Lüner SV wirft Neuzugang nach nicht einmal einen Monat raus

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Der Lüner SV hat einen seiner Spieler eineinhalb Wochen vor dem Saisonbeginn rausgeworfen. Der Rauswurf hängt unter anderem mit der Klatsche der Reserve gegen den Werner SC (1:9) zusammen.

Lünen

, 28.08.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als diese Redaktion die Nummer eines Spielers für eine Geschichte über ihn und seinen Kumpel wollte, fackelte Christian Hampel, Trainer des Lüner SV, nicht lange: „Den habe ich gestern rausgeschmissen. Die Nummer braucht ihr nicht mehr.“ Was war passiert?

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Am Dienstagabend testete die Bezirksliga-Reserve des Lüner SV gegen den Landesligisten Werner SC. Es hagelte eine deutliche 1:9-Klatsche. Doch eine schwache Leistung in diesem Spiel ist es nicht, die zum Rauswurf führte.

Denn Leistung konnte Justice Agyeman in diesem Spiel gar nicht bringen – er tauchte nämlich nicht auf. „Er war unabgemeldet nicht da, hat sich auch danach nicht gemeldet“, sagt Christian Hampel. Der Rauswurf sei noch ganz frisch. „Für mich ist die Sache aber erledigt.“

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Wiederholungstäter sei der 23-järhige Linksverteidiger nicht. Sein Trainingseifer ließ aber ebenfalls zu wünschen übrig. „So etwas bringt uns nicht weiter“, sagt der Trainer.

Justice Agyeman spielte ganze drei Wochen beim Lüner SV

Agyeman wechselte erst in der ersten Augustwoche 2020 zum Lüner SV, wo er bereits zwischen Januar und Juli 2017 kickte. In der Reserve absolvierte er damals vier Spiele. Bis Juli 2016 spielte Agyeman in der U17- und U19-Bundesliga für Borussia Dortmund und RW Essen. 2014 gewann er mit dem BVB die U17-Meisterschaft.

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Nach seiner Jugendzeit legte der Linksverteidiger eine halbjährige Pause zwischen Juli 2016 und Januar 2017 ein. Seine Stationen danach waren der Lüner SV II, VfB Hilden, SSV Hagen, SV Wacker Obercastrop und Westfalia Wickede. Ein lediglich dreiwöchiges Engagement ist für den Spieler nichts Neues.

Bereits im Winter 2020 trainierte Agyeman beim Lüner SV mit. Ein Wechsel hatte sich da aber aus Fitnessgründen zerschlagen. Bei der Verpflichtung Anfang des Monats sagte Hampel über den Spieler: „Sein Fitnesszustand ist deutlich besser als im Winter.“ Die Einstellung war es dafür wohl nicht.

Trainer täuschte sich in seinem Eindruck

Die war bereits in den vergangenen Jahren nicht Agyemans Steckenpferd. Bei keiner seiner Stationen blieb er länger als ein Jahr. Im Interview zum Antritt seines Neuzugangs sagte Hampel noch: „Er hat es ein bisschen schleifen lassen.“ Der Spieler habe aber den Eindruck hinterlassen, wieder richtig angreifen zu wollen. Das war wohl eine Fehleinschätzung.

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