Lockerungen? Für Lünens Zweitliga-Wasserballer ist der Zeitplan weiter unklar

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Das Land NRW hat Lockerungen der Corona-Maßnahmen verkündet, die auch den Wasserballern des SV Lünen wieder ins Becken helfen könnten. Doch nicht nur davon hängt eine Rückkehr zu mehr Normalität ab.

Lünen

, 08.05.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalens hat am Mittwoch weitreichende Lockerungen der Corona-Maßnahmen verkündet - die auch den Zweitliga-Wasserballern des SV Lünen Hoffnung auf eine Rückkehr ins Becken geben. Freibäder dürfen ab 20. Mai unter strengen Auflagen von Abstand und Hygiene öffnen, zehn Tage später soll auch die „Ausübung von Sportarten auch mit unvermeidbarem Körperkontakt und in geschlossenen Räumen wieder gestattet werden, ebenso der Betrieb in Hallenbädern“, heißt es in einer Mitteilung des Landes NRW.

Konkrete Neuigkeiten, wann es für ihn und seine Mannschaft mit dem Training wieder losgehen kann, hat Coach Olaf Bispinghoff aber noch nicht. „Wir würden trainieren, wenn wir wieder trainieren dürften. Aber wir haben bis jetzt noch nichts vom Vorstand gehört, wann oder ob da was kommen sollte.“

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Entscheidend dafür ist die Freigabe der Trainingsstätte durch die Stadt. „Wir warten ab, wie die Badsituation ist. Wenn das Bad bekanntgibt, dass die am 30. Mai wieder öffnen, wissen wir kurz vorher dann auch Bescheid, aber jetzt ist es noch zu früh“, erklärt Bispinghoff.

Vom Deutschen Schwimmverband gibt es Empfehlungen, wie ein Training nach den Lockerungen auszusehen habe. „Wie wir zu trainieren haben, wie die Abstände zu sein haben“, berichtet er. „Das kann ich mir ganz gut vorstellen.“ Von der Stadt habe er zwar noch nichts gehört, aber: „Ich weiß, dass die ganze Mannschaft wieder ins Wasser will und trainieren möchte, denen kribbelt es in den Fingern. Wir wollen das mit allen möglichen Schutzmaßnahmen betreiben“, betont Bispinghoff.

Können Wasserballer bald wieder in den Kraftraum?

Bereits ab dem 11. Mai sei „die Öffnung von Fitnessstudios, Tanzschulen und Sporthallen/Kursräumen der Sportvereine unter strengen Abstands- und Hygieneauflagen wieder möglich“, teilte das Land NRW mit. Bispinghoff liebäugelt deshalb damit, mit seinen Athleten bald wenigstens den vereinseigenen Kraftraum wieder unter Einschränkungen nutzen zu können. „Ich hoffe, da erfahre ich nächste Woche mehr. Also nichts Genaues weiß man“, sagt er.

Die Corona-Zwangspause hat dem Coach eine neue Perspektive eröffnet. „Es tat auch mal ganz gut, weniger zu machen und Zeit für sich zu haben“, berichtet Bispinghoff. „Man muss in solchen Situationen auch das Positive sehen, das ist hier, wie sehr uns der Sport fehlt und wie wichtig das gemeinschaftliche Zusammenhalt ist. Aus allem Negativen sollte man auch das Positive ziehen.“

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