Mario Lindner (31) nach Alstedde-Niederlage: „Wir wissen, was wir falsch gemacht haben“

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Kapitän Mario Lindner bezieht nach der unglücklichen Auftaktniederlage in die Fußball-Bezirksliga Stellung und erklärt, warum er das 3:4 zwei Tage später gar nicht mehr als so schlimm empfand.

Alstedde

, 10.09.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Fußballtrainern ist wichtig, dass die Jungs „positiv“ sind: positiv im Kopf, positiv auf Fußball eingestellt - die optimistische Haltung soll zusätzlichen Auftrieb geben. Mario Lindner lebt das bei BW Alstedde vor.

Der 31-Jährige führte BWA am Sonntag als Kapitän zurück auf die Bezirksliga-Bühne. Nach der 3:4-Niederlage gegen den Aufsteiger Königsborner SV steckt Lindner den Kopf nicht in den Sand. Er geht voran und hatte am Dienstag bereits neuen Mut geschöpft.

„Wir wissen, was wir falsch gemacht haben“, sagte Mario Lindner. Natürlich sei die Niederlage ärgerlich gewesen, aber viel Zeit in Trauer investiert Lindner nicht. „Wir haben Lehrgeld bezahlt“, weiß er, „aber ich bin überzeugt, dass es besser ist, wenn man es jetzt zahlt. Es wird uns hinten raus in der Saison weiterbringen.“ Lindner klingt überzeugt. Man möchte ihm nicht widersprechen.

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Zwei Tage nach der Niederlage, also mit etwas Abstand, sah er das Spiel anders als noch kurz nach dem Schlusspfiff. „Wenn man es sacken lässt, ist es nicht mehr so schlimm. Das Spiel hätte bei anderem Verlauf auch ein 5:4 für uns hergegeben“, sagte Lindner.

Gerade in der ersten Halbzeit sei BWA am Drücker gewesen. Nach dem frühen Rückstand in der zweiten Minute (Lindner: „Da waren wir noch nicht in der Bezirksliga“) hätte Alstedde seiner Meinung nach mehrfach treffen müssen. Drei Tore zur Pause hätten es mindestens sein müssen. Stattdessen ging es mit einem 1:1 in die Kabine.

Mario Lindner: „Feuerwerk abgefackelt“

Und wie wird das besser? „Indem man weiter an sich arbeitet“, antwortete der Kapitän des ersten Spieltages. Drei verschiedene Spieler hatten drei hochkarätige Chancen versiebt. „Wenn sie das nächste Mal auf das Tor zulaufen, werden sie es besser machen und machen ihn rein“, sagte Lindner. Defensiv, wenn die ganze Mannschaft im Verbund mitarbeiten muss, sei das schon schwieriger als bei individuellen Aktionen. Dass Alstedde die Fehler abstellen kann, davon ist Lindner überzeugt.

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Er ist optimistisch: „Wir haben in der ersten Halbzeit ein Feuerwerk abgefackelt.“ Das habe Lindner richtig Spaß gemacht - kein Grund also für Trübsal, sondern ein Spiel, auf dem man aufbauen kann. Jeder im Kader sei gewillt, Spiele zu gewinnen. Abhaken. Lernen. Nach vorne gucken.

Am Ende der Saison werde sich Alstedde über diese Niederlage nicht mehr allzu sehr ärgern, ist sich Lindner sicher. Denn: „Wir sind kein normaler Aufsteiger. Im Vergleich zu anderen Mannschaften denke ich, dass wir uns im Mittelfeld, vielleicht auch im oberen Mittelfeld wiederfinden werden.“

Das gelte im Übrigen auch für Königsborn - dass beide Teams vergangenes Jahr in unterschiedlichen Kreisligen aufgestiegen sind, sollte man daher nicht zu hoch hängen.

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