Retter und Meistermacher des Lüner SV: Christian Hampel wird 50

Fußball

Christian Hampel und der Lüner SV haben eine lange gemeinsame Vergangenheit. 1999 wechselte er als Spieler zum LSV, mehr als 20 Jahre später feiert er seinen 50. Geburtstag als Coach der Schwansbeller.

von Bernd Janning

Lünen

, 27.04.2020, 15:32 Uhr / Lesedauer: 2 min
An diesem Montag 50 Jahre jung: LSV-Coach Christian Hampel, hier im Dezember bei den Lüner Hallenfußball-Stadtmeisterschaften.

An diesem Montag 50 Jahre jung: LSV-Coach Christian Hampel, hier im Dezember bei den Lüner Hallenfußball-Stadtmeisterschaften. © Timo Janisch

Am heutigen Montag (27. April 2020) feiert der Fußballer Christian Hampel seinen 50. Geburtstag. Schon mehrfach war er für den Lüner SV aktiv - als Retter und als Meistermacher.

In der Jugend spielte er bei Borussia Dortmund und bei der SG Wattenscheid, wo er schon als A-Jugendliche bei den Senioren auflief. Es folgten drei Jahre bei Westfalia Herne, sieben beim Oberligisten Oestrich, zusammen mit den späteren LSVern Andreas Bolst und Trainer Mattukat, und ein gutes Jahr beim VfB Westhofen.

In der Saison 1999/00, seinem ersten Jahr bei den Rot-Weißen, wurde er mit dem Team Meister der Westfalenliga und stieg in die Oberliga auf. Zu diesem Erfolg steuerte der Vollblutstürmer eineinhalb Dutzend Treffer bei.

In seiner aktiven Zeit stürmte Christian Hampel auch selbst für den Lüner SV.

In seiner aktiven Zeit stürmte Christian Hampel auch selbst für den Lüner SV. © Archiv

Ähnlich erfolgreich war er in drei der vier Oberliga-Jahren, die er in der Kampfbahn Schwansbell verbrachte. Sein drittes Jahr war für die da schon kränkelnden Löwen das wichtigste. Ex-Profi und Coach Frank Schulz musste nach der 2:3-Niederlage bei seinem Ex-Verein, dem Tabellenletzten Westfalia Herne, gehen. Hampel übernahm als Spielertrainer vom 5. bis 19. März 2003. Dann wurde er von Ex-Profi Gerd Roggensack - „Zick-Zack-Roggensack“ - abgelöst. Dieser gab früh auf, Hampel übernahm wieder als Spielertrainer und rettete den LSV vor dem Abstieg.

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Hampel wechselte zum SSV Hagen, Lünen stieg ab. Im Januar 2005 zog es ihn für ein halbes Jahr zum ASC Dortmund. Bis Juni 2006 war er als Spielertrainer beim SV Sodingen aktiv, dann in gleicher Position bei Borussia Dröschede am Ball.

Im Jahr 2007 trainierte Christian Hampel Borussia Dröschede.

Im Jahr 2007 trainierte Christian Hampel Borussia Dröschede. © Archiv

Im Juli 2010 wurde er wieder Trainer des Lüner SV, der inzwischen bis in die Bezirksliga abgestürzt war. Nach Platz zwei im ersten Jahr folgten im zweiten Meisterschaft und Rückkehr in die Landesliga.

Autor Bernd Janning (l.) überreicht LSVler Samir Zulfic 2011 die Torjägerkanone. Auch Coach Christian Hampel (r.) freut‘s.

Autor Bernd Janning (l.) überreicht LSVler Samir Zulfic 2011 die Torjägerkanone. Auch Coach Christian Hampel (r.) freut‘s. © Archiv

Als er bei den Lünern die Saison 2013/14 mit drei Niederlagen in den ersten drei Spielen mit einem klassischen Fehlstart begann, musste er am 6. September 2013 gehen. Mario Plechaty übernahm. Schon am 11. September heuerte er beim Westfalenliga-Konkurrenten FC Iserlohn an. Mit dieser Saison kehrte Hampel zum LSV als Sportlicher Leiter zurück, übernahm dann nachdem Rücktritt von Marc Woller am 16. September 2019 auch wieder das Traineramt.

Im Jahr 2012 lief Christian Hampel (r.) noch einmal in einem Pflichtspiel für den LSV auf: Der damalige Landesligist ließ B-Ligist Grün Weiß Kley nicht den Hauch einer Chance und setzte sich im Kreispokal 18:0 durch. LSV-Coach Hampel spielte über knapp 40 Minuten und netzte auch gleich zweimal ein.

Im Jahr 2012 lief Christian Hampel (r.) noch einmal in einem Pflichtspiel für den LSV auf: Der damalige Landesligist ließ B-Ligist Grün Weiß Kley nicht den Hauch einer Chance und setzte sich im Kreispokal 18:0 durch. LSV-Coach Hampel spielte über knapp 40 Minuten und netzte auch gleich zweimal ein. © Goldstein (Archiv)

Hampel krempelte die Mannschaft um, schuf Platz für jüngere Spieler. Gianluca Reis und Felix Rudolf schafften schon den Durchbruch, wie auch der inzwischen zurückgekehrte Talha Temur.

Chance für Youngster beim Lüner SV

Jetzt bekamen drei weitere Youngster ihren Vertrag, haben damit die Chance, in der Westfalenliga-Elf um einen Stammplatz zu kämpfen. Mittelfeldler Dzanan Mujkic vom Oberligisten ASC Dortmund, Rückkehrer und Innenverteidiger Amer Masic aus der Landesliga-A-Jugend des VfB Waltrop und Stürmer Luca Frenzel vom A-Ligisten SV Preußen.

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