Lüner SV verlängert mit ehemaligem Junioren-Bundesligaspieler

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Die Schwansbeller arbeiten eifrig am Kader für die nächste Saison. Nun hat Westfalenligist Lüner SV die 14. Verlängerung eines Spielers aus dem aktuellen Kader bekanntgegeben.

von Bernd Janning

Lünen

, 05.05.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vor kurzem war es Sascha Ernst, dann Talha Temur - und nun folgt die nächste Vertragsverlängerung bei Fußball-Westfalenligist Lüner SV. Der 24-Jährige spielt schon einige Jahre in der Kampfbahn Schwansbell.

Als 14. Spieler des aktuellen Kaders bleibt Bozlar dem Team von Trainer Christian Hampel auch in der kommenden Spielzeit erhalten. Bernd Janning hat mit Bozlar über seine Zeit beim LSV, MSV Duisburg und Rauchen in der Pause gesprochen.

Ali Bozlar (l.) bleibt weiter für den Lüner SV am Ball.

Ali Bozlar (l.) bleibt weiter für den Lüner SV am Ball. © Nils Foltynowicz

Wie lange spielen Sie schon für den Lüner SV?

Ich bin im Juli 2016 vom Klassenkonkurrenten Westfalia Wickede gekommen.

Weshalb hängen Sie beim LSV jetzt noch ein Jahr dran, gehen im Stadion Kampfbahn Schwansbell in Ihre fünfte Saison?

Weil ich mich hier sehr wohl fühle. Das Vertrauen, vor allem zwischen Trainer und Sportlicher Leitung, ist groß. Hier wurde eine richtig gute Basis geschaffen. Ich möchte mit dem LSV noch viel erreichen, oben mitspielen. Das ist bisher noch nicht ganz so gelungen.

Was ist oder war für Sie nicht so gelungen?

Als ich 2016 kam, hatte ich mehr von der Westfalenliga erwartet. So konnte ich nicht verstehen, dass in dieser Klasse vor dem Spiel und in der Halbzeit geraucht wurde.

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Was finden Sie gut?

Dass im Training Gas gegeben wird. Im Spiel geht es sofort zur Sache. Der Spieler hat nicht viel Zeit, den Ball anzunehmen. Wichtig ist dabei, dass wir respektvoll miteinander umgehen.

Sie haben bisher 71 Punktspiele für den LSV bestritten, dabei zwei Tore erzielt?

Richtig. Ich hätte gern noch öfter gespielt, wurde aber zurückgeworfen, so vier Tage vor meinem 21. Geburtstag, als ich mir die rechte Mittelhand brach. Jeder möchte gerne spielen, niemand will gerne auf der Bank sitzen. Da finde ich es beim LSV gut, dass zu den Einsätzen nicht viel versprochen wird. Es gilt die Regel, zeigst du Leistung, spielst du, zeigst du keine Leistung, spielst du nicht.

Sie sind Linksfuß, 1,74 Meter groß, im rechten defensiven Mittelfeld zuhause, dabei fast ein Allrounder. Gibt es eine Lieblingsposition?

Ja, Lieblingspositionen sind bei mir die 8, die 6 und die 10. Die habe ich schon in der Jugend erfolgreich gespielt. Ich bin gern oft in Ballbesitz, suche den Zweikampf, schlage gerne wichtige Pässe.

Der Lüner SV ist erst ihr vierter Verein. Wo haben Sie mit dem Fußball angefangen?

Ich habe bis 2014 für den MSV Duisburg, dann bis 2015 für den Wuppertaler SV, in der U17 und U19 Bundesliga gekickt. Dem Jahr in Wickede folgte meine Zeit in Lünen.

Was erwarten Sie vom LSV in der neuen Saison?

Wir wollen gute Leistung zeigen, wollen, wenn wir es verdient haben, unter den Top Fünf oder Top Sechs mitspielen.

Haben Sie noch einen besonderen Wunsch?

Ja, ich wünsche mir mehr Fans in Schwansbell. Als wir vor zwei, drei Jahren besser waren, kamen mehr Zuschauer ins Stadion. Als es dann in dieser Saison nicht mehr so gut lief, kamen weniger. Wir fühlen uns in Stich gelassen. Wenn es jetzt im Sommer, oder wann immer die neue Saison beginnt, gut läuft, rechne ich doch mit 50 bis 100 Fans pro Spiel mehr.

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