Fit halten während der Corona-Pause – Lüner Fußballer klären auf

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Nirgendwo rollt ein Ball, nirgendwo ertönt ein Pfiff um die Spieler zur Ruhe zu bringen. Es bleibt die Frage: Wie halten sich Lünens Fußballer eigentlich für den Fall einer kurzfristigen Saison-Fortsetzung fit?

von Florian Dellbrügge

Lünen

, 17.11.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für die Sportler, die sonst allwöchentlich die Plätze beackern, ist das ein trauriges Bild. Sie alle können derzeit nicht mit den Teamkollegen auf die Jagd nach Punkten gehen. Und müssen sich individuell fit halten. In einer Zeit, in der das Weihnachtsfest schon in Sicht ist. Damit einhergehend sind allerlei Fitnesskiller wie Lebkuchen, Zimtsterne und sonstige Leckereien, wie wir sie aus der Adventszeit kennen.

Spieler haben Nachweispflicht

Wie also halten die Fußballer der Stadt sich derzeit fit? Beim Lüner SV gibt Trainer Christian Hampel seinen Spielern wöchentliche Vorgaben. Spieler Matthias Göke sagt dazu: „Im Moment ist das alles ein bisschen schwierig. Wir müssen natürlich fit bleiben. Wir müssen unter der Woche regelmäßig laufen gehen. Mindestens drei Mal.“

Matthias Göke spielt für den Lüner SV. So hält er sich momentan fit.

Matthias Göke spielt für den Lüner SV. So hält er sich momentan fit. © Timo Janisch

Das gehe über das normale Laufen hinaus, erzählt Göke weiter. Denn auch Intervall-Läufe seien gefordert. Das müsse dem Trainer wöchentlich nachgewiesen werden. „Ich sehe zu, immer so meine acht bis zehn Kilometer zu laufen. Dazu kommt auch ein Kraftprogramm, um irgendwie im Rhythmus zu bleiben“, so Göke.

Was aber natürlich etwas gänzlich anderes sei, als regelmäßig auf dem Platz zu stehen, so der Westfalenliga-Kicker weiter.

Das sieht auch Tom Meier vom VfB Lünen so. Er braucht den Sport schon, um einen Ausgleich zum Job zu bekommen. Er sagt: „Vorgaben vom Trainer haben wir nicht direkt bekommen, aber alle halten sich natürlich ein bisschen fit.“

Auch, weil der VfB in der laufenden Saison noch einige Ziele habe. Meier selber setzt dabei auf Individualsport. „Tennis kann ja aktuell noch gespielt, daher spiele ich viel. Und gehe auch zwei Mal in der Woche laufen. Ansonsten fahre ich auch viel Mountainbike.“

Hier noch für den SV Preußen am Ball, verbreitet Tom Meier (vorne) inzwischen beim VfB Lünen Angst und Schrecken.

Hier noch für den SV Preußen am Ball, verbreitet Tom Meier (vorne) inzwischen beim VfB Lünen Angst und Schrecken. © Günther Goldstein

Auch Bezirksligist Blau-Weiß Alstedde gibt seinen Spielern keine Vorgaben. „Bei uns gibt es keine klare Vorgabe, es soll sich jeder individuell fit halten“, sagt der spielende Co-Trainer Dennis Gerlve.

„Die Motivation ist im Moment schwierig, da keiner weiß wie es weitergeht. Ich gehe regelmäßig laufen, weil mehr ja zur Zeit auch nicht wirklich möglich ist. Und man muss sagen, abends im Dunkeln ist das Laufen auch gerade nicht wirklich prickelnd“, so Gerleve weiter.

Sein Chef-Trainer Tim Hermes ergänzt allerdings auch: „Die Jungs haben noch viel vor in dieser Saison. Gerade nach den letzten beiden bisherigen Saisonspielen. Sobald wir wissen, wie es weitergeht schicke ich den Spielern noch einen detaillierten Plan, den sie bis zum Trainingsstart abarbeiten müssen.“

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