Nach zweiwöchiger Quarantäne: Ich hätte auf den Kreispokal verzichtet

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Zwei Wochen war die erste Mannschaft des SV Preußen Lünen nach einem Corona-Fall in Quarantäne. Mit nur einer Trainingseinheit geht es nun direkt in den Kreispokal.

Horstmar

, 07.10.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Montag durften die Spieler und Verantwortlichen der ersten Mannschaft des SV Preußen Lünen ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Die zweiwöchige Quarantäne, die wegen eines Coronafalls innerhalb der ersten Mannschaft, verordnet war, ist nun vorüber.

Am Dienstagabend stand für die Preußen die erste Trainingseinheit an, bereits am Mittwoch folgt gleich das erste Pflichtspiel. Im Kreispokal des Fußballkreises Dortmund gegen den TuS Holzen-Sommerberg (19 Uhr, Heinrich-Pieper-Str., Dortmund).

Vorbereitung auf die Meisterschaft

„Man kann sich ja für den Pokal anmelden und wenn wir das tun, ist das für uns auch eine ernste Sache“, erklärt Stefan Urban, Trainer des A-Ligisten. Doch er schränkt auch gleich ein, dass es kein normales Spiel sein wird, da er und sein Team in den vergangenen beiden Wochen überhaupt nicht trainieren und sich vorbereiten konnten.

„Ich sehe das eigentlich als Pokalspiel und erstmal nicht als Trainingseinheit“, sagt Urban. Dennoch möchte er das Spiel in der ersten Runde des Kreispokals nicht zu hoch ansiedeln: „Für uns sehe ich das als guten Test nach zwei Wochen. Wir wollen das Beste abliefern und nach zwei Wochen ist das eine gute Vorbereitung auf das Spiel am Sonntag.“

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Dann geht es für die Preußen nämlich gegen den VfL Kemminghausen II. Dieser hatte vergangenen Sonntag die Reserve des BV Brambauer mit 4:2 geschlagen. Urban würde deshalb am Sonntag gerne die ersten drei Punkte holen und erachtet diese als wichtiger, als das Pokalspiel.

Im Training wird er seine Jungs derweil zwar fordern, aber es auch nicht anders machen als zuvor. „Ich werde die Jungs nicht über den Platz jagen und zwei Wochen Rückstand aufholen. Wir sind kein Profi-Kader“, stellt Urban klar.

Urban hätte auf den Kreispokal während Corona verzichtet

Dennoch sieht er das Kreispokalspiel am Mittwoch gegen den TuS Holzen-Sommerberg etwas zwiegespalten. „Nachdem wir jetzt mit Corona in Kontakt kamen, ist das schon etwas anderes“, erklärt Urban, der es auch nicht sonderlich prickelnd findet, gleich gegen ein Team aus der anderen A-Liga-Staffel zu spielen. „Ich hätte in der Corona-Zeit auf den Kreispokal verzichtet“, sagte er.

Abschenken wird der SVP die Partie aber definitiv nicht: „Von dem, was wir zur Verfügung haben, da wird auch das Beste spielen.“

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