Lüner SV rutscht von Platz eins auf Rang vier ab: Das sind die Gründe

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Die Handballerinnen des Lüner SV haben eine überragende Hinrunde gespielt, standen lange Zeit überraschend an der Verbandsliga-Tabellenspitze. Die haben sie mittlerweile aus den Augen verloren.

Lünen

, 11.02.2020, 17:07 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sieben der ersten acht Verbandsliga-Spiele entschieden die Verbandsliga-Handballerinnen des Lüner SV für sich. Die Tabellenführung war die Belohnung für starke Leistungen. Doch von den darauffolgenden sechs Partien gewann der LSV nur das Derby gegen den VfL Brambauer und ist inzwischen auf Rang vier abgerutscht. „Zur Zeit läuft es halt einfach nicht so gut“, sagt Trainer Marcel Mai. Doch was sind die genauen Gründe?

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Den einen Grund oder das spielerische Problem, das plötzlich auftritt, gibt es beim LSV nicht. Viel mehr sind es viele kleine Baustellen, mit denen Coach Mai fertig werden muss. Mit Thia Schmidt und Sarah Dressler sind zwei enorm wichtige Spielerinnen derzeit nicht voll leistungsfähig, schleppen sich laut Mai momentan durch die Liga-Partien. Gerade bei Dressler habe man im Derby gegen den VfL gemerkt, zu was sie im Stande ist, wenn sie fit ist, so Mai.

Hinzu kommen weitere personelle Probleme. Einige Spielerinnen können aus beruflichen und gesundheitlichen Gründen nicht regelmäßig trainieren. Hannah Rempe befindet sich etwa in einem vierwöchigen Ausbildungsblock, in dem sie gar nicht trainieren könne. Mona Geisler schafft es aus ähnlichen Gründen nur einmal die Woche in die Rundsporthalle. Das merke man bei den Spielen dann vor allem am Timing, findet Mai. „Das macht die Sache aktuell schwierig für uns“, so der Trainer, der sich mit dem LSV in seiner zweiten Verbandsliga-Saison befindet.

Natürlich nimmt auch das Spielglück eine nicht unwichtige Rolle ein. In der Hinserie, als der LSV von Sieg zu Sieg eilte, war das oftmals auf der Seite der Lünerinnen. Das ist nun anders, zuletzt hätte Lünen laut Mai mit Ausnahme des Gastspiels in Riemke (19:26) die Partien auch für sich entscheiden können.

Marcel Mai: „Wir müssen zusehen, dass wir unsere Heimspiele gewinnen“

Druck entsteht in der Rundsporthalle dennoch nicht. Der Aufstieg war nie das Ziel des Lüner SV. Mai sprach auch in der besten Lüner Saisonphase stets von einer Momentaufnahme - und hat inzwischen Recht bekommen. Dennoch sagt er: „Wir müssen zusehen, dass wir unsere Heimspiele auf jeden Fall gewinnen. Und damit müssen wir Sonntag anfangen.“

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Dann empfängt der LSV die SG Menden Sauerland Wölfe. Geht es nach Mai, zeigt sich seine Sieben dann vor allem in einer Hinsicht verbessert: Vom Siebenmeterpunkt. „Eine unterirdische Quote“ bescheinigt der Trainer seinem Team dort in den vergangenen Begegnungen.

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