Lüner Handball-Hoffnung Mariel Wulf erklärt Wechsel vom BVB nach Waiblingen

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Nach sechs Jahren bei Borussia Dortmund verlässt Mariel Wulf die Schwarzgelben, es geht nach Süddeutschland. Die Gründe für diese Entscheidung und wie es um das Comeback der verletzten Lünerin steht.

Lünen

, 30.04.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sie gilt als eines der größten Handball-Talente Lünens, lief sechs Jahre lang für den BV Borussia Dortmund auf und feierte mit dem BVB und auch mit dem Deutschen Handballbund als Jugend- und Juniorinnen-Nationalspielerin viele Erfolge. Nun hat sie ihren Abschied vom BVB verkündet. Die Rede ist von der Lünerin Mariel Wulf, die eine neue sportliche und auch persönliche Herausforderung sucht.

Die 19-Jährige wechselt zur neuen Saison zum Zweitligisten VfL Waiblingen nach Baden-Württemberg. Waiblingen liegt circa zehn Kilometer nordöstlich von Stuttgart. Wulf stellt sich somit einer neuen Herausforderung, die rund 500 Kilometer entfernt ist. „Natürlich ist das weit weg. Aber ich freue mich riesig auf die neue Aufgabe“, sagt die Rückraumspielerin.

Mariel Wulf beginnt ein Studium in Ludwigsburg

Dass sie dem BVB nun den Rücken kehren wird, liegt vor allem daran, dass sie sich sportlich und auch persönlich weiterentwickeln möchte. Sie beginnt ab Oktober ein Studium für Sonderpädagogik in Ludwigsburg. Da kommt es sogar gut gelegen, dass der VfL Waiblingen nur rund 25 Autominuten entfernt leistungsorientiert Handball spielt.

Doch bis es zum Handballspielen wieder kommt, wird es noch ein harter Weg werden. Denn Mariel Wulf hat sich am 8. Februar 2020 in dem Spiel gegen TSV Bayer Leverkusen das Kreuzband gerissen. „Das war eine Aktion in der Luft, in der ich einen leichten Schubser bekommen habe und schon im Sprung mir irgendwie das Knie verdreht habe. Bei der Landung war es dann ganz schlimm“, erinnert Wulf sich noch genau. Diagnose: Kreuzbandriss. Für Wulf war es ein großer Schock: „Das war meine erste Verletzung im Handball.“

Tägliche Arbeit für das Comeback auf dem Handball-Feld

Doch Wulf kämpft und arbeitet hart an ihr Comeback. Sie absolviert täglich Einheiten, befindet sich seit wenigen Tagen sogar schon in der Rehabilitation. „Wann ich genau wieder spielen kann, weiß ich selbst noch nicht. Ich möchte mir da auch keinen Druck machen sondern in Ruhe wieder fit werden“, so Wulf. Auch ihr neuer Verein steht hinter dem jungen Nachwuchstalent. Der Kontakt entstand bereits vor ihrer Verletzung. „Waiblingen gibt mir die Zeit, die ich brauche. Ich wechsele dort auch nicht nur für ein Jahr hin. Das soll etwas Perspektivisches sein“, so Wulf weiter.

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Die 19-Jährige hat wöchentlich Kontakt zu ihrer neuen Heimatstätte. Ab dem 1. Juli wird Wulf komplett runterziehen und ihre neue Wohnung beziehen. „Ich habe die neue Mannschaft auch schon in einer Online-Konferenz kennengelernt“, erzählt sie.

Mariel Wulf: „Der richtige nächste Schritt in meiner sportlichen Laufbahn“

Angst vor der neuen Herausforderung hat Wulf nicht. „Ich weiß, dass es am Anfang noch schwieriger werden wird. Es wird sicher auch Momente geben, in denen ich das alles vermissen werde. Aber ich freue mich wirklich darauf und bin gespannt was kommen wird“, sagt sie. „Ich glaube, dass es der richtige nächste Schritt in meiner sportlichen Laufbahn sein wird. Ich glaube auch, dass es mal ganz gut ist, wenn man mal Luft in einem anderen Verein schnuppert.“

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Für die Zukunft wünscht sich Wulf aber erst einmal eins: Gesund zu werden und auch gesund zu bleiben. „Danach werden wir sehen, wohin meine Reise geht. Aber eins steht fest: Ich werde weiter hart an mir arbeiten und hoffentlich bald wieder auf dem Handballfeld stehen.“ Ob ihre Reise auch in der Nationalmannschaft dann weitergehen wird, wird man sehen. Mariel Wulf macht sich keinen Druck. Denn Gesundheit hat bekanntlich Priorität.

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