Wegen des Platzes: Sportlicher Leiter schickt Kinder zu anderen Lüner Vereinen

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Der Platz sorgt dafür, dass der Sportliche Leiter eines Lüner Klubs Kinder und Verwandte zu anderen Vereinen schickt. Das soll sich nun aber bald ändern.

Gahmen

, 13.07.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Etwas Grün war erstmals auf dem Ascheplatz der SG Gahmen zu sehen. „Countdown läuft“, stand bei dem Post des A-Ligisten auf der Facebookseite dabei. Zudem noch: „Der Elfmeterpunkt steht schon.“

Die Planungen für einen Kunstrasenplatz werden beim ambitionierten A-Ligisten immer konkreter. „Wir sind startklar. Von unserer Seite aus ist da alles schon organisiert“, sagt der Sportliche Leiter Hüseyin Tekin.

Bohrproben habe der Verein schon gemacht, um im Blick zu haben, wie viel die Entsorgung der Asche kostet. Zudem habe sich der Verein auch bereits Angebote von mehreren Unternehmen aus dem In- und Ausland eingeholt, die sich um die Verlegung des Rasens kümmern würden.

Sportlicher Leiter der SG Gahmen: Hüseyin Tekin.

Sportlicher Leiter der SG Gahmen: Hüseyin Tekin. © Timo Janisch

Gahmen ist startklar und bereit. Selbst der Kunstrasen ist bereits ausgesucht - nach aller höchsten Standards der FIFA, dem Weltfußball-Verband. Doch was fehlt den Gahmenern nun? Es sind zwei Sachen: Die Stadt Lünen soll einen Pachtvertrag für 17 Jahre aufsetzen, das sei laut Tekin, so verhandelt worden.

Gespräche mit anderen Lüner Klubs bereits geführt

„Wir warten auf die Stadt, dass der ganze Schriftkram erledigt wird“, erklärt Tekin. Im Anschluss fehlt nur noch die Freigabe vom Land und der Bau könnte Beginn. Mit einer Bauzeit von zwei bis drei Monaten rechnet der Verein dann.

„Wenn das in die Saison reinfällt, müssen wir woanders spielen“, weiß Tekin. Erste Gespräche seien auch bereits dazu mit zwei Lüner Klubs geführt worden.

Und wenn es dann so weit ist, erhofft sich Tekin auch einen ordentlichen Schub im Nachwuchs, der ein Bedenkpunkt der Politik an der SG Gahmen ist, aber auch von anderen Vereinen kritisiert wird.

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Die Gahmener haben bislang nur eine B-Junioren-Mannschaft. Ansonsten sieht es sehr dünn aus. „Wenn ich den Kunstrasen habe, kriege ich auch Jugendmannschaften“, ist Tekin überzeugt.

Er wolle es aber auch nicht drauf anlegen und Kinder im jungen Alter auf der Asche spielen lassen. Die Verletzungsgefahr sei zu groß, obwohl es für den Verein laut Tekin möglich wäre Teams anzumelden.

„Verwandte von mir fragen mich schon immer, wann sie ihre Kinder anmelden können“, sagt Tekin. „Ich schicke die dann immer zum LSV (Lüner SV; Anm. d. Red), nach Alstedde oder zum BV Lünen.“ Das wollen die meisten aber nicht, so Tekin.

Also heißt es sich weiter gedulden, bis die SG Gahmen einen Kunstrasenplatz hat und die Kinder dort angemeldet werden können.

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