„Ich bin körperlich nicht der Stärkste“: Preußen-Neuzugang Tom Stüwe spielt erste Seniorensaison

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Ein Jahr hat Tom Stüwe nach einer schweren Verletzung pausiert. Nun greift er bei den Preußen aus Lünen wieder an - und beweist bereits in der Vorbereitung, was er vorm Tor kann.

Lünen

, 20.08.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Fußballjargon wird über den Stürmer immer gesagt, dass er eigentlich nur Tore schießen muss. Vom berühmten Torriecher ist da die Rede. Einer, der diesen scheinbar besitzt, ist Tom Stüwe. Das zeigt er nun in der Vorbereitung.

In fünf Vorbereitungsspielen hat der Stürmer fünfmal getroffen. Keine schlechte Quote für einen 19-Jährigen, der jetzt in seine erste Senioren-Saison gehen wird. Doch weder Stüwe selbst, noch sein Trainer Stefan Urban wollen die Leistungen zu hoch hängen: „Ich will ihn nicht zu sehr loben, aber auch nicht kleinreden“, sagt beispielsweise Urban. Immerhin seien die Preußen noch in der Vorbereitung, die Saison sehe da ganz anders aus.

Zumal die Vorbereitung an sich eher schleppend für die Lüner lief. Nach drei hohen Niederlagen folgten nun zwei Siege. Ähnlich lief für Urban bislang die Vorbereitung für Stüwe: „Mit Höhen und Tiefen“, sagt er. Vor allem das Jahr Pause mache sich bemerkbar. Der 19-jährige Offensivmann hatte sich im Aufstiegsspiel bei den A-Junioren der Preußen 2018 das Handgelenk gebrochen: „Danach hatte ich immer wieder Schmerzen und irgendwann keine Lust mehr auf Fußball“, so Stüwe selbst.

Tom Stüwe (vorne 2.v.r.), hier mit Preußens A-Jugend 2018, spielt nun bei den Senioren.

Tom Stüwe (vorne 2.v.r.), hier mit Preußens A-Jugend 2018, spielt nun bei den Senioren. © Goldstein

Diese Lust sei jetzt zurück, „es macht wieder Spaß“, sagt er. Urban selbst hat Stüwe zurückgeholt: „Stefan hat mich angefragt und ich hab gemerkt, dass ich wieder Lust auf Fußball habe.“ Auch wenn er am Dienstag wegen einer kleinen Verletzung an den Adduktoren eine Trainingspause einlegen musste. „Er hat einen starken Willen“, attestiert dem jungen Fußballer sein Trainer: „Er macht seine Sache sehr gut und gibt sich nicht zufrieden, ohne verbissen zu sein.“ Dennoch brauche Stüwe noch die Konstanz und Routine einer ganzen Saison: „Die Corona-Zeit ist eh für alle beteiligten schwer und mühselig, da muss man die Spannung hochhalten können.“

Zumal Tom Stüwe selbst merkt, dass der Schritt von den Junioren zu den Senioren kein einfacher ist: „Ich bin körperlich eh nicht der stärkste, sondern eher zärtlich, da ist es vor allem gegen ältere Leute schwer, sich durchzusetzen.“ Hinzu kämen auch innerhalb der Mannschaft alteingesessene Spieler auf seiner Position. Die sieht der 19-Jährige selber im offensiven Zentrum, „da kann ich mich am besten zeigen“. Urban hat es mit ihm aber auch schon auf den Außenbahnen probiert: „Wir haben unsere Eindrücke gewonnen, er fühlt sich auf allen Positionen wohl“, so Stefan Urban.

Ins Team passen tut Tom Stüwe aber: „Wir sind so eine junge Mannschaft und der Trainer setzt auf junge Spieler“, lobt er. Urban bleibt aber dabei, erstmal kleine Brötchen zu backen: „Natürlich hat er Tore geschossen und er ist läuferisch echt gut drauf, aber das ist gerade ja auch nur eine Momentaufnahme.

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