Lüner Urgestein Franz-Ludwig Dopp ist tot

Franz-Ludwig Dopp

Viele Jahre war er ein Gesicht der Lüner Fußballszene: Franz-Ludwig Dopp. Am Dienstag ist der „Lenker und Denker“ beim SV BW Alstedde gestorben. Die Lüner Fußballwelt trauert.

von Patrick Schröer, Bernd Janning

Alstedde

, 27.06.2019 / Lesedauer: 3 min
Lüner Urgestein Franz-Ludwig Dopp ist tot

Franz-Ludwig Dopp ist tot. © Günther Goldstein

Franz-Ludwig Dopp ist tot. Der 84-Jährige starb am Dienstag, 25. Juni, nach langem Leiden. Der SV BW Alstedde, dem Dopp viele Jahre angehörte, hat sich am Donnerstag auf seiner Facebook-Seite zum Tod von Dopp geäußert.

„Mit Franz-Ludwig (84) verliert BW Alstedde einen Lenker und Denker, der den Verein stets im Herzen trug. Über Jahrzehnte hielt Franz-Ludwig seinem Verein die Treue und übernahm zahlreiche Verpflichtungen. Zu seinen großen Verdiensten für BW Alstedde zählen auch der Bau der Flutlichtanlage und des Vereinsheims am Fußballplatz, die unter seiner Regie realisiert wurden. Doch trauern wir nicht nur um ein wertvolles Vereinsmitglied, sondern auch um einen Freund, der trotz aller Verpflichtungen auch gern die Geselligkeit pflegte. Alle Blau-Weißen werden Dich und den sonntäglichen Ruf „Spiel lang!“ vermissen. Wir werden den Verein in Deinem Sinne weiterführen“, schreiben die Blau-Weißen bei Facebook.

Ehrenvorsitz bei BW Alstedde

Dopp begann 1951 seine Zeit bei den Alsteddern. 1971 stieg er mit den Blau-Weißen in die Bezirksliga auf, zudem war er von 1961 bis 1986 Fachschaftsleiter der Fußballabteilung. „Seit 1965 bekleidete er zusätzlich das Amt des Geschäftsführers des Gesamtvereins, auch für die Bereiche Turnen, Basketball und später Tennis. Seit Ende der 90er Jahre war Franz-Ludwig Dopp Ehrenvorsitzender des SV Blau-Weiß Alstedde Fußball“, schreibt der Verein weiter.

Uhrmacher aus Münster

Ursprünglich stammt Dopp aus Münster. Von dort aus kam seine Familie mit acht Kindern zur Großmutter nach Lünen an die Alstedder Straße, wo seine Frau Ursula noch heute wohnt. Die Schulbank drückte Dopp in den „Hummelknäppen“, im heutigen Kinderhaus. Es folgten die Uhrmacherlehre in Münster, die Gesellenzeit bei Schumacher, später Brückner, in Lünen. 1981 eröffnete er als Meister sein eigenes Geschäft mit Uhren, Schmuck. Pokalen und Lotto-Annahme in Alstedde.

Mitglied der Spruchkammer

Ab 1992 war der Alstedder Mitglied der Spruchkammer des damaligen Fußballkreises Lüdinghausen. Sein Verein und der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen belohnten sein Engagement mit der Silber- und der Goldnadel, der Verband mit der Silbernen Verdienstnadel. Dem Vorstand des Stadtsportverbandes (SSV) gehörte er von 1975 bis 1990, dem Jugendvorstand dort bis 1983 an. Ab 1990 war er SSV-Sportwart. Auch beim SSV wurde ihm mit Silber- und Goldnadeln gedankt.

Die Heilige Messe ist am Montag, 1. Juli, um 10 Uhr in der St. Marien-Kirche. Anschließend findet die Beerdigung auf dem Katholischen Friedhof an der Alstedder Straße statt.

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