Rote Karte: Lüner Fußballer wird nach Kopfnuss für mehr als zehn Spiele gesperrt

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Ein Lüner Fußballer ist für mehr als zehn Spiele gesperrt worden. Sein Verein überlegt, dagegen vorzugehen, und findet die Strafe zu hart.

Lünen

, 08.09.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war ein einfaches Testspiel, was mit 1:0 ausging. Mehr nicht. Ein Spiel ohne große Bedeutung - eigentlich.

Doch beim BV Brambauer wird man es wohl in guter Erinnerung behalten, denn Robin Coerdt flog mit einer Roten Karte in der 75. Minute vom Platz. An sich würde das nun zwei Spiele Sperre geben und Coerdt hätte wohl schon wieder auflaufen können.

Regeländerung beim FLVW

Vor wenigen Wochen stellte der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen dazu seine Regularien um. Statt Sperren in Wochen abzusitzen, werden nun Spiele als Sperre verhangen.

Doch kurz nach dem Testspiel wurde vom Fußballkreis Dortmund eine höhere Strafe als das Mindestmaß von zwei Spielen Sperre gefordert. Der Fall ging vor das Sportgericht.

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Doch was war passiert? Brambauers Trainer Frank Bidar klärt die Geschehnisse aus seiner Sicht auf: „Robin ist mit seinem Gegenspieler aneinandergeraten, die standen Kopf an Kopf und haben sich berührt. Er hat die Rote Karte bekommen.“

Die Sportgerichts-Verhandlung war vergangenen Donnerstag und ging nicht gut für Coerdt aus, denn das Strafmaß wurde auf 12 Spiele Sperre festgelegt.

Bidar hatte wenige Tage zuvor noch auf vier Spiele gehofft. Das Urteil war ein Schock.

Brambauer denkt darüber nach, in Revision zu gehen

„Finde ich ziemlich unverständlich. Keiner von beiden hat zugestoßen. Es gab ein kurzes Wortgefecht“, sagt Bidar dazu, räumt aber auch ein: „Der Versuch ist ja auch schon strafbar.“

Am ersten Spieltag beim 5:1-Erfolg gegen DJK TuS Körne schaute sich Robin Coerdt das Spiel von der Tribüne aus an, dennoch fehlt er dem BV Brambauer als wichtige Stütze, weshalb der Klub darüber nachdenkt, dagegen vorzugehen: „Wir werden beratschlagen und versuchen, in Revision zu gehen.“

Der vorsitzende Kreissportrichter Frank-Bernd Meyer, der das Urteil im Einzelrichter-Verfahren verhängt hat, erklärte, dass sich das Urteil auf die Aussagen des Schiedsrichters stütze, der eine Kopfnuss gesehen hat. „Der Schiedsrichter hat mir bestätigt, dass er zugestoßen hat und es auch zu einem Kontakt gekommen ist“, sagte Meyer.

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