Robin Möller ist zurück beim TuS Westfalia Wethmar - dank eines Treffens beim Bäcker

hzTuS Westfalia Wethmar

Am Sonntag stand bei dem Bezirksligisten TuS Westfalia Wethmar ein neuer Name auf dem Spielbericht. Aber unbekannt war der Akteur nicht. Robin Möller (36) schnürt wieder die Fußballschuhe.

von Niklas Dvorak

Wethmar

, 21.10.2019, 14:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit 36 Jahren noch einmal in der Bezirksliga aufzulaufen, das hätte Robin Möller auch nicht gedacht. Am Sonntag beim Spiel der Fußball-Bezirksligisten TuS Westfalia Wethmar und Rot-Weiß Germania war es für den Offensivspieler aber so weit. Er wurde in der 67. Spielminute eingewechselt, konnte aber die Wethmarer 0:3-Niederlage nicht mehr verhindern. Doch wie kam es dazu?

Jetzt lesen

Die Geschichte, wie Möller von den Ü35-Fußballern der Wethmarer zu der Bezirksligatruppe kam, fing bei einem Bäcker an. „Ich habe Rolf (Rolf Nehling, Sportlicher Leiter TuS Westfalia Wethmar, Anm. d. Red.) bei einem Bäcker in Lünen getroffen und wir haben bei einem Kaffee über die momentane sportliche Situation, die herrschenden Probleme und die sehr geringe Torausbeute in der laufenden Saison gesprochen. Seine Frage, ob ich nicht nochmal mittrainieren möchte, um mich erstmal fit zu machen, habe ich erst nur belächelt“, so Möller. Über den mobilen Kurzmitteilungsdienst WhatsApp blieben die beiden in Kontakt und „als ewiger Fußballer bekommt man dann schon das Jucken in den Beinen“.

Robin Möller zögert zunächst

Doch Möller war sich zuerst nicht sicher, ob es von seiner Leistungsfähigkeit her Sinn ergibt, bei dem Bezirksligisten mitzumachen. Deswegen trainierte er erst einmal mit. „Danach habe ich mit dem Trainerteam und Rolf gesprochen und meine Bereitschaft zur Unterstützung bekundet. Allerdings bin ich mit Frau, zwei Kindern und Schichtdienst auch gut ausgelastet und kann halt nicht häufig trainieren“, so der 36-Jährige, der den neuen Trainer der Westfalia, Steven Koch, durch dessen Bruder Marcel Koch gut kennt.

Möller versucht bis zum Winter nun, eine Backup-Funktion in der Mannschaft zu übernehmen. „Wichtig ist erst einmal, dass der Spaß und die Unbeschwertheit in das Mannschaftsgefüge zurückkehren. Der ständige Gedanke, ja keine Fehler zu machen, und der Siegdruck führen zu einer kompletten Verkrampfung und das sieht man ja auch im momentanen Spiel“, so der erfahrene Stürmer.

Sohn erklärt Vater das Spiel

Am Sonntag, nach dem Spiel, bekam der Vater von zwei Kindern noch einmal Erklärungen von seinem fünfjährigen Sohn, wie er sich im Spiel verhalten hat. „Mein Sohn hat mich selbst noch nie bewusst in einem, nach seinen Worten „echten Spiel“ gesehen. Er war doch sehr stolz und verwundert, dass der Papa noch so schnell rennen kann. Er hat mir sämtliche Situationen, an denen ich den Ball hatte, noch einmal erklärt. Ich konnte mich teilweise gar nicht mehr daran erinnern“, sagte Möller und lachte.

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt