Ging es um eine Kiste Mineral-Wasser?

Streit bei SGHBS

BECKINGHAUSEN Der Streit zwischen den Spielern und die Geschehnisse am letzten Spieltag sind für Robert Schräer, Trainer der abgewanderten 2. Mannschaft der SG Hansa/Beckinghausen/Sundern, die Gründe für die Trennung vom Verein. Was aus seiner Sicht vorgefallen ist.

von Von Marco Winkler

, 02.07.2009, 08:16 Uhr / Lesedauer: 1 min

"Von den Spielern der ersten Mannschaft wollte keiner bei uns spielen. Nach dem obligatorischen Geschiebe an den ersten Spieltagen gab es keinen Spieler mehr, der zu uns runter gekommen ist", berichtet Schräer.

Die Disharmonien zwischen den Kickern wurden im Laufe der Saison immer größer. "Ich habe die Spieler einige Male überredet, noch zu bleiben. Viele wollten die Saison gar nicht zu Ende spielen", so Schräer weiter. Der Gipfel war für ihn dann der letzte Spieltag. "Die Jungs behaupten, dass der Vorstand um Sven Weber uns keine Getränke ausgeben wollte, weil wir schon einen Kasten hatten. Doch genau diesen hatten wir noch nicht."

Schräer verteidigt die Zahlungsmoral Nach diesem Ereignis wollten die Akteure sofort weg und meldeten sich ab. Dass der Streit zwischen den Spielern an der Zahlungsmoral der Akteure der Zweiten aufgehängt sei, kann Schräer kaum glauben. "Wir haben fünf Hartz-IV-Empfänger im Team, die noch Altlasten aus Hansa-Altlünen-Zeiten haben. Aber da wurde eine Ratenzahlung vereinbart. Der Großteil der Mannschaft zahlt seine Beiträge", stellt Schräer klar. Erst als die Streitigkeiten schlimmer wurden, hätten die besagten Akteure die Zahlungen wieder eingestellt. Nun will Vorsitzender Sven Weber die Spieler sperren, doch Schräer, der laut Vorstandsbeschluss vom Amt des Sportlichen Leiters entmündigt wurde, hofft auf eine sportliche Lösung: "Wir wollen alle Fußball spielen. Ich wünsche mir ein Vier-Augen-Gespräch mit Sven. Vielleicht können wir da einiges klären."

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