Dominik Deppe über die Entscheidung des Lüner SV: „Für mich völlig unverständlich“

hzFussball

Vergangene Saison spielte Dominik Deppe für den Lüner SV. Nun hat es ihn nach Dortmund zum FC Brünninghausen gezogen. Für eine Entscheidung seines alten Klubs hat er kein Verständnis.

Dortmund, Lünen

, 03.07.2020, 12:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war eine turbulente Saison, die Dominik Deppe mit dem Lüner SV in der vergangenen Spielzeit erlebte. Mit Aufstiegsambitionen gestartet, im Abstiegskampf gelandet und wegen der Corona-Pandemie letztendlich abgebrochen.

Im Podcast „Die 7er-Kette“ sprach Dominik Deppe mit seinem neuen Teamkollegen Leon Broda und Sportredakteur Patrick Schröer über seinen Wechsel nach Brünninghausen, die vergangene Saison in Lünen und die Entscheidung des Staffelwechsels beim Lüner SV.

Dominik Deppe...

...über die Saison mit dem Lüner SV: „Das haben wir uns alle so ein bisschen anders vorgestellt. Wir sind relativ schlecht gestartet und so richtig raus kamen wir nicht mehr aus dem Tabellenkeller.“

...über den Wechsel zum FC Brünninghausen: „Die Saison lief nicht ganz so gut im letzten Jahr. Zudem kommt hinzu, dass ich den Platz in Brünninghausen vor der Haustür habe. Ich habe mich beruflich auch verändert, dann ist das mit Abstand auch die leichteste Lösung und so habe ich mich dann auch entschieden.“

...über den Reiz, nach Brünninghausen zu wechseln: „Ich glaube, wenn man sich die letzten Jahre im Dortmunder Amateurfußball umgeguckt hat, da kam man eigentlich an Aplerbeck und Brünninghausen nicht vorbei. Vor zwei Jahren sind sie unglücklich abgestiegen, hatten am Ende einen relativ schlechten Lauf.“

...über das Testspielverbot: „Nachvollziehen kann ich es nicht. In Castrop-Rauxel kann man ein Testspiel machen und im Kreis Dortmund nicht. Das ist schon irritierend. Allerdings weiß ich auch nicht, ob man an diesem Wochenende schon ein Testspiel machen muss, wenn man nicht weiß, wann die Saison hundertprozentig losgeht.“

...über einen Saisonstart im September: „Wenn es am 13. September losgehen würde, dann würde man die Hinrunde noch relativ gut durchbekommen und dann hätten wir dann auch nicht so viel Verzögerung. Da wäre ich sehr zufrieden mit dem Start, muss ich sagen.“

...wie er sich fit gehalten hat in den vergangenen Monaten: „Am Anfang war ich fit wie noch nie. Als dann absehbar war, dass die ganze Corona-Geschichte etwas länger dauert, habe ich das schleifen lassen. Wir haben dann zum Glück von Brünninghausen einen Laufplan bekommen. So konnte man sich dann fit halten. Die Belastung ist dann jetzt schon was anderes. Wenn ich dann 15 Minuten Abschlussspiel beim Training gemacht habe, da habe ich gemerkt, das ist ja etwas ganz anderes als die Lauferei. Das kommt mit der Zeit aber auch wieder.“

...über die Aufstiegsambitionen beim Lüner SV in der abgebrochenen Spielzeit: „Wir wollten aufsteigen und haben dann Spiel für Spiel verloren, das ist dann in die Hose gegangen. Das war auch im Nachhinein komplett überzogen. Wenn man am Anfang gut punkten, kann man gut in die Saison gehen und dann auch nach höheren Zielen greifen.“

...über den Staffelwechsel des Lüner SV: „Es ist für mich völlig unverständlich. Ich habe mir die Westfalenliga 1 angeguckt. Wenn ich da die Mannschaften sehe, wo du 200 Kilometer fährst am Sonntag. Unverständlich. Ich finde diese Derbys, die machen diese Liga so ein bisschen aus. Man hat diese ganzen Ruhrpott-Mannschaften in der Liga, hat relativ kurze Anfahrten, hat relativ viele Zuschauer. Für mich völlig unverständlich, warum man da in eine Liga gehen muss, wo das kürzeste Auswärtsspiel 100 Kilometer weg ist.“

...über die Reaktionen seiner Ex-Mannschaftskollegen beim Lüner SV zum wahrscheinlichen Staffelwechsel: „Die haben das so zur Kenntnis genommen, viel Mitspracherecht hatten die da nicht.“

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt