Lüner Testspiel-Derby geht Remis aus - „Das Ergebnis ist ein Witz“

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Zufriedenheit im Königreich Wethmar, Nachdenklichkeit am Schwansbeller Schloss. Das Testspielderby zwischen dem Lüner SV und dem TuS Westfalia Wethmar ging Unentschieden aus.

von Bernd Janning, Dirk Buschmann

Lünen

, 12.08.2020, 10:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein hochverdientes 1:1 erkämpfte sich Bezirksligist Westfalia Wethmar in der Schwansbell-Kampfbahn des Westfalenligisten Lüner SV - und das, obwohl die Löwen über 90 Minuten klar feldüberlegen waren. Größtes Manko des LSV war die Chancenverwertung.

Große Leckerbissen konnten die knapp 100 Zuschauer von Beginn an nicht erwarten. Wethmar agierte vom Anstoß weg so zurückhaltend, wie es sich für zwei Klassen tiefer spielende Gäste geziemt. Die Hausherren testeten vorrangig ihre Neuzugänge - bis auf Felix Rudolf, der als Spielgestalter und Ballverteiler agierte, Kapitän Daniel Mikuljanac und Amer Masic spielten die Neulinge.

Rudolf findet Frenzel

Die Rot-Weißen drängten von Beginn an nach vorn, wobei die linke Seite mit Can Demircan und Rückkehrer Justice Agyeman etwas besser gefiel.

Wethmar stellte die Räume zu und ließ die Gastgeber nur selten ihr Kombinationsspiel aufziehen - die wenigen Pässe von der Torlinie in den Rücken der TWW-Abwehr wurden zumeist abgefangen. Ein einziges Mal fand ein Steilpass von Felix Rudolf den Weg die kleine Lücke, schon war Luca Frenzel davon und überspielte Wethmars Torwart Florian Fischer zur 1:0-Halbzeitführung.

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In der Folgezeit und auch nach dem Seitenwechsel (Wethmar hatte Dennis Anderson für Alex Podszuck gebracht, Ricardo Ribeiro ersetzte Demircan beim LSV) erspielte sich der LSV einige sehr gute Torchancen, doch entweder pfiff der Ball am Tor vorbei oder TWW-Keeper Fischer war auf dem Posten.

Fischer, lange im Tor der Lüner, freute sich als Keeper der Wethmarer: „Ein toller Naturrasen. Egal ob das Spiel 0:1, oder anderes ausgegangen wäre. Wir hatten eine optimale Chancenauswertung!“

Denn: Quasi aus dem Nichts erzielte Wethmar den Ausgleich: Ein Steilpass weit aus der eigenen Hälfte erreichte Lucas Zimmermann, dieser umkurvte den frisch vom KF Sharri Dortmund verpflichteten Keeper Egzon Jusufi.

Der Faden der Partie reißt

Drei Wechsel bei Wethmar und zwei beim LSV in der 61. Minute ließen den Faden reißen, die Partie verflachte zunehmend. Gegen Ende wirkten die Gäste sogar frischer und als der zunehmend ideenloser agierende LSV, der vor allem nach Freistößen gefährlich wurde.

LSV-Coach Christian Hampel beklagte die Chancenverwertung: „Das Ergebnis ist ein Witz, wir hätten mindestens 5:1 gewinnen müssen!“ Wethmars Co-Trainer Benjamin Fasse, in Vertretung von Steven Koch, war hochzufrieden: „Natürlich hätte der LSV gewinnen müssen, aber wir haben läuferisch ein Super Spiel gemacht, wenig zugelassen, und sind als Mannschaft gut aufgetreten.“

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