Lüner SV verliert das Spitzenspiel - alle Handball-Ergebnisse im Überblick

Handball

Bei der HSG Schwerte-Westhofen musste sich Frauen-Handball-Verbandsligist Lüner SV am Samstag geschlagen geben. Der VfL Brambauer verliert das Derby in Brechten.

von Patrick Schröer, Niklas Dvorak, Carina Püntmann

Lünen, Brambauer

, 19.01.2020, 19:47 Uhr / Lesedauer: 4 min
Lüner SV verliert das Spitzenspiel - alle Handball-Ergebnisse im Überblick

Anna Lieneke (m.) steuerte sieben Treffer bei, am Ende verloren die Lünerinnen aber. © Bernd Paulitschke

Frauen-Verbandsliga 2
HSG Schwerte-Westhofen – Lüner SV 28:26 (14:11)

Trotz der Niederlage bleibt der LSV mit 17:7-Punkten vorerst Spitzenreiter. Westfalia Kinderhaus ist punktgleich, DJK Coesfeld hat noch eine Partie weniger bestritten. Der Abstand ist somit geschrumpft.

Ein möglicher Grund für diese Niederlage waren sicher die Startminuten, in denen der Lüner SV nicht gut ins Spiel fand. „Wir haben mit sechs Toren hinten gelegen. Erst dann kamen wir langsam in Fahrt“, analysierte LSV-Trainer Marcel Mai, der in Halbzeit eins auf seine Rückraumspielerin Thia-Carolin Schmidt verzichten musste, da sie angeschlagen ins Spiel ging.

Trotz dieser Umstände schaffte Lünen es, zu verkürzen. Zur Pause ging Schwerte mit 14:11 in die Kabine.

Im zweiten Durchgang stellte Mai um, was auch direkt Früchte trug. Lünen kam viel besser aus der Kabine und bestritt die Partie auf Augenhöhe, glich sogar aus. „Wir hatten die Möglichkeit in Führung zu gehen, hatten aber Pech, weil wir nur die Latte getroffen haben“, ärgerte sich Mai, der Schmidt in Halbzeit zwei brachte. „Thia hat ein starkes Spiel trotz ihrer Fußprobleme gemacht. Sie hat sich durchgebissen“, so Mai.

Doch aufgrund einiger fragwürdiger Zeitstrafen musste Lünen zum Spielende hin doppelt in Unterzahl agieren. „Das war der Knackpunkt. Wir haben bestimmt vier Minuten lang in doppelter Unterzahl spielen müssen. Diese Zeitstrafen waren absolut lächerlich“, ärgerte sich Mai. Schwerte zog so auf drei Tore davon. Doch Lünen kämpfte sich heran, kam auf einen Treffer heran, hatte sogar die Möglichkeit, auszugleichen. Doch der LSV verlor den Ball. Schwertes letzter Angriff fand dann noch den Weg ins Tor und somit zum 26:24-Sieg.

„Ärgerlich war, dass wir zu Beginn des Spiels zu viele technische Fehler gemacht haben. Es fehlte irgendwie die Galligkeit. Thia fehlte uns auch in der ersten Halbzeit“, so Mai. Somit fehlte Lünen etwas die Durchschlagskraft. Hinzu kam die Chancenauswertung, die nicht optimal war. Lünen ließ bestimmt sechs, sieben klare Möglichkeiten aus.

Lüner SV: Schink/M. Krause – Lieneke (7), Koeppen, T.-C. S. (9), Hins (1), Püschel, Lohölter (1), Krause (1), , A. Schmidt (1), Verhasselt, Rempe (2), Dressler (3), Geisler

DJK Bösperde – VfL Brambauer 24:32 (12:13)

Und sie können es doch noch! Die Verbandsliga-Handballerinnen des VfL Brambauer sicherten sich im ersten Rückrundenspiel der Saison einen wichtigen 32:24-Sieg bei der DJK Bösperde und setzten im Abstiegskampf ein Ausrufezeichen. Die VfL-Frauen bleiben dank des Sieges auch an ihren Keller-Nachbarn dran.

Trainer Andre Schwedler hatte mächtig Grund zur Freude. Seine Mannschaft absolvierte ein starkes Spiel, vor allem nach der Pause. Großen Anteil an diesem Erfolg hatte dabei aber auch Sarah Bauer, die mit ihren 15 Toren beste Werferin des Spiels war. „Normalerweise hebe ich keine Spielerin hervor. Aber das, was Sarah abgeliefert hat, war richtig stark. Insgesamt hat die ganze Mannschaft aber hervorragend gekämpft, ist ruhig geblieben und hat nicht nachgelassen“, lobte Schwedler.

In Halbzeit eins waren beide Mannschaften auf Augenhöhe. Keines der beiden Teams konnte sich entscheidend absetzen. Das Spiel ging hin und her, mit einer hauchdünnen Führung für Brambauer nach dem Pausenpfiff.

Im zweiten Durchgang dann die ersten zehn Minuten ein Ebenbild der ersten Halbzeit: Beim 18:18 war der letzte Ausgleich (40.). Danach schaltete Brambauer einen Gang höher, deckte noch stärker in der Defensive und nutzte seine Chancen konsequent. Immer wieder von Bauer angetrieben, gelang dem VfL eine Führung. Zwischen der 40. und 50. Minute erzielte Brambauer eine Fünf-Tore-Führung, die es auch in den Schlussminuten weiter ausbaute. „Positiv war, dass wir eine Schüppe draufgelegt haben und die Köpfe zu keinem Zeitpunkt runter gingen“, so Schwedler.

VfL Brambauer: Jaschewski/Sindermann – Fleckstein (3), Rykowski (1), Holz (5), Sahage (1), Kost (2), Trippe (2), Leismann (2), Bauer (15/3), Lasshof (1/1), Bloeß

Landesliga 3
TV Brechten – VfL Brambauer 27:22 (12:11)

Dabei trat der VfL Brambauer erneut nicht in Bestbesetzung an. Dennoch gestaltete das Team von Trainer Björn Grüter die erste Halbzeit vollkommen ausgeglichen. In der Deckung stand Brambauer stark, ließ Brechten nur wenige Möglichkeiten. Überragend zeigte sich in den ersten 30 Minuten Keeper Manuel Welski, der viele freie Bälle parierte.

Durch die starke Defensivarbeit und Welski blieb der VfL Brambauer immer an Brechten dran. „Im Angriff haben wir uns aber ein bisschen schwergetan, was auch der wirklich guten Deckung von Brechten geschuldet war“, resümierte Grüter. Zur Pause ging der Gastgeber mit einer knappen 12:11-Führung in die Kabine.

Im zweiten Spielabschnitt musste Brambauer auf Niklas Sporbeck, der berufsbedingt nur eine Halbzeit auflaufen konnte, verzichten. Somit blieb Grüter erneut eine Möglichkeit weniger. „Wir haben uns auch nach der Pause im Angriff sehr schwergetan. Letztendlich hat Brechten auch aufgrund des Spielverlaufs am Ende auch verdient gewonnen“, zeigte sich Grüter als fairer Verlierer.

Mit dieser Niederlage bleibt der VfL Brambauer in der Tabelle im unteren Drittel. Aktuell belegt er Platz zehn, punktgleich mit dem Elften Wittener TV. Auf Schlusslicht HSG DJK Rauxel-Schwerin hat der VfL acht Punkte Vorsprung. Danach bleibt es weiter spannend: Die unteren Teams liegen teilweise nur einen beziehungsweise zwei Zähler entfernt. Am Sonntag, 26. Januar, geht es für den VfL Brambauer im Kellerduell beim ASC 09 Dortmund weiter. Dort benötigt Brambauer dringend einen Sieg.

VfL Brambauer: Welski – Richter (3), Sporbeck (2), L. Langmann (2), Ziepel (3), Eder (3/3), Kurt, Gärtner (1), Scheidereit, Pape (3), K. Maurer (5/3)

Bezirksliga Hellweg
TuSE Overberge – VfL Brambauer II 24:24 (11:10)

Bester Torschütze aufseiten der Brambaueraner war Patrick Strauch, der acht Treffer beisteuerte. Sein achter Treffer war auch gleichzeitig der letzte der Partie. „Wir sind vor allem in der Abwehr gut gestartet und haben gut gestanden. Es war zu Beginn ein ausgeglichenes Spiel. Wir nehmen aus Overberge einen verdienten Punkt mit. Es freut uns, dass wir vor Overberge bleiben. Es ist aber ärgerlich, da wir das Spiel auch hätten gewinnen können“, sagte Coach Dominik Schidlowski.

VfL Brambauer II: Tesch/M.Greinert - Abels, Surkamp, P. Strauch, Hövener, Scheidereit, D. Strauch, Hönscheid, Mroß, T. Greinert, Wessel, Gröning, Ziepel

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