Ehemaliger Lüner Fußballer geht seinen eigenen Trainer an, dieser droht mit Konsequenzen - was nun?

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Ein Fußballer, der für einige Zeit in Lünen brillierte, hat unter der Woche seinen eigenen Trainer angegangen. Dieser drohte daraufhin mit Konsequenzen. Was passiert nun?

Dortmund, Lünen

, 19.10.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Anderthalb Jahre brillierte er mit seiner genialen Technik in Lünen. Genauer gesagt im Stadion Schwansbell des Lüner SV sorgte er für brillante Offensiv-Momente.

Nach Stationen bei der Hammer Spielvereinigung und dem TuS Bövinghausen, spielt Florian Juka mittlerweile beim Dortmunder Landesligisten Türkspor Dortmund.

Florian Juka wird ein- und wieder ausgewechselt

Dort wechselte er in diesem Sommer hin, plagte sich aber lange Zeit mit Verletzungen rum. Nun ist er aber wieder zurück und spielte vorletzten Sonntag gegen den SuS Kaiserau. Zur zweiten Halbzeit wurde Juka eingewechselt, war mit verantwortlich für den 3:2-Erfolg, musste aber in der Nachspielzeit wieder ausgewechselt werden.

Florian Juka lief auch schon für den Lüner SV auf.

Florian Juka lief auch schon für den Lüner SV auf. © Foto: Goldstein

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Eigentlich war die Auswechslung seines Trainers Dimitrios Kalpakidis offensichtlich. Dieser wollte noch etwas Zeit von der Uhr nehmen. Juka sah dies aber persönlichen Affront.

„Wir haben zu Hause gespielt. Er hat mich vor allen gedemütigt“, sagte Juka unter der Woche gegenüber der Dortmunder Sportredaktion der „Ruhr Nachrichten“ und fügte an: „Das werde ich ihm nie wieder verzeihen.“

Vor allem sein persönliches Verhältnis zu Kalpakidis, sah Juka als zerrüttet an. „Diese Aktion hat die Beziehung und das Vertrauen zwischen uns kaputt gemacht“, sagte Juka.

Kalpakidis kündigte daraufhin „konsequente Maßnahmen“ an und machte seinen Punkt deutlich: „Es macht keinen Sinn auf die lächerlichen Antworten zu reagieren. Ich will nicht auf den Zug aufspringen. (...) Er greift ja auch die Mannschaft an, das geht so nicht.“

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Denn nicht nur Kalpakidis bekam die verbale Breitseite von Juka ab, sondern auch ein Teil seiner Teamkollegen: „Ich bin gerade zwar nur bei 50 oder 60 Prozent, aber ich kann abrufen, was Leute mit 100 Prozent nicht abreißen.“

Ein Fingerzeig für seine Mannschaftskollegen beim ambitionierten Landesligisten, der in den vergangenen Monaten mit zahlreichen Kräften aufgerüstet hatte, die bereits Westfalenliga oder höher gespielt haben.

Ende gut, alles gut?

Bereits am Dienstag (13. Oktober) fand ein Gespräch zwischen den Beteiligten statt, bei dem beschlossen worden ist, dass Juka weiterhin bei Türkspor Dortmund bleibt. Zwischenzeitlich stand sogar die Frage eines Rauswurfs im Raum.

„Ich denke, dass das am Ende gut gelaufen ist. Ich glaube, alle hatten ein bisschen Redebedarf, auch über Dinge, die vor meiner Zeit waren. Die Mannschaft hat sich ausgesprochen und ich habe am Dienstag beim Training eine gute Reaktion auf dem Platz gesehen“, sagte Kalpakidis.

Ende gut, alles gut für den ehemaligen Lüner Florian Juka, der auch schon für den TuS Westfalia Wethmar auflief, und sein Engagement bei Türkspor Dortmund. Ob er nun im nächsten Spiel mehr Spielzeit erhält, ist noch fraglich. Türkspor Dortmunds Meisterschaftsspiel gegen den FC Frohlinde wurde wegen eines Corona-Verdachtsfalls beim Team aus Castrop-Rauxel abgesagt.

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