SG Gahmen bezieht Stellung zu geplanter Aufstiegsregelung

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Die favorisierte Option Verbands sieht nur einen Aufsteiger pro Spielklasse von Westfalenliga bis Kreisliga D vor. Damit wären die Aufstiegschancen, die viele Teams noch hatten, passé.

Gahmen

, 28.04.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Aufgrund der Corona-Pandemie herrscht Unklarheit darüber, wie und ob es mit der Fußballsaison weitergeht. Während die Profi-Klubs die Saison unbedingt zu Ende spielen möchten, um nicht ausstehende TV-Gelder und damit ihre wirtschaftliche Existenz aufs Spiel zu setzen, habt sich eine Mehrheit der Amateurvereine in einer Verbandsbefragung für einen Saisonabbruch ausgesprochen. Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) gab dazu auf Nachfrage bekannt, dass eine mögliche Aufstiegsregelung von der Westfalenliga bis zur Kreisliga D wohl nur einen Aufsteiger pro Spielklasse vorsehen würde. Ein Plan, der bei der SG Gahmen alles andere als gut ankommt und die Verantwortlichen des Tabellenzweiten der Kreisliga A nun zu einer Stellungnahme bewogen hat.

Der Hauptkritikpunkt: Die Gerechtigkeit. „Die Saison zu annullieren, wäre okay, oder die Saison mit Aufsteigern zu werten, wäre auch okay“, sagt Musa Sagculu, stellvertretender Geschäftsführer des SGG. Es geht aber um das „wie“. „Wir als Verein sagen, man soll gerechte Entscheidungen treffen.“ Mit Gahmens Vorsitzendem Ibrahim Ünal zusammen verfolgt und diskutiert Sagculu die aktuellen Entwicklungen regelmäßig.

Rechnerisch noch mehrere Teams mit Aufstiegschancen

Die Tabellensituation in der Kreisliga A2 Dortmund sieht wie folgt aus: BW Alstedde (48 Punkte/19 Spiele absolviert) führt die Liga an, gefolgt von Gahmen (40/19), dem VfB Lünen (38/18), Eving Selimiye Spor (36/19) und K.F. Sharri (35/19).

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„Wenn ich bei uns auf die Tabelle gucke, wo Alstedde mit acht Punkten Vorsprung Erster ist, dann kommen wir, und dann, ganz ehrlich, schade um den VfB! Die sollten auch das Recht haben, aufzusteigen“, so Sagculu und rechnet vor: „Wir haben noch zehn Spiele. Pro Spiel gibt es drei Punkte. Das sind 30 Punkte, die noch zu vergeben sind. Da kann man doch nicht sagen, dass der VfB nicht aufsteigt? Wir reden erstmal gar nicht von der SG Gahmen.“

Es geht Sagculu auch nicht nur um die Kreisliga A Dortmund, wie er erklärt. Die gesamte Regelung sei für viele Teams einfach ungerecht. „Wir reden von allen Mannschaften, die die Gelegenheit haben, aufzusteigen“, sagt er. „Es ist unfair, wenn man nur den Ersten aufsteigen lässt und niemanden absteigen. Die Vereine unten steigen nicht ab, aber die Jungs, die sich oben total abgerackert haben, dürfen nicht aufsteigen?“

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In der Kreisliga A Dortmund haben rechnerisch noch einige Mannschaften Aufstiegsmöglichkeiten. „BWA hat die Chance aufzusteigen, die SG Gahmen hat die Chance, der VfB hat die Chance, Selimiye hat die Chance, Sharri hat die Chance“, zählt Sagculu auf. Sein Vorschlag: Relegationsspiele.

Musa Sagculu und die SG Gahmen schlagen Relegationsspiele vor

„Ich bin dafür, dass, wenn die Liga abgebrochen wird, die ersten vier oder fünf Teams untereinander Relegationsspiele machen“, erklärt er. So könnten die Teams, die ohnehin noch um den Aufstieg konkurrieren, eine sportliche Lösung finden.

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Falls auch Relegationsspiele nicht möglich sind, spricht sich die SG Gahmen für eine Regelung mit Wildcards für Mannschaften, die den Aufstieg rechnerisch noch hätten erreichen können, aus. Damit würden in BW Alstedde, der SG Gahmen und dem VfB gleich drei Lüner Teams in die Bezirksliga aufrücken, in der bereits der BV Brambauer, Westfalia Wethmar und der Lüner SV II spielen, die im Falle dieses Szenarios den Klassenerhalt ohnehin sicher hätten. Das würde zumindest in der Lippestadt für reichlich spannende Derbys in der kommenden Saison sorgen.

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