Fußball-Bezirksligist BV Brambauer durchlebt eine Vorbereitung zum Vergessen

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Fußball-Bezirksligist BV Brambauer hat sich in den vergangenen Testspielen auch gegen Teams aus der Kreisliga ungewohnt schwergetan. Das sind die Gründe.

Lünen

, 03.02.2020, 19:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Überhaupt nicht nach Plan verläuft die Vorbereitung auf die Rückrunde bei Fußball-Bezirksligist BV Brambauer. Das zeigen auch die Testspielergebnisse des Jahres 2020: In der ersten Partie am 21. Januar gegen A-Liga-Spitzenreiter BW Alstedde gewann der Tabellen-Neunte noch 2:1, seitdem fing sich der BVB deutliche Niederlagen gegen Bezirksligist Blau-Gelb Schwerin (0:3), den A-Liga-Achten SG Selm (0:3) und zuletzt am Sonntag gegen den A-Liga-Zweiten SG Gahmen (1:5).

Doch was sind die Gründe für die vermeintliche sportliche Misere? Vieles hat mit den vorhandenen Spielern zu tun - oder vielmehr dem Mangel daran.

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„Eigentlich sind die Ausfälle größtenteils erklärbar“, sagt BVB-Trainer Jascha Keller und rechnet vor: „Am Sonntag hatten wir zum Beispiel 13 Leute auf dem Spielberichtsbogen, in unserem Kader sind eigentlich 22 Spieler. Das heißt, wir hatten neun Ausfälle. Da war es einfach so, dass eine Person beruflich verhindert war, dann sind zwei weitere im Urlaub. Urlauber habe ich auch lieber in der Vorbereitung als in der laufenden Saison. Dann kommen sechs Kranke und Verletzte hinzu. Dass das alles zeitgleich kommt, ist natürlich ärgerlich.“

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Bis Besserung einkehrt, wird sich der Coach zudem wohl auch noch gedulden müssen. „Das ist natürlich eine Situation, an der wir aktuell nicht viel ändern können. Von daher müssen wir da das Beste draus machen. Gelinde gesagt ist die ganze Vorbereitung bisher suboptimal“, so Keller.

Keine Besserung in Sicht

„Auch im Laufe dieser Woche ist keine Besserung in Sicht, weil Kranke und Verletzte nicht in vollem Maße zurückkehren werden. Ich hoffe, dass wir in der Woche vor dem Ligastart (Sonntag, 16. Februar bei Tabellenführer Türkspor Dortmund, 15 Uhr, Westerholz 51, Dortmund, Anm. d. Red.) dreimal mit halbwegs vollem Kader trainieren können. Eine gelungene Vorbereitung sieht natürlich anders aus.“

Denn bei einer solchen Personallage gestaltet sich auch das Training schwierig. An eine Vorbereitung im eigentlichen Sinne, mit dem Ausmerzen von Schwachstellen aus der Hinrunde und dem Eintrainieren neuer Spielzüge ist gar nicht zu denken.

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„Es ist unmöglich, taktische Inhalte zu vermitteln, weil wir es nicht schaffen, elf Mann auf den Platz zu bekommen“, erklärt Keller. Deshalb arbeitet er mit den verbliebenen Spielern aktuell nur an den Grundlagen. „Wir arbeiten an den Basics, Torschüsse, Passen und so. Alles weitere ist schwierig bis unmöglich.“

Gefahr von Überlastung von verfügbaren Spielern

Die zugespitzte Personalsituation birgt noch eine weitere Gefahr: Die Überlastung der (wenigen) Spieler, die regelmäßig in Trainings- und Spielbetrieb im Einsatz sind. „Wir müssen darauf achten, dass bei so einer kleinen Gruppe die Belastungssteuerung sehr wichtig ist, weil sonst bei unseren zehn, zwölf Leuten auch noch die Verbliebenen ausfallen“, berichtet Keller.

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Einen kleinen Vorteil in dieser misslichen Lage bietet dem BV Brambauer der Terminplan. „Wir sind ganz dankbar, dass in der Woche nach dem Ligaauftakt das Karnevalswochenende und damit spielfrei ist und wir uns nochmal gründlich vorbereiten können“, erklärt Keller.

Bis dahin erwartet der Coach auch viele seiner Verletzten und Urlauber zurück. Dann will der BVB möglichst viel von dem nachholen, was in den letzten Wochen unmöglich war - und dann in der Liga auch auf dem Platz wieder ansehnliche Leistungen und Ergebnisse liefern.

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