So haben die Lüner Handballer am Wochenende gespielt

Handball in Lünen

Die Männer des VfL Brambauer lassen Chancen gegen Spitzenreiter Herne liegen, die LSV-Damen bauen den Vorsprung an der Spitze aus.

Lünen

, 01.12.2019, 22:18 Uhr / Lesedauer: 4 min
So haben die Lüner Handballer am Wochenende gespielt

Leo Langmann und der VfL Brambauer unterlagen letztlich doch deutlich Westfalia Herne. © Günther Goldstein

Die große Überraschung blieb bei Handball-Landesligist VfL Brambauer am Samstagabend aus. Gegen Spitzenreiter HC Westfalia Herne fiel die Niederlage beim 22:31 am Ende zu hoch aus. Es war für den VfL Brambauer der erwartet schwere Gegner. Die Gäste aus Herne sind bisher noch ungeschlagen. Aus acht Spielen sicherte sich das Team acht Siege. Auch in Brambauer spielte Herne stark auf, kam in Halbzeit eins immer wieder über Tempogegenstöße zu Torerfolgen.

„Herne hat unsere Fehler wie erwartet eiskalt ausgenutzt, ist sehr viele Konter gelaufen“, sagte VfL-Trainer Björn Grüter. Aus dem aufgebauten Angriff machten die Gäste allerdings wenig Tore. „Das hat wiederum für unsere Abwehr gesprochen“, so Grüter. Seine Mannschaft machte im Angriff zu einfache Fehler, die ausgekontert wurden und weshalb Brambauer schon früh zurücklag. Zur Pause baute Herne seine Führung auf fünf Tore aus.

„Gewisse Härte“ bringt Brambauer heran

Im zweiten Durchgang nahm der VfL Brambauer die Partie besser an. „Da haben wir dann auch eine gewisse Härte mit ins Spiel gebracht, die aber nie unfair war. Wir waren einfach körperlich präsenter“, sagte Grüter. Sein Team kämpfte sich heran, ging vorne im Angriff immer wieder durch die Lücken. „Da haben wir den körperlichen Handball wirklich gut angenommen“, lobte Grüter.

Brambauer verkürzte so auf zwei Tore, hatte sogar die Chance auf ein Tor heranzukommen (40.). Doch ein freier Wurf wurde nicht genutzt. Auch im darauffolgenden Angriff wurde wieder der Ball verbaselt. „Das war letztendlich auch der Knackpunkt. Vielleicht hätte es dann noch einmal eng werden können“, so Grüter. Denn den jungen Gästen aus Herne merkte man an, dass sie in dieser Phase ins Schwimmen gerieten.

Herne wehrt Angriffe ab

Da der VfL es aber versäumte, auf einen Treffer zu verkürzen, schaltete Herne einen Gang höher. „Dann hat Herne es aber auch wirklich gut gemacht, hat vorn im Angriff klar und geduldig gespielt“, lobte Grüter den Spitzenreiter. Am Ende versuchte der VfL noch einmal alles. Grüter ließ in doppelter und phasenweise sogar in dreifacher Manndeckung decken. Wenn wir am Ende mit vier oder fünf Toren verlieren, würde das den Spielverlauf besser widerspiegeln“, so Grüter.

Landesliga 3

VfL Brambauer – HC Westfalia Herne 22:31 (12:17)

VfL Brambauer: Welski – Richter (4), Sporbeck (1), L. Langmann (2), Ziepel, Wißemann, Eder (8/5), Gärtner, Pape (1), K. Maurer (1), P. Maurer, Pohl (5)

Sie bleiben auf Erfolgskurs! Im Spitzenspiel beim Tabellenzweiten DJK Coesfeld sicherte sich Frauen-Handball-Verbandsligist Lüner SV am Samstagabend einen deutlichen 31:23-Sieg und verschaffte sich zugleich etwas Luft an der Spitze der Tabelle. Da die Konkurrenz verlor, steht der Lüner SV nun mit drei Punkten Vorsprung auf Platz eins. „Das ist eine schöne Momentaufnahme, die wir auch genießen“, sagte Trainer Marcel Mai.

Seine Mannschaft machte genau dort weiter, wo sie zuletzt aufhörte. Mit viel Spaß und Engagement trat Lünen im Spitzenspiel in Coesfeld auf. Und genau das zahlte sich auch aus. Der Gastgeber, der bis dato ebenfalls eine starke Saison spielte, hatte in Halbzeit eins aber auch viel Pech, verwarf viele freie Bälle. Das wiederum nutzte Lünen gut aus, ackerte in der Abwehr – immer wieder vorangetrieben durch den Mittelblock um Anna Lieneke und Katja Lohölter – bärenstark. Im Angriff strukturierte Julia Krause das Spiel, sodass Lünen sich bis zur Halbzeitpause auf drei Tore absetzte (15:12).

Mai will „Weihnachten auf Platz eins verbringen“

Im zweiten Durchgang schaltete der LSV dann noch einen Gang höher und Coesfeld gab sich hinten heraus etwas auf. Treffsicher zeigte sich Thia-Carolin Schmidt – vor allem vom Siebenmeterpunkt. Siebenmal netzte sie dort ein, hatte eine 100-Prozent-Quote. Sie war zugleich auch mit insgesamt zehn Toren beste Torschützin. Auch Mirjam Hins übernahm viel Verantwortung.

„Ich bin sehr stolz auf dieses Team. Es hat mit viel Freude agiert. Wir haben bis Weihnachten jetzt noch zwei Partien gegen Bommern und Haltern, die wir auch beide gewinnen wollen, damit wir Weihnachten auf Platz eins verbringen können. Wir wissen um diese schöne Momentaufnahme. Wir wissen aber auch, dass wir dafür viel Gas geben müssen“, zeigte sich Trainer Mai bescheiden.

Frauen-Verbandsliga 2

DJK Coesfeld – Lüner SV 23:32 (12:15)

Lüner SV: Schink/Klostermeier – Lieneke (8), T.-C. Schmidt (10/7), Hins (5), Püschel, Lohölter, J. Krause (3), A. Schmidt (1), Verhasselt, Rempe (1), Dressler (4)

Und sie können es ja doch noch! Das war der erste Saisonsieg für Handball-Bezirksligist VfL Brambauer II in der höheren Liga. „Das ist ein affengeiles Gefühl“, kannte bei Coach Dominik Schidlowski der Jubel keine Grenzen.

Seine Mannschaft trat hoch motiviert an, obwohl einige Stammkräfte fehlten. So musste Schidlowski vor allem in der Deckung umstellen. „Auch wenn wir zunächst schleppend ins Spiel gekommen sind, haben wir uns dann aber richtig stark herangekämpft“, sagte Schidlowski.

„Mannschaft hatte richtig Bock“

In der Defensive stand Brambauer sicherer und auch im Angriff fand die Mannschaft immer wieder Lösungen. Patrick Strauch wurde phasenweise in Manndeckung genommen. Auch hierfür hatte der VfL II Optionen.

„Generell haben wir viele Optionen für dieses Spiel gesucht und immer wieder fanden wir sie. Die Mannschaft hatte richtig Bock heute und es ist jetzt nach Abpfiff einfach ein richtige geiles Gefühl“, so Schidlowski. Im Kampf um den Klassenerhalt fuhr der VfL II zwei wichtige Punkte ein. Dank des Sieges kletterte das Team auf Platz elf hoch und verließ den letzten Rang.

Bezirksliga Hellweg

VfL Brambauer II – Ahlener SG III

26:20 (13:9)

VfL Brambauer: Tesch/Weiss – Pörschke (5), J. Scheidereit (1), Lenkat, Hövener (1), N. Scheidereit (6), Wolke, Thielert, P. Strauch (12), D. Strauch (1), Mross

Die Handballerinnen des VfL Brambauer haben sich nach einem 5:0-Lauf der Gastgeber der SG Menden Sauerland Wölfe nicht mehr erholen können und verloren am Ende ihr Verbandsliga-Spiel mit 21:26.

In Durchgang eins ging es durchgehend Hin und Her. Auch nach der Halbzeitpause zeigten beide Mannschaften ein ähnlich starkes Engagement – bis Menden in der 41. Spielminute das Ruder richtungsweisend übernahm. „Die legen einen 5:0-Lauf hin“, sagt Andre Schwedler, Trainer des VfL Brambauer. „Innerhalb von knapp sieben Minuten steht es dann 21:16 für Menden. Das war dann am heutigen Tag natürlich der Genickbruch für uns.“

Zu viele Fehler gemacht

Zu viele technische Fehler habe sich sein Team erlaubt, zu viele freie Würfe vergeben. „Dann muss man sich nicht wundern, wenn man selber nicht trifft und sein Gegner trifft, dann dreht sich so ein Spiel, dann kommt da so ein Lauf zustande“, sagt Schwedler. Sieben Minuten vor Spielende lagen die Gastgeber sogar mit sieben Toren vorn. „Der Kopf war leider dann unten, zehn Minuten vor Schluss“, sagt Schwedler. „Ja gut, nutzt ja nichts, weiter geht es.“

Frauen-Verbandsliga 2

SG Menden Sauerland Wölfe –

VfL Brambauer 26:21 (14:13)

VfL Brambauer: Jaschewski/ Sindermann – Fleckstein (1), Ceylan, Holz (2), Leismann, Sahage, Kost (7/3), Trippe (3), Bauer (6), Lasshof, Umbescheidt (1), Bloeß, Rykowski (1)

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