Saisonende wegen Coronavirus: Die Folgen für Lünens Tischtennisspieler

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Der Deutsche Tischtennis Bund hat die Saison für beendet erklärt, doch die Lösung des Verbands ist umstritten. Das bedeutet die Regelung für Lünens Tischtennis-Teams.

von Christian Schroer

Lünen

, 02.04.2020, 11:43 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für 30 Lüner Tischtennis Mannschaften aus fünf Vereinen ist die Saison nun offiziell beendet. Aber längst nicht alle Mannschaften wissen, in welcher Liga sie in der nächsten Spielzeit antreten werden. Dass in dieser Saison kein regulärer Spielbetrieb mehr stattfinden kann, war allen Vereinsverantwortlichen klar. Die Lösung des Deutschen Tischtennis Bundes (DTTB) ist hingegen umstritten.

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Vier Szenarien waren möglich:

1. Annullierung der aktuellen Saison. Alle Mannschaften würden in der gleichen Liga verbleiben und die Saison wird nach Öffnung der Hallen neu gestartet.

2. Es wird nur die Hinrunde gewertet. Auf- und Absteiger ergeben sich demnach aus der Endtabelle der Hinrunde.

3. Es werden die Tabellenstände gewertet, wie sie am Tage der Unterbrechung (13. März 2020) waren.

4. Die noch offenen Spiele werden gewertet wie in der Hinrunde und es wird so eine Abschlusstabelle ermittelt.

Der DTTB hat sich letztendlich für die dritte Variante entschieden. Grund für diese Entscheidung sei laut Verbands-Präsidium die größte rechtliche Sicherheit bei dieser Lösung.

Eine ungerechte Lösung?

Viele Spieler empfinden diese Lösung aber als ungerecht. Der Westdeutsche Tischtennis Verband (WTTV) erlaubt seinen Bezirken und Kreisen, die Spielterminierungen und -verlegungen weitgehend frei selbst festzulegen. Diese Freiheit sorgt dafür, dass es in der Tabelle zum Stichtag oft Verzerrung gibt. So hat eine Mannschaft beispielsweise drei Spiele mehr gemacht als eine andere und liegt nur deshalb vorne.

Oder man wird bestraft, wenn es zu Beginn der Serie gegen die starken Mannschaften ging und die Spiele gegen die schwächeren nicht mehr in die Wertung kommen.

Aus Sicht der Lüner Vereine ergibt sich folgendes Bild: Der TTV Lünen stellt mit 14 am Spielbetrieb teilnehmenden Mannschaften die größte Anzahl an Teams der Lüner Vereine. Gleich die erste Mannschaft des TTV in der Landesliga ist durch die Absage der Restsaison in einem Zustand der Ungewissheit. Die Lüner stehen auf dem zweiten Tabellenplatz und sind damit Relegationsteilnehmer um den Aufstieg in die Verbandsliga.

Preußen müssen weiter auf Entscheidung warten

Ob diese Relegation aber irgendwann gespielt werden kann, steht in den Sternen. Die Preußen müssen also eine weitere Entscheidung des WTTV abwarten. Die zweite Mannschaft des TTV belegt einen Mittelfeldplatz in der Bezirksliga. Hier hat der Abbruch keine Konsequenzen.

TTF steigt in die Bezirksliga auf

Die erste Mannschaft der TTF Lünen wird durch die Absage vorzeitig Meister der Bezirksklasse und steigt in die Bezirksliga auf. Hier hat die Absage aber auch keine Auswirkung, da die Lüner wohl auch unter „normalen“ Bedingungen souveräner Meister geworden wären. Anders sieht es für die dritte Mannschaft der Preußen in der gleichen Klasse aus. Die Lüner liegen auf dem zehnten Tabellenplatz und können nur durch eine erfolgreiche Relegation den Klassenerhalt schaffen.

14 weitere Lüner Teams auf Kreisebene aktiv

Es folgen 14 weitere Lüner Teams, die auf Kreisebene aktiv sind. In der 1. Kreisklasse stehen der TTV Preußen IV und die TTF Lünen II auf einem sicheren Mittelfeldplatz. Bangen um den Klassenerhalt muss hingegen der DJK SuS Brambauer auf dem vorletzten Tabellenplatz.

In der 2. Kreisklasse liegen der VfB Lünen I und II, sowie der TTV Preußen V auf einem gesicherten Mittelfeldplatz und sind damit vom Abbruch nicht betroffen.

In der 3. Kreisklasse Gruppe 1 steigt der TTV Preußen Lünen VI als Meister auf. Ebenso die TTF Lünen IV in der Gruppe 3. Aufstiegschancen hat noch der VfB Lünen III als Zweiter der Gruppe 1.

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