Johannes Zottl wird deutlich: „Das war alles andere als gut, was wir gespielt haben“

hzLüner SV

Johannes Zottl rettete den Lüner SV vergangenen Sonntag mit zwei Elfmetertoren. Er bewahrte Nerven und einen kühlen Kopf, mahnt das Team aber auch für die kommenden Wochen.

Lünen

, 27.08.2019, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gleich zwei Handelfmeter gab es vergangenen Sonntag für den Lüner SV, gleich zwei Mal trat Johannes Zottl an und traf. Zottl bewies dabei Ruhe, ließ sich nicht von den Nebenschauplätzen vor den Elfmetern beeindrucken.

Bei seinem Führungstreffer nach 21 Minuten hatte YEG Hassel-Keeper Polat Keser lange den Ball nicht herausgegeben. Zottl ging mehrmals auf ihn zu, aber Keser gab den Ball nicht aus der Hand. Kein Problem für den Stürmer. Zottl bewahrte die Ruhe, fokussierte sich auf das Wesentliche und nahm den Ball wenige Sekunden später erst an sich. Den Elfmeter verwandelte er souverän.

Kopfspielchen brachten nichts

Auch bei seinem zweiten Elfmeter in der Nachspielzeit der zweiten Hälfte, versuchte Keser in die Trickkiste zu greifen. Während die Hassel-Spieler noch mit dem Schiedsrichter diskutierten, lief Keser erstmal zur eigenen Ersatzbank, ließ sich so Zeit. Zottl stand da schon bereit am Elfmeterpunkt, wirkte total fokussiert den Elfmeter zu schießen. Als Keser es irgendwann in das Gelsenkirchener Tor schaffte, brachten die Kopfspielchen nichts, denn Zottl traf erneut souverän und holte so den Sieg für die Lüner.

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Doch nach dem Spiel gab sich der Stürmer, der im Sommer vom FC Iserlohn kam, bescheiden: „Ich würde mal sagen, für den Mannschaftserfolg war es mega wichtig. Mir ist egal, wer am Ende das Tor macht. Hauptsache wir haben die drei Punkte.“ Doch Zottl wusste auch, dass es ein glückliches Ende für die Lüner war. „Verdient ist jetzt vielleicht etwas anderes. Es hätte definitiv anders laufen können. Aber in zwei Wochen fragt keiner mehr danach, wie das Spiel verlaufen ist“, erklärte Zottl nach dem Spiel, forderte aber mehr von seiner Mannschaft in den kommenden Tagen: „Man darf den Sieg nicht überbewerten. Die Mannschaft muss das jetzt reflektieren, denn das war alles andere als gut, was wir heute gespielt haben.“

Woran lag es denn nun, dass sich der Lüner SV so schwer tat? Ist es ein Mentalitätsproblem, was die Lünner haben? „Weiß ich nicht. Vielleicht fehlende Kommunikation, vielleicht haben bei dem ein oder anderen ein oder zwei Prozent gefehlt. Da kommen mehrere Faktoren zusammen.“

Johannes Zottl wird deutlich: „Das war alles andere als gut, was wir gespielt haben“

Johannes Zottl blieb auch beim Elfmeter in der Nachspielzeit fokussiert. © Döring

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