Ingo Wagner: „Brambauer ist für Überraschungen gut"

Bergkamens Trainer im Interview

Die Verbandsliga-Handballerinnen des VfL Brambauer stehen im Viertelfinale des Kreispokals Hellweg vor der höchsten Hürde, die möglich ist. Sie treffen am Sonntag zu Hause auf den Oberligisten HC TuRa Bergkamen. Im Interview blickt Bergkamens Trainer Ingo Wagner auf das Duell mit dem VfL.

BRAMBAUER

, 03.12.2015, 05:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bergkamens Trainer Ingo Wagner freut sich auf die Partie beim VfL Brambauer.

Bergkamens Trainer Ingo Wagner freut sich auf die Partie beim VfL Brambauer.

Im Kreispokal durften Sie in der aktuellen Spielzeit noch nicht mitwirken, da in der 1. Runde Landesligist Königsborner SV II erst gar nicht angetreten ist. Ist das ein Nachteil für Sie am Sonntagnachmittag (Spielbeginn 15.30 Uhr) gegen den VfL Brambauer?

Ich denke nicht. Wir sind durch den Liga-Alltag ja im Rhythmus. Wir haben in der Oberliga eine 16er-Staffel und sind demnach jede Woche gefordert. Auch noch am Samstag gegen Coesfeld.

Also ist diese Woche besonders anstrengend?

Genau. Diese Woche ist besonders hart. Wir haben fünf Einheiten. Dreimal Training und mit dem Liga-Spiel gegen Coesfeld sowie mit der Pokal-Partie gegen Brambauer zwei Spiele. Für eine Oberliga-Mannschaft ist das schon ziemlich anstrengend.

Auf den VfL Brambauer sind Sie in der Vergangenheit häufiger im Kreispokal getroffen. Zuletzt noch im Finale 2014/2015, das sie mit 28:20 gewonnen haben. Wie schätzen Sie jetzt Ihre Chancen auf einen Sieg ein?

Wir müssen zunächst schauen, welche Spielerinnen auflaufen können. Das wird sich nach der Partie gegen Coesfeld entscheiden. Ich weiß ja nicht, ob eine Spielerin danach angeschlagen ist. Fakt ist aber, dass wir über einen großen Kader verfügen. Gegen Brambauer hatten wir in der Vergangenheit schöne Spiele. Der VfL ist eine gute Verbandsliga-Mannschaft. Brambauers Trainer Uli Richter kennt uns. Wir genauso seine Truppe. Das wird sicher spannend.

Sie spielten in der Vorbereitung sogar noch gegen den VfL. Worauf müssen Sie besonders achten?

Der VfL Brambauer ist sehr kampf - und vor allem heimstark und bewies oft, dass er für Überraschungen gut ist. Ich denke, dass das Team sich gut auf uns eingestellt hat. Wir sind gewarnt.

Haben Sie sich eine bestimmte Taktik ausgedacht?

Nein. Vorrangig ist der Liga-Alltag. Wir haben uns diese Woche auf Coesfeld konzentriert. Natürlich wollen wir auch im Kreispokal weiter kommen. Aber die Saison geht nun mal vor.

In der Saison belegen Sie in der Oberliga aktuell Platz vier. Haben Sie damit gerechnet?

Auf keinen Fall. Das überrascht uns alle und freut uns zugleich auch. Wir haben eine starke Staffel, haben mit Minden, Hahlen und ASC Dortmund drei Drittliga-Absteiger. Wir haben eine junge Mannschaft. Die Erfahrung und die Reife fehlen uns noch. Wir halten aber gut mit, das freut mich. In den letzten Wochen haben wir bereits zwei, drei Duftmarken gesetzt, haben unter anderem gegen den ASC gewonnen. Ich sehe eine Entwicklung der Mannschaft und bin darauf stolz.

Wie lautet Ihr Saisonziel?

Klassenerhalt. Dass wir derzeit so gut dabei sind, ist eine schöne Momentaufnahme. Die Neuzugänge wollen wir weiter integrieren und die jungen Spielerinnen weiter einbauen. Wir sind auf einem guten Weg.

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