Preußen Lünen ist das Überraschungsteam der Liga - dem Klub ist noch eine Menge zuzutrauen

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Fußball-A-Ligist SV Preußen Lünen spielte nach dem Umbruch im Sommer eine klasse Hinrunde. Auch wenn es wohl nicht für ganz oben reichen wird, ist dem Team noch einiges zuzutrauen.

Lünen

, 25.11.2019, 06:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Die Hinrunde ist in den meisten heimischen Amateur-Fußballligen beendet. Zeit, um auf die Leistungen der Lüner Vereine zu blicken, ihre Stärken und Schwächen zu beleuchten. Wir machen den Hinrundencheck. Jetzt an der Reihe: Das Überraschungsteam SV Preußen, für das in der Kreisliga A sogar der zweite Tabellenplatz möglich scheint.

Aktuelle Lage: Der SV Preußen 07 Lünen hat in der Hinrunde alle Erwartungen weit übertroffen. Die Horstmarer stehen mit 25 Punkten aus 14 Spielen auf Rang fünf - auf Tuchfühlung mit dem zweiten Tabellenplatz. Zwar spielte die Mannschaft vom Alten Postweg bereits eine überaus starke Rückrunde in der vergangenen Saison. Doch die 07er haben im Sommer einen großen Umbruch vollzogen. Viele Leistungsträger haben den Klub verlassen. Das neue Trainer-Duo Stefan Urban und Kevin Rehkopp hat aus vielen jungen Spielern binnen kürzester Zeit eine schlagkräftige Truppe geformt, die viele Spitzenmannschaften ärgern konnte. Nach dieser Hinserie kann man mit gutem Gewissen auch den SVP zur Spitzengruppe zählen.

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Stärken: Der SV Preußen zeigt Teamspirit. Die Mannschaft ist zu einem Team zusammengewachsen, das den Namen verdient. Und das hat Auswirkungen auf die sportliche Leistung auf dem Platz. In den meisten Fällen präsentiert sich die Urban-Elf motiviert und spritzig. Angesichts des jungen Durchschnittsalters darf man auch die Zweikampfstärke der Preußen nicht außer Acht lassen. Gleichzeitig stellt der SVP das zweitfairste Team der Liga.

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Baustellen: Die jungen Spieler der Horstmarer hadern noch zu oft mit sich selbst - gerade wenn es einmal nicht so läuft, wie man es sich vorgestellt hat. Zudem scheinen die Preußen noch Schwierigkeiten damit zu haben, in der Favoritenrolle zu sein. Gegen Kemminghausen II oder auch zuletzt gegen Husen-Kurl hätte man keine Punkte abgeben müssen.

Beste Partie der Hinrunde: Die Horstmarer glänzen in Spielen gegen Top-Gegner und in Derbys, was in den meisten Fällen auf dasselbe hinaus läuft. Sowohl beim 1:1 gegen den VfB Lünen zum Auftakt als auch beim 0:2 gegen Spitzenreiter Alstedde vor wenigen Wochen spielte Horstmar stark. Das stärkste Spiel war jedoch wohl das Heimderby gegen die SG Gahmen. Zweimal führte der SVP, hätte sogar die Führung ausbauen müssen. Das 2:2 in der fünften Minute der Nachspielzeit war mehr als ärgerlich.

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Schlechteste Partie der Hinrunde: Es wäre naheliegend das 1:6 gegen den SF Brackel zu nennen. Doch gegen ein Topteam darf sich eine neu formierte, junge Mannschaft zu so einem so frühen Zeitpunkt einen Ausrutscher am zweiten Spieltag leisten. Viel enttäuschender war dagegen das 2:3 zuletzt gegen Husen-Kurl. Selten hat man Coach Urban so wortkarg erlebt, wie nach dieser Niederlage. Kein Spieler zeigte Normalform. Zudem versauten sich die Horstmarer selbst ausgerechnet gegen ein Team aus dem Tabellenkeller einen runden Abschluss einer gelungenen Hinrunde.

Bester Torjäger: Auf Maik Frenzel ist vorne Verlass. 14 Mal netzte der Preuße bereits ein und ist damit drittbester Goalgetter der Liga.

Spieler der Hinrunde: Bei der Preußen-Elf hat man die Qual der Wahl. Vorne sind Maik und Luca Frenzel treffsicher. In der Innenverteidigung entpuppte sich Neuzugang Sebastian Pommerin als stabiler Anker. Als einen Spieler der Hinrunde kann man allerdings Torwart Sascha Südmeyer sehen. Eigentlich stand Südmeyer zum Saisonbeginn eher im Hintergrund. Mit Marcel Möller, Marvin Lee Schack und Steven Vajnbeger hatte der SVP drei Keeper. Doch der Rückzug von Vajnberger und die Verletzung von Möller und Schack brachten Südmeyer zwischen die Pfosten. Mit starken Leistungen hat Südmeyer den Horstmarern oft geholfen. Möller wird es nach seiner Verletzung schwer haben, die Nummer eins zurückzuerobern.

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Ausblick und Prognose: Der SV Preußen hat vor der Winterpause noch zwei schwere Spiele gegen den VfB Lünen und die SF Brackel. Holen die Horstmarer zwei Punkte oder mehr - das wäre besser noch als in den Hinspielen - ist ihnen einiges zuzutrauen. Für den zweiten Tabellenplatz wird es aber wohl nicht reichen. Wenn das Team zusammenbleibt und Erfahrung gewinnt, wird die Urban-Elf in der Saison 2020/21 zu den Aufstiegsfavoriten gehören.

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