Das Personalkarussell hat sich in dieser Woche beim Lüner SV in der ersten und zweiten Mannschaft ordentlich gedreht. Doch wie kam das bei den Spieler an. Der Kapitän meldet sich zu Wort.

Lünen

, 20.09.2019, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine verrückte Woche mit vielen Personalentscheidungen liegt hinter dem Fußball-Westfalenligisten Lüner SV. Matthias Drees (26) ist Kapitän der Mannschaft. Wir haben mit dem Mittelfeldspieler über den Rücktritt Marc Wollers, das neue Trainerteam und über das Presseverbot gesprochen.

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Herr Drees, Marc Woller ist nicht mehr Trainer beim Lüner SV. Wie hat die Mannschaft die Entscheidung aufgenommen?

Wir hatten am Dienstag nur kurz darüber gesprochen, wie es jetzt weitergeht, und dann erstmal unter Christians Leitung trainiert. Da wir jetzt mitten im Spielbetrieb sind, müssen wir uns auf das nächste Spiel konzentrieren und es nunmal so aufnehmen, wie es ist.

War Marc Woller denn ein Grund für den Misserfolg?

Der Trainer ist leider immer der, der den Kopf hinhalten muss, auch wenn ich die Hauptschuld ganz klar bei uns - der Mannschaft - sehe, bei denen, die auf dem Platz stehen.

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Glauben Sie, dass der Schritt von Marc Woller verfrüht war?

Wenn ein Trainer merkt, dass er seine Spieler nicht erreicht, so wie es in den letzten Wochen leider der Fall war, dann macht es für alle keinen Sinn und ihm sicher auch keinen Spaß mehr. Ich kann ich die Entscheidung verstehen.

Marc Woller sei in der Halbzeitansprache gegen Wickede sehr laut geworden. Warum haben die Worte bei der Mannschaft nicht gefruchtet?

Ja das stimmt, er ist aber auch zurecht laut geworden. Warum es nicht ankam, kann ich nicht sagen. Die Mentalität, die wir an den Tag gelegt haben, war ein Witz.

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Nun wird mit Christian Hampel Ihr Sportlicher Leiter der neue Trainer. Wie finden Sie die Entscheidung?

Natürlich freue ich mich wieder, unter ihm spielen zu dürfen und denke, er ist genau der richtige, um uns wieder aufzuwecken. Wie es aber saisonübergreifend weitergeht, weiß ich nicht.

Was muss sich nun ändern, damit die Mannschaft wieder Erfolg hat?

Wir kennen unsere Stärken und wissen, dass wir eine Topmannschaft in der Liga sein können. Es gilt nur, den Kampfgeist in uns zu wecken. Sammeln wir so die nächsten Punkte und Selbstvertrauen, dann bin ich mir sicher, dass wir jeden Konkurrenten schlagen können.

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Kadir Kaya ist nun neuer Co-Trainer beim Lüner SV. Ihre Meinung?

Kadir und Christian kennen sich sehr lange, die werden sich schon verstehen. Für die Spieler ist er auch nicht unbekannt, da einige schon unter ihm für die Zweite gezockt haben. Ich selbst habe mit ihm noch zusammen gespielt. Er ist also insbesondere für die Jungen eine gute Ansprechperson und mit Sicherheit bei uns im Trainerteam gut aufgehoben.

Sie und Ihre Mitspieler hatten zuletzt ein Presseverbot vom Vorstand bekommen. Wie kam das in der Mannschaft an?

Alle Spieler wissen, dass Fehler gemacht wurden. Wir haben es so hingenommen.

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Der Vorstand begründete das Verbot damit, mehr Ruhe in den Verein bekommen zu wollen. Hat das geklappt?

Es ist viel passiert, worüber natürlich auch berichtet wurde. Die richtige Konsequenz war dann erstmal das Presseverbot. Wir konnten so einige Baustellen intern bearbeiten.

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