BV Lünen: Dieser Abgang ist eine „absolute Vollkatastrophe“

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Personell gebeutelt und trotz des Staffelwechsels unzufrieden geht der BV Lünen in der Rückrunde. Der direkte Aufstieg ist so gut wie abgeschrieben.

von Nico Ebmeier

Lünen

, 10.01.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf den ersten Blick sehen die Verhältnisse beim BV Lünen gar nicht so schlimm aus, wie sie Trainer Dennis Gerleve beschreibt: „Wir können überhaupt nicht zufrieden sein. Wir haben extra die Staffel gewechselt und jetzt ist Platz 1 schon fast nicht mehr erreichbar.“

Dennoch ist bei nur einem Punkt Abstand auf Relegationsplatz 2 der Aufstieg weiterhin erreichbar. Am Sonntag, 12. Januar, startet der BV nun in seiner Wintervorbereitung und hat dann erstmal ein großes Kader-Puzzle zu lösen.

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Mit Fabian Nietsche (zum VfB Lünen), Sascha Umlandt (persönliche Gründe) und Andreas Ost (zu BW Alstedde) verließen in diesem Winter gleich drei Spieler die Lüner. Besonders der Abgang von Ost ist für Gerleve „eine absolute Vollkatastrophe. Er war einer unserer wichtigsten Spieler, ich wollte ihn eigentlich gar nicht abgeben, aber er wollte es unbedingt so.“ Zwei Tore machte der neue Bezirksligist in der Hinrunde.

Drei gehen, zwei kommen beim BV Lünen

Dennoch fanden die Lüner schnell Ersatz für die Abgänge. Mit Patrick Fischer kommt ein absoluter Allrounder vom Landesligisten TuS Wiescherhöfen. „Er kann wirklich alles und er wird uns auf jeden Fall weiter helfen“, sagt Gerleve. Neun Spiele macht der 25-Jährige in dieser Saison schon in der Landesliga.

Eine Verstärkung für die Offensive gibt es dagegen mit Robin Elandt. Der 26-jährige Rechtsfuß kommt von der Zweitvertretung des SuS Kaiserau aus der Kreisliga B.

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Sportlich schaut man in der Moltkestraße auf einen durchaus erfolgreichen Winter zurück. Bei den Lüner Stadtmeisterschaften gewann die Gerleve-Truppe die stärkere Gruppe A, in der mit Westfalia Wethmar und dem Lüner SV zwei überkreisliche Mannschaften spielten. Erst im Halbfinale war dann gegen den A-Ligisten aus Gahmen Endstation.

Erfolgreiche Lüner Stadtmeisterschaften

Bei den Dortmunder Stadtmeisterschaften wurde der B-Liga-Fünfte in einer Gruppe mit dem VfB Lünen und Phönix Eving abgeschlagener Letzter. „Der Winter war eigentlich sehr erfolgreich“, sagt der Trainer. „In Lünen haben wir uns super präsentiert und bei den Dortmunder Meisterschaften konnten wir kaum eine wettbewerbsfähige Mannschaft stellen.“

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Und genau das scheint auch in der Liga das Problem seines Team zu sein: „Wir haben immer wieder so große Verletzungssorgen und immer wieder fehlen fünf bis zehn Spieler. Das muss dringend in der Rückrunde besser werden.“ In der Kreisliga B4 Dortmund geht es für die Lüner gleich mit dem ersten Spiel ordentlich zur Sache. Am Sonntag, 16. Februar, kommt nämlich direkt der unangefochtene Ligaprimus aus Körne, die bei einem Torverhältnis von 111:21 bisher nur vier Punkte abgaben. „Da haben wir noch einmal die Chance, oben ran zu rücken. Sonst geht es für uns nur noch um den zweiten Tabellenplatz“, sagt Dennis Gerleve.

BV Lünen kämpft um wichtigen zweiten Tabellenplatz

Denn hinter Körne dürfte sich ein Quintett um den zweiten Platz, der zur Aufstiegsrelegation berechtigt, streiten. „Das könnte noch richtig hart werden. Wir glauben aber, dass wir mit Sölde die fußballerisch beste Mannschaft in dieser Fünfergruppe sind.“

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