Lüner Fußballprofi bleibt weiterhin bei seinem Klub: Er ist eine Art Kevin Großkreutz für uns

hzFußball

Am vergangenen Samstag spielte der ASC 09 Dortmund gegen den TSV Steinbach-Haiger. Mit dabei waren zwei ehemalige Lüner, die gemeinsam beim BV Brambauer gespielt haben.

Dortmund, Lünen

, 11.08.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

35 Grad Celsius, keine einzige Wolke am Himmel. Es gab schon wahrlich deutlich bessere Umstände, als am vergangenen Samstag um Fußball zu spielen.

Der Fußball-Oberligist ASC 09 hat seine Saisoneröffnung abgehalten und dazu den TSV Steinbach-Haiger eingeladen, Tabellenzweiter der vergangenen Spielzeit in der Regionalliga Südwest.

Dominantes Spiel von Steinbach-Haiger

Mit dabei: Philipp Hanke. Der 27-jährige Brambaueraner spielt seit Sommer 2019 beim Regionalligisten und hat vor Kurzem seinen Vertrag um ein Jahr verlängert.

Hanke lief als rechter Verteidiger für das Team von Adrian Alipour im Testspiel gegen den ASC auf und spielte ähnlich dominant auf wie es seine Teamkollegen taten. Hanke ließ über seine Seite kaum etwas zu, harmonierte im Zusammenspiel mit Steinbach-Innenverteidiger Benjamin Kirchhoff, dem Bruder von ehemaligen Bundesliga-Spieler Jan Kirchhoff.

Immer wieder gab es dabei auch reine Brambaueraner-Duelle. Denn nicht nur Hanke war als Ex-Brambaueraner auf dem Platz, sondern auch Aplerbecks Offensivmann Daniel Schaffer.

Beide spielten gemeinsam beim BV Brambauer zu Westfalenliga-Zeiten. Das ist mittlerweile acht Jahre her, nun das Duell auf dem Rasen im Aplerbecker Waldstadion. „Wir haben nicht mehr ganz so viel Kontakt, man sieht sich mal“, erklärt Hanke zu den Treffen mit seinem Ex-Mannschaftskollegen.

Jubelten 2012 noch gemeinsam beim BV Brambauer: Daniel Schaffer (2 v. l.) und Philipp Hanke (r. daneben).

Jubelten 2012 noch gemeinsam beim BV Brambauer: Daniel Schaffer (2 v. l.) und Philipp Hanke (r. daneben). © Goldstein

In den vergangenen Jahren war das noch häufiger der Fall, als Hanke noch bei der U23 von Borussia Dortmund spielte und regelmäßig als Testspiel-Gegner beim ASC 09 zu Gast war. „Man schreibt vielleicht mal zwischendurch wie es einem geht, wie es läuft“, sagte der 32 Jahre alte Schaffer zum Kontakthalten.

Die Verbindungen haben sich etwas verlaufen bei den beiden Ex-Brambauer-Spielern, die aber beide in Lünen wohnen. Trotzdem verfolgen beide den Werdegang voneinander, wie Schaffer erzählt: „Das auf jeden Fall. Ich glaube, das macht fast jeder Fußballer. Ich verfolge so, was die anderen Spieler so machen, weil es auch interessant ist, was die alten Kollegen so machen.“

Jetzt lesen

Hanke wohnt jeden Tag zum Training nach Hessen, ist einer Fahrgmeinschaft mit einem Mannschaftskollegen. „Am Anfang war es schon nervig, aber mittlerweile ist es okay“, sagt er dazu. Seinen Vertrag hat er vor kurzem für ein weiteres Jahr verlängert.

„Ich habe unterschrieben für ein Jahr, habe mich wohlgefühlt mit der Mannschaft“, erzählt er. Sein Trainer Adrian Alipour, der früher auch den ASC 09 Dortmund trainierte, freut sich drüber.

Hanke ist variabel unterwegs

„Philipp Hanke ist so eine Art Kevin Großkreutz für uns, der auf allen Positionen einsetzbar ist“, beschreibt Alipour ihn. Beide Außenverteidigerpositionen, als Innenverteidiger, im defensiven Mittelfeld und auf den Flügeln ist Hanke schon für Steinbach-Haiger aufgelaufen. „Wir kennen ihn ja auch aus der Dortmunder Vergangenheit, er kann ja auch im Sturm spielen. Er ist Gold wert für uns“, sagt sein Coach. „Er ist ein Spieler, der solide seine Arbeit macht, auf den du dich immer verlassen kannst. Wir sind sehr froh, dass er bei uns ist.“

Letzte Saison klappte es für den TSV Steinbach-Haiger mit dem Aufstieg nicht, auch kommende Saison soll wieder oben angegriffen werden in der vierten Liga, um den Aufstieg in die 3. Liga zu schaffen.

Trafen sich nach einiger Zeit mal wieder: Philipp Hanke (l.) und Daniel Schaffer (M.).

Trafen sich nach einiger Zeit mal wieder: Philipp Hanke (l.) und Daniel Schaffer (M.). © Stephan Schuetze

Hanke wollte bei den Zielen nicht konkret werden, behielt den Blick für das Wesentliche. Das Pokalspiel bei Ligakonkurrent FC Gießen steht an. Halbfinale des Hessenpokals. Gewinnt der TSV dort den Titel, ist die 1. Runde im DFB-Pokal gesichert.

„Ziele sind erstmal die Pokalspiele gewinnen und dann mal sehen, wie wir in die Saison starten“, erklärt Hanke. Es in die 3. Liga zu schaffen, gehört aber zu seinen Träumen: „Ich glaube, es ist für jeden ein Traum höher zu spielen.“

Lesen Sie jetzt