow (61. Kösling), N. Urban, Hans, Osmanaj, Gomulka, Stüwe, Klaudies (51. Marona), Broda, Goetz



„Körne hat das sehr gut gemacht“, sagte Brambauers Spielertrainer Patrick Botta nach der 0:1-Auswärtsniederlage beim Kreisliga-A-Ligisten SV Körne. „Die sind sehr gut im Umschaltspiel und waren beim Gegentor deutlich schneller als wir.“

Ein Ballverlust im Mittelfeld leitete das einzige Tor am Sonntagnachmittag ein. Körne eroberte den Ball, verlagerte das Spiel schnell auf die Außen und erspielte sich so eine Überzahlsituation vor dem Brambauer-Kasten. Marc Grabemann versenkte zum 1:0-Endstand (25.).

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„Es ging durchgehend Hin und Her“, sagt Botta, der wieder selbst in der Stammformation auflief. „Es hätte jederzeit das 2:0 oder auch das 1:1 fallen können – das war ein offener Schlagabtausch.“ Bottas Mannen taten alles, um wenigstens das eine Tor zum Unentschieden zu schießen.

Der Mannschaftschef ließ in der Schlussphase offensiver spielen: „Wir machten auf, riskierten das 0:2, um das 1:1 zu machen“, sagt Botta. Am Ende blieb es beim 0:1 aus Brambaueraner Sicht. Manuel Linz, der sich im vergangenen Spiel eine Gehirnerschütterung zuzog, fiel aus. Botta hofft auf ein Comeback beim Training am kommenden Dienstag.

BV Brambauer II: Kröger – Elies (66. Riepert), Kelez, Stolzenhoff, Schlein (65. Scheuren), Schawaller, Rohpeter, Botta, Sommer, Peter (86. Trittel), Szewczyk


Westfalia Wethmar II hat sein zweites Saisonspiel in der Kreisliga A2 Unna-Hamm beim SSV Mühlhausen II knapp mit 0:1 verloren. Die Gastgeber spielten seit Minute 14 mit einem Spieler weniger. „Je länger das Spiel dauerte, desto klarer wurde es, dass derjenige gewinnt, der das erste Tor macht“, sagte Dominik Ciernioch, Trainer beim A-Ligisten Westfalia Wethmar II, nach der 0:1-Auswärtspleite beim SSV Mühlhausen II.

Mühlhausen verteidigt tief

Denn nach der frühen Roten Karte für die Gastgeber, habe sich der SSV laut Ciernioch „nur noch hinten reingestellt, mit einem Stürmer gespielt und auf Konter gewartet“. Bereits nach 14 Minuten war Jonas Allefeld nicht mehr zu halten und auf dem Weg Richtung Tor. Kurz vor dem Sechzehner grätschte ein SSV-Spieler Allefeld von hinten um und bekam dafür glatt Rot. „Wir hatten vorher schon zwei dicke Chancen, durch Moritz Möller und Jan Steinkamp“, sagt Ciernioch. Auch nach dem groben Rot-Foul habe sich sein Team weiter Chancen erarbeitet, bekam das Spielgerät allerdings nicht über die Torlinie. Mühlhausen verteidigte aus einer Fünferkette heraus, viele Zweikämpfe und Nickligkeiten sowie vier Gelbe Karten für den SSV in Durchgang zwei waren die Folge.

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Die Taktik ging auf: In der 70. Spielminute zog Daniel Galwas ab – sein Schuss streifte noch Wethmars Lennard Langenkämper und auch WW-Schlussmann Niklas Dvorak fälschte noch ab, der Ball landete am Ende dennoch im rechten Winkel zum 1:0-Endstand. „Das war ein sehr intensives, umkämpftes Spiel. Wir haben einige Blessuren im Team“, sagt Ciernioch. „Wir haben uns gut verkauft, aber am Ende des Tages kam nichts Zählbares dabei heraus.“ teri

Wethmar: Dvorak – Hunschede (46. Horn), Weiß, Potthoff (46. Böllhoff), Möller, Neuhäuser, Steinkamp (57. Schlierenkamp), Pella (75. Ciernioch), Allefeld, Neutzner, Langenkämper

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