Nicht alle Lüner Sportvereine planen schon neue Termine für abgesagte Jahreshauptversammlung

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Durch die erneuten Lockerungen können die Lüner Sportvereine ihre abgesagten Jahreshauptversammlungen nachholen. Doch nicht alle betroffenen Klubs machen von dieser Möglichkeit auch Gebrauch.

Lünen

, 21.06.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In einigen Lüner Sportvereinen stand in der ersten Hälfte des Jahres die Jahreshauptversammlung auf dem Plan. Doch nicht alle Klubs hatten das Glück, die Veranstaltung auch durchführen zu können. Denn aufgrund des Coronavirus wurden durch die Maßnahmen des Landes NRW ab Mitte März große Ansammlungen von Menschen untersagt. Somit waren die Treffen der Sportvereine gestrichen, da sich dort oftmals bis zu 70 Leute in einem Raum aufgehalten hätten. Nun gelten aber seit Montag (15. Juni) neue Lockerungen, die es den Klubs wieder ermöglichen, ihre Mitglieder für abgesagte und verschobene Jahreshauptversammlungen einzuladen.

Diesen Plan setzt auch der VfL Brambauer in die Tat um. Die eigentlich im April stattgefundene Sitzung ist nun auf Ende August verschoben. Neue Einladungen brauchte der Sportverein nicht schreiben, erklärt Geschäftsführer Jens Lüke. „Nur das Datum muss geändert werden.“ In der Handballhalle in Lünen soll dann die Veranstaltung ausgetragen werden. Zuvor werden auf der Tribüne die Sitze so abgeklebt, dass man zwei Meter Abstand zwischen den einzelnen Personen hat. 50 bis 70 Teilnehmer erwartet Lüke in etwa. „Wir stellen aber lieber 10 bis 15 Plätze mehr zur Verfügung, zur Sicherheit.“ Auf der Spielfläche wird dann der Vorstand an Tischen mit genügend Abstand sitzen.

Kaum Planung für Versammlung nötig

Auch für die Desinfektion ist gesorgt, denn Hygienespender stehen so oder so schon in der Halle, da dort auch wieder das Training der Handballer beginnt. Der Ablauf der Veranstaltung bleibt durch die besonderen Maßnahmen gleich. Nur das Händeschütteln nach den Wahlen muss natürlich ausbleiben. Falls die Lockerungen wieder zurückgenommen werden sollten und damit auch die Jahreshauptversammlung abgesagt wird, würde beim VfL Brambauer nicht viel Planung verloren gehen, so Lüke.

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Indirekt war auch die Jahreshauptversammlung der SG Gahmen betroffen von den Maßnahmen des Landes NRW. Im März stand diese nämlich bei dem Kreisligisten im Kalender. Umzusetzen war die Veranstaltung in üblichen Art und Weise nicht, sondern nur in abgespeckter Form. „Viele wollten abwarten und waren sich unsicher“, erklärt der Vorsitzender Ibrahim Ünal. Bald soll es aber Gespräche geben, in denen geklärt wird, wann genau die Versammlung mit allen wichtigen Punkten abgehalten werden kann.

Trainingsbetrieb aktuell wichtiger

Nicht alle Sportvereine haben sich schon an die Planung für eine „neue“ Jahreshauptversammlung gesetzt. Der Volleyballvorstand des Lüner SV will die Sitzung voraussichtlich im Herbst nachholen, ein festes Datum steht aber noch nicht fest. Anfang April hätte die Veranstaltung normalerweise stattfinden sollen, auf der Tagesplanung standen zum Glück keine wichtigen Dinge. „Wir hatten unsere Wahlen beispielsweise schon im vergangenen Jahr“, erklärt Vorsitzender Martin Lehnhoff.

Ähnlich sieht im Vorstand der BG Lünen aus. Klare Überlegungen für die absagte Jahreshauptversammlung im Mai gebe es nicht. Aktuell würden die Verantwortlichen vorsichtig sein, was der Kontakt zu vielen Menschen angeht, denn am Ende liege die Haftungsfrage beim Verein selbst. „Wir hatten auch mal mit dem Gedanken gespielt alles online umzusetzen, aber Präsenzveranstaltungen sind uns doch lieber“, so Simone Kissing, Vorsitzende des Vereins. Die Option einer virtuellen Sitzung wurde durch Gesetzesgeber mittlerweile ermöglicht. „Wir kümmern uns gerade aber eher um den Trainingsbetrieb. Das ist wichtiger“, erklärt Kissing abschließend.

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