'Ralli' Weinberger - Zwölf Jahre für Oberaden

Sportlerporträt

OBERADEN Noch zwei Monate müssen sich Spieler und Zuschauer gedulden, ehe in den Handballligen die neue Saison angepfiffen wird. Einer befindet sich derzeit zum zwölften Mal mit demselben Verein mitten in der Vorbereitung. Er ist durch seine langjährige Vereinstreue beim SuS Oberaden zur Identifikationsfigur schlechthin geworden: Trainer Ralf Weinberger. Ein Porträt.

von Von Mats Roth

, 15.07.2009, 11:06 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als absolutes Highlight seiner Trainerlaufbahn bei den Grün-Weißen erinnert sich Weinberger natürlich an den Oberligaaufstieg in der Saison 2006/07. „Vor allem das

war damals entscheidend. Wir waren eine Mannschaft, die über Jahre hinweg gereift ist und mannschaftlich einfach sehr stark war“, spricht der Coach gar von einer kleinen Ära. Die Oberliga erwies sich nach einer Saison zwar als eine Nummer zu groß, mithalten konnte die Weinberger-Sieben dem Niveau aber dennoch. Erst am letzten Spieltag stand im April 2007 der Abstieg fest. Nach den Wechseln einiger Stammspieler (Björn Grüter, Thomas Vogel) sowie den berufs- und verletzungsbedingten Ausfällen anderer (Mario Schmidt, Christian Eickmann) mussten sich die SuS-Verantwortlichen in der letzten Saison mit einem Mittelfeldplatz begnügen.Seine Grün-Weißen Oberadener werden in der kommenden Spielzeit somit erneut in der Verbandsliga auf Punktejagd gehen. Wie schon in der vergangenen Saison wurde der Kader nach den Abgängen der Eckpfeiler Sebastian Pohl und Stefan Vogel umgebaut, Oberaden will sich jetzt erneut als Talentschmiede erweisen, nicht zuletzt dank der prägenden Arbeit ihres Trainers. In den vergangenen Jahren profitierten davon Spieler wie Alexandros und Nikolaos Katsigiannis. Letzerer gab vor wenigen Wochen sein Länderspieldebüt für die deutsche Nationalmannschaft.

Seine jetzige Mannschaft sieht Weinberger als „entwicklungsfähig und mit Potenzial ausgestattet“. Sie zusammenzuführen und sie als eine Einheit zu formen, das ist für Oberadens Coach die Hauptaufgabe der kommenden Monate: „Entscheidend wird für uns sein, ob wir die Abgänge kompensieren können. Ich glaube aber fest daran, dass wir entsprechenden Ersatz gefunden haben“, so der 49-Jährige. Dabei verweist er auf die Neu-Oberadener Till Schnabel und Alexander Ruby sowie den reaktivierten Marcus Salzmann. Insbesondere von seinem „Oldie“ Salzmann, mit dem Weinberger schon jahrelang erfolgreich zusammengearbeitet hat, ist der Handballlehrer überzeugt: „Er geht die Sache mit viel Ehrgeiz an und wird eine Art Leitfigur in unserem Spiel werden."

Nach dem Aufstieg des letztjährigen Meisters ASV Hamm II sowie dem sportlichen Einbruch des zweiten Hammer Vereins, SC Eintracht Heessen, schätzt „Ralli“ Weinberger die kommende Verbandsliga mit ihren 14 Mannschaften dennoch nicht einfacher ein. „Das Gegenteil ist der Fall. Die Liga ist ausgeglichener. Einige Teams haben sich gut verstärkt“. 

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