Michael Schlein muss beim VfB Lünen gehen

Bezirksligist trennt sich von Trainer

Michael Schlein ist nicht mehr Trainer des Fußball-Bezirksligisten VfB 08 Lünen. Das hat am Dienstag Fußball-Vorsitzender Udo Wiemer bestätigt. Ausschlaggebend für die Trennung nach zweieinhalb Jahren sei die sportliche Situation des Aufsteigers. Das Team ist zur Winterpause Tabellenvorletzter. Der Rückstand aufs rettende Ufer beträgt drei Zähler.

LÜNEN-SÜD

, 12.01.2016, 17:56 Uhr / Lesedauer: 2 min
Michael Schlein packt ein: Bezirksligist VfB 08 hat sich vom Trainer getrennt.

Michael Schlein packt ein: Bezirksligist VfB 08 hat sich vom Trainer getrennt.

"Wir haben zehn Punkte aus 15 Spielen. Das ist nicht prickelnd", sagt Wiemer. Nach Gesprächen mit der Mannschaft und dem Trainerteam sei die Entscheidung getroffen worden. Mit Schlein muss auch der zweite Co-Trainer Sascha Kusserow gehen. Beim ersten Co-Trainer Christian Kwiatkowski gebe es noch keine Tendenz, so Wiemer. Kwiatkowski bestätigte am Dienstagabend jedoch, ab sofort weder als Co-Trainer, noch als Spieler zur Verfügung zu stehen. "Bis zum Sommer mache ich auf jeden Fall Pause", so der 33-Jährige.

Zur Nachfolge Schleins wollte Wiemer am Dienstagnachmittag noch keine Stellung beziehen. "Wir möchten zunächst die Mannschaft informieren", sagt er. Die Entscheidung ist nach Informationen dieses Medienhauses aber bereits gefallen. So wird Steven Koch, bisher Coach der B-Liga-Reserve, den abstiegsbedrohten Bezirksligisten übernehmen. Unterstützung soll er durch den Sportlichen Leiter Andreas Roch erfahren. "Dazu kann ich noch nichts sagen", äußerte sich Koch zunächst.

Nur ein Neuzugang

"Sportlich gesehen, kann ich die Trennung verstehen", sagt Schlein, der am Mittwoch seinen 38. Geburtstag feiert. Im Sommer sei aus beruflichen Gründen sowieso eine Auszeit vom Trainerjob geplant gewesen. "Ich hätte mich aber natürlich gerne anders verabschiedet." Schlein ist überzeugt: "Es wäre schwierig geworden. Den Klassenerhalt hätte ich aber geschafft." Jetzt seien "die Jungs in der Pflicht".

Schlein, Kwiatkowski und Kusserow hätten den Kader in der Winterpause gerne verstärkt. "Vor allem auf der Sechs und in der Innenverteidigung wäre das nötig gewesen", so Schlein. Sein Team hatte in 15 Partien satte 49 Treffer kassiert. Einziger Winterneuzugang ist allerdings Mittelstürmer Dennis Wagner (zuletzt SG Selm).

Der frühere Spieler, Kapitän, Co-Trainer und Cheftrainer der Süder werde dem Klub aber erhalten bleiben. "Ich gehe nicht im Bösen. Wir haben den Verein mit nach vorne gebracht in Lünen", so Schlein. "Die Heimspiele werde ich mir sicher weiter anschauen." Auch bei den Altherren wolle er aktiv bleiben. Die Bewirtung des Klubheims, für das Schlein zusammen mit seiner Frau Steffi verantwortlich ist, werde "im Dezember definitiv" enden.

Co-Trainer Kusserow sieht seinen Abschied "entspannt. Ich bin damals nur Michael zuliebe eingestiegen." Im zweiten Jahr gelang dem Duo mit Kwiatkowski gleich der Aufstieg in die Bezirksliga. Kusserow werde seine Arbeit als Vorsitzender des VfB-Fördervereins fortsetzen. Kapitän Marius Mantei betonte, es habe "menschlich weiterhin gepasst. Teile der Mannschaft bedauern das sehr." Aber: "Wir wollen auf keinen Fall absteigen. Und es musste sich wohl etwas verändern."

Lesen Sie jetzt