LSV-Trainer Christian Hampel: „Es ist Leben in der Bude!“

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Westfalenligist Lüner SV fährt am kommenden Sonntag zum Tabellensechsten Concordia Wiemelhausen. LSV-Trainer Christian Hampel kennt den Gegner nur allzu gut, zeigt sich aber tiefenentspannt.

Lünen

, 06.12.2019, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Die Hinserie ist so verkorkst, wie sie nur verkorkst hätte sein können“, sagt Christian Hampel, Trainer des Westfalenligisten Lüner SV. „Aber moralisch war das stark, ein 0:3 aufzuholen letzte Woche. Das zeigt, dass Leben in der Bude ist.“ Seine Mannschaft hatte am vergangenen Spieltag einen 0:3-Rückstand gegen das Spitzenteam vom FC Lennestadt noch aufgeholt. Dennoch bleiben die Lüner im Tabellenkeller.

Hampel sieht die Situation relativ gelassen. Natürlich hat der LSV akute Personalsorgen und natürlich sind die Voraussetzungen für eine gute Saison nicht gerade positiv. Stehen die Lüner aktuell doch nur einen Platz vom möglichen Abstieg entfernt auf Position 13 von 17. Dennoch habe seine Mannschaft nie „richtig den Arsch vollgekriegt, wie die anderen Mannschaften da unten“. Tatsächlich fallen die Niederlagen der Lüner überwiegend oft sehr knapp mit nur einem Tor Unterschied aus. „Zur Rückrunde kriegen wir die ganzen Baustellen wieder hin. Ich bin da völlig entspannt“, sagt Hampel.

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Als Ex-Trainer des FC Iserlohn kennt Hampel Concordia Wiemelhausen sehr gut. „Naturgemäß sind die sehr heimstark und unbequem“, sagt Hampel. Besonders im Auge hat der LSV-Trainer den Zehner Markus Scherff und den Torschützenkönig der vergangenen Westfalenliga-Saison, Xhino Kadiu (28 Tore).

„Die machen viel Tempo über die Flügel, haben also ein gutes Umschaltspiel“, sagt Hampel. „Wir werden eine gesunde Balance zwischen Mutig-nach-vorn-spielen und Sich-nicht-auskontern-lassen finden müssen.“ Dafür braucht der Mannschaftschef Stabilität in der Abwehr.

Einsätze von Drees, Göke und Zottl sind fraglich

Dafür wäre der bullige 190 Zentimeter große Bosnier Meris Memic der richtige Mann. Doch er fällt genau wie der Serbe Milan Sekulic, der laut Hampel ein „feiner Fußballer“ ist, seit über vier Wochen aus. Beide warten in ihren jeweiligen Heimatländern auf einen Stempel für ihre Visa. Das ärgert Hampel: „Eine Katastrophe! Das sind richtig gute Spieler.“

Definitiv nicht spielen wird außerdem Phil Rosenkranz, der nach einem fünfwöchigen USA-Aufenthalt mit einer Grippe kämpft, ebenso wie Emanuel Lucau, Emre Yildiz und Ali Sener. Philipp Herder befindet sich nach seinem Kreuzbandriss noch im Aufbautraining. Fraglich sind die Einsätze von Matthias Drees (Verhärtung im Oberschenkel), Matthias Göke (Bänderdehnung) und Johannes Zottl (Mittelfußprellung).

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