Ein Top-Spieler der SG Gahmen ist verschollen - eine Rückkehr ist ungewiss

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Obwohl er fit und einsetzbar ist, sucht man nach einem bekannten Namen seit Wochen vergebens in den Aufstellungen der SG Gahmen. Trainer Bülent Kara erklärt, warum der Top-Spieler fehlt.

Gahmen

, 07.10.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nur das erste Testspiel im Rahmen der laufenden Saisonvorbereitung hat der bekannte Dortmunder Fußballer bei der SG Gahmen mitgemacht. Seitdem ist er nicht mehr im Kader des A-Ligisten aufgetaucht. Trainer Bülent Kara erklärt die Gründe.

Mit vielen Worten und einem exzellenten Ruf im Rücken kündigte die SGG im vergangenen Winter ihren Neuzugang an. Riesig würde er sich auf Ahmet Cosgun freuen, sagte Bülent Kara Ende 2019.

Da hatte er gerade den Wechsel Cosguns vom Westfalenligisten BSV Schüren, wo Cosgun Kapitän war, eingetütet. In der aufgrund der Corona-Pandemie abgebrochenen Rückrunde 2019/2020 verstärkte der Routinier Gahmen dann auch.

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Doch in der laufenden Saison fehlt von Cosgun jede Spur. Nur im ersten Testspiel gegen seinen Ex-Verein Schüren stand der 33-Jährige im SGG-Kader. Auch abseits des Feldes ist er bei den Spielen der Gahmener nicht präsent.

Dieser Zustand dürfte sich erstmal nicht ändern. Nach der Partie in Schüren kam Cosgun auf Kara zu und bat seinen Trainer um eine Pause. Der Defensivspieler bräuchte Zeit, um private und berufliche Dinge zu regeln, so Kara. Unter anderen stünden in der Familie einige Hochzeiten an.

Ahmet Cosgun kann jederzeit zurückkehren zur SG Gahmen

„Es hat mit uns nichts zu tun. Die Tür ist jederzeit offen“, betont Kara. Er kenne Cosgun - unter anderem aus gemeinsamen Tagen bei Türkspor Dortmund, wo beide gemeinsam in die Bezirksliga aufgestiegen sind - gut und wisse, wie er den erfahrenen Akteur zu handeln habe.

Deshalb hat Kara Cosgun, der in der Vergangenheit auch schon beim Lüner SV aktiv war, auch die gewünschten Freiräume gegeben. Inzwischen ist eine Rückkehr zur SG Gahmen aber nicht mehr absehbar, gibt Kara zu.

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„Es sieht so aus, dass er länger Zeit braucht“, sagt der Trainer. Cosgun habe sich zwischenzeitlich auch in der Türkei aufgehalten, so Kara. Seit „zwei, drei Wochen“ hätte er nicht mehr mit seinem Schützling gesprochen.

Cosgun befinde sich mittlerweile in einem Alter, in dem berufliche und familiäre Dinge deutlich wichtiger sind als der Fußball, den Cosgun schon deutlich höher als auf A-Liga-Niveau gespielt hat, heißt es von Kara.

Bei der vergangenen Hallenstadtmeisterschaft in Dortmund feierten Ahmet Cosgun (l.) und die SG Gahmen große Erfolge.

Bei der vergangenen Hallenstadtmeisterschaft in Dortmund feierten Ahmet Cosgun (l.) und die SG Gahmen große Erfolge. © Timo Janisch

Abgemeldet habe sich der ehrgeizige Führungsspieler aber nicht. So besteht vielleicht doch noch etwas Resthoffnung auf eine Rückkehr. Denn in der Innenverteidigung, wo Kara Cosgun eingeplant hatte, ist die SGG vergleichsweise dünn aufgestellt.

Bülent Kara plant Rotation bei der SG Gahmen

Neben dem Stamm-Duo Ahmet Aktas und Philipp Plöger dienen Burak Tikici und der nominelle Linksverteidiger Onur Cirak als Alternativen. Kadir Koc half nach Verletzungspause zuletzt in der Reserve aus.

Will Kara rotieren wie im Kreispokal-Erstrundenspiel am Mittwoch (19 Uhr, Hopmanns Mühlenweg 7b, 44365 Dortmund) gegen C-Ligist Grashüpfer Olpkebach, bereitet ihm die Defensivzentrale am ehesten Probleme.

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Für Kara ist die Abwesenheit Cosguns daneben ein weiterer Beweis, dass die SG Gahmen anders als mancherorts kolportiert, keine hohen Gehälter an ihre Spieler zahlt. „Sonst wäre er ja nicht weg“, sagt Kara.

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