LSV-Handballerinnen mitten in der Vorbereitung für Premiere in der Oberliga

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Die Handballerinnen des Lüner SV bereiten sich Schritt für Schritt auf die kommende Saison in der Oberliga vor. Zweieinhalb Monate haben sie noch, um sich auf den neuen Modus und neue Gegner einzustellen.

Lünen

, 14.07.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zweieinhalb Monate haben die Handballerinnen des Lüner SV noch, um sich auf die kommende Saison vorzubereiten. Anfang Oktober geht es dann nämlich mit den ersten Spielen los. Und das zum einen in einer höheren Liga und zum anderen in einem ganz anderen Modus als sonst. Denn da dieses Jahr durch die Coronakrise mehr Teams aufgestiegen sind, darunter auch mit einer Wildcard die Lüner Damen, musste der Plan der Oberliga umgestellt werden.

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Rund vier Wochen ist Trainer Marcel Mai und seine Mannschaft schon mit Einheiten dabei, erst nur draußen, mit den ersten Lockerungen ging es dann auch in die Halle in Kleingruppen. „Wir haben bisher viel im athletischen Bereich trainiert und auch mal aufs Tor geworfen“, erklärt er. Richtige Trainingsspiele gab es aber noch nicht. Das könnte sich durch die neuen Regelungen des Landes NRW ändern, denn ab dem 15. Juli dürfen im Kontaktsport 30 Personen zusammen trainieren. Diese Lockerung will auch Mai nutzen, um mit der vollen Mannschaftsstärke in die Einheiten zu gehen. „Nach und nach werden wir dann mit einem sechs gegen sechs beginnen.“

Fokus auf Feinheiten gesetzt

Ab August möchte er dann auch kleinere Testspiele machen und in den richtigen Betrieb einsteigen. Bisher laufe die Vorbereitung nach Plan und Mai zeigt sich zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. Auch die Zeitspanne für die Vorbereitung reiche ihm. „Ohne Coronakrise hätten wir im Juni begonnen, um zum Start im September fit zu sein. Somit sind es so oder so knapp zweieinhalb Monate.“ Große körperliche Defizite durch das etwas andere Training in der Pause sieht er aktuell nicht. Für ihn bringen die Einheiten sogar etwas Positives mit sich. „Wir konnten den Fokus anders legen“, erklärt er. Unter normalen Umständen sei im Amateurbereich bei zwei bis drei Trainingstagen die Woche kaum Zeit für individuelle Sachen in Kleingruppen. „Mit fünf bis sechs Spielerinnen lassen sich jedoch Feinheiten und bestimmte Bewegungsabläufe viel besser trainieren.“

Was den Spielbetrieb im neuen Modus der Oberliga angeht, will Mai mit seinem Team am liebsten im Mittelfeld landen. Denn wer in der Vorrunde auf Rang vier und fünf landet, hat weder mit dem Auf- noch dem Abstieg etwas zu tun. „Wir wissen aber auch, dass es unglaublich schwierig wird und unten möglicherweise ziemlich eng.“ Um weiterhin um die Meisterschaft zu spielen, müsste der Lüner SV in der Gruppe auf Rang ein bis drei kommen. Das wäre zwar ein Traum, aber in der Realität sei der Lüner SV davon weit entfernt, erklärt Mai. „Es ist wichtig, dass wir uns eine gute Position erspielen und somit eine Basis schaffen. Dann gucken wir weiter.“

Bekannte Mannschaften in der Vorrunde

Mit dem allgemeinen Modus sei Mai aber zufrieden. Auch weil in der Vorrunde einige bekannte Mannschaften auf den Lüner SV warten. Gegen SC Westfalia Kinderhaus, SV Teutonia Bochum-Riemke und HSG Schwerte-Westhofen haben die Damen nämlich bereits in der Verbandsliga 2 gespielt. Das große Ziel, der Verbleib in der Liga, hat der LSV-Trainer egal bei welchen Gegner immer fest im Blick. Er weiß, dass die Oberliga einen Riesenchance ist, vor der man aber auch Respekt haben muss.

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