LSV-Damen verbauen sich den Sieg gegen Dortmund selbst - alle Handball-Spiele im Überblick

Handball in Lünen

Die Damen des Lüner SV holt sind mit einem Punkt gegen Borussia Dortmund nicht zufrieden, die Damen des VfL Brambauer holen den zweiten Sieg der Rückrunde, die Herren einen wichtigen Punkt.

Lünen

, 26.01.2020, 21:23 Uhr / Lesedauer: 4 min
LSV-Damen verbauen sich den Sieg gegen Dortmund selbst - alle Handball-Spiele im Überblick

Thia-Carolin Schmidt steuerte drei Treffer für den Lüner SV im Spiel gegen BVB III bei. © Günther Goldstein

Das war ein hartes Stück Arbeit! Am Sonntagabend kam Frauenhandball-Verbandsligist Lüner SV trotz Führung nicht über ein 24:24-Unentschieden über die dritte Mannschaft des BV Borussia Dortmund hinaus. Durch den Punktverlust rutschte Lünen auf Platz drei ab. Die Spitze mit DJK Coesfeld und Westfalia Kinderhaus ist aber in Reichweite.

Ein Spaziergang war das sicher nicht. Denn der Lüner SV hatte mit dem BVB III einen Gegner vor sich, der laut Spielverlauf, auf Augenhöhe war.

Die ersten Minuten verliefen völlig ausgeglichen. Nachdem Lünen vorlegte, wechselte immer wieder die Führung. Bis zur 20. Minute gestaltete Lünen das Spiel vollkommen ausgeglichen. Dann hatte der BVB III aber eine stärkere Phase, nutzte Fehler des Lüner SV aus und setzte sich über 10:10 auf 14:11 zur Pause ab. „Letztendlich haben wir in der ersten Halbzeit nicht den Zugriff in der Deckung bekommen. Das lief dann aber besser“, sagte Coach Marcel Mai.

Lünen erspielt sich Vier-Tore-Führung

In der Pause nahmen die LSV-Frauen sich für die zweite Halbzeit einiges vor. Die Fehler wurden angesprochen. Mai leistete jede Menge Motivationsarbeit, was auch fruchtete. Lünen legte los wie die Feuerwehr, kassierte satte zwölf Minuten keinen Gegentreffer. Lünen kam durch zwei Tore in Serie von Carla Verhasselt auf 13:14 heran. Katja Lohölter glich zum 14:14 aus. Hannah Püschel sorgte schließlich für die 15:14-Führung. Die Rot-Weißen schraubten das Ergebnis sogar auf 21:17 in die Höhe.

Nach einer Auszeit von Dortmund waren die Gäste aber wieder im Spiel. Sie verkürzten auf 19:21, schafften sogar in letzter Minute noch den 24:24-Ausgleich. 25 Sekunden vor Abpfiff zückte Mai schließlich die Grüne Karte für ein Team-Time-Out, um den womöglich letzten Angriff zu besprechen. Der Ball fand allerdings nicht mehr den Weg ins gegnerische Gehäuse, sodass sich beide Mannschaften letztendlich 24:24 remis trennten.

„Haben es selbst verbaut“

„Das war am Ende schon ärgerlich. Wir haben in den letzten Minuten zu überhastet gespielt, haben viele Fehler gemacht, die Dortmund gut ausnutzte. Wir hätten den Sack eher zu machen müssen“, ärgerte sich Mai. Insgesamt ließen seine Schützlinge erneut einige Siebenmeter liegen. Diesmal waren es vier. „Ein Sieg wäre aufgrund des starken Beginns in der zweiten Halbzeit verdient gewesen. Aber wir haben es uns selbst verbaut“, so Mai.

Frauen-Verbandsliga 2

Lüner SV – BV Borussia Dortmund III 24:24 (11:14)

Lüner SV: Klostermeier/M. Krause – Lieneke (5), Koeppen, T.-C. Schmidt (3/1), Hins (2), Püschel (4), Lohölter (3/3), J. Krause, A. Schmidt (3), Verhasselt

So langsam kommen sie in Fahrt: Die Verbandsliga-Handballerinnen des VfL Brambauer sicherten sich beim 27:24 am Samstag gegen die HSG Schwerte-Westhofen nicht nur den zweiten Sieg im zweiten Rückrundenspiel, sie gaben auch die rote Laterne ab.

Großen Anteil an diesen Sieg hatte diesmal Torfrau Karen Jaschewski, die ihr Gehäuse immer wieder vernagelte. „Das, was sie da abgeliefert hat, war einfach nur erste Sahne“, kam auch Trainer Andre Schwedler nicht aus dem Schwärmen heraus. Jaschewski parierte nicht nur sechs von acht Siebenmeter-Würfen, sondern auch doppelte Nachwürfe.

„Nicht den Kopf in den Sand gesteckt“

Nach einem ausgeglichenen Beginn übernahm der VfL Brambauer nach acht Minuten erstmals die Führung. Zwischenzeitlich baute er sie auf vier Tore aus, zur Pause kam Schwerte aber auf zwei Treffer heran. Im zweiten Durchgang lief die Partie genau so weiter. Schwerte ließ sich aber nicht abschütteln, glich in der 37. Minute zum 16:16 erstmals wieder aus. Die VfL-Frauen zeigten sich nicht verunsichert, zogen postwendend wieder auf drei Tore davon. Diesen Vorsprung ließen sie sich auch nicht mehr nehmen.

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„Insgesamt hat die Mannschaft super gespielt, eine tolle Abwehr gestellt und im Angriff konzentriert agiert, auch wenn ein paar technische Fehler dabei waren. Positiv war, dass wir da nicht den Kopf in den Sand gesteckt haben“, so Schwedler.

Erfolgreichste Werferin war wieder einmal Sarah Bauer, die mit zehn Treffern unter anderem auch großen Anteil an dem Sieg hatte. „Wir wissen, dass wir noch einen weiten Weg vor uns haben. Die Tabelle sieht jetzt zumindest etwas freundlicher aus“, so Schwedler.

Frauen-Verbandsliga 2

VfL Brambauer – Schwerte-Westhofen 27:24(14:12)

VfL Brambauer: Jaschewski/Sindermann – Fleckstein (1), Rykowski, Holz (2), Holste, Sahage (2), Kost (7/3), Trippe, Leismann, Bauer (10/3), Lasshof (2), Bloeß (2), Pötter (1)

Auf ihn war 60 Minuten lang Verlass: Manuel Welski bestritt eine starke Partie, parierte viele freie Würfe und hielt sogar vier Siebenmeter. „Er war absolut überragend“, schwärmte Trainer Björn Grüter. Durch das 22:22-Remis gegen den direkten Konkurrenten ASC 09 Dortmund hat der VfL Brambauer einen wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt eingefahren. Aktuell liegt der VfL Brambauer nun zwei Punkte vor dem Vorletzten TuS Borussia Höchsten und sieben Zähler vor Schlusslicht HSG Rauxel-Schwerin.

Im Spiel beim ASC 09 Dortmund fielen insgesamt wenig Tore, was für eine starke VfL-Deckung und einen starken Welski sprach. Brambauer reiste erneut mit einem Minikader an. Die Spieler, die aufliefen, zeigten umso mehr Kampfbereitschaft, Einsatz und Willen. „Die Jungs haben verstanden, worum es geht. Kämpferisch und von der Einstellung her ein Riesenkompliment an das ganze Team“, lobte Grüter. Den einzigen Durchhänger erlaubte der VfL Brambauer sich kurz nach der Pause für zehn Minuten. Kurz vor dem Schlusspfiff führte der VfL noch mit zwei Toren, musste den Sieg also kurz vor Schluss aus der Hand geben. „Hätte uns vorher einer gesagt, dass wir hier einen Punkt holen, hätten wir das sofort unterschrieben“, so Grüter.

Landesliga 3

ASC 09 Dortmund – VfL Brambauer 22:22 (13:13)

VfL Brambauer: Welski/Sträde – Richter (4), L. Langmann (3), Ziepel (3), Wissemann (2), Gärtner, Pape (2), K. Maurer (5/1), P. Maurer (3/2)

Für Handball-Bezirksligist VfL Brambauer II war am Samstagabend beim VfL Kamen mit einer reinen Rumpftruppe nichts zu holen. Neun Mann hatte Trainer Dominik Schidlowski nur zur Verfügung. Zwei davon waren angeschlagen, zwei weitere hatten unter der Woche aus gesundheitlichen Gründen nicht trainieren können. „Wir haben uns also gar nicht wirklich vorbereitet.

Dennoch haben die Jungs das in der Besetzung gut gemacht. Die Absprachen sind in der Deckung schnell gefunden worden“, so Schidlowski. Eine Spielverlegung war angedacht, aber die möglichen Termine unter der Woche, die Kamen anbot, waren für den VfL Brambauer II nicht machbar.

Bezirksliga Hellweg

Kamen – Brambauer II 38:21 (17:11)

VfL Brambauer II: Tesch/Artmann – Pörschke (3/1), Surkamp (4), P. Strauch (11), D. Strauch (1), Hönscheid, Mroß, Wessel (2)

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