So haben die Lüner Kreisliga-Fußballer gespielt

Fußball in Lünen

Cappenberg siegt dank zwei Elfmetern gegen Wethmar, VfB Lünen landet wichtigen Sieg, Preußen kostet ein mögliches Abseitstor den Sieg, Gahmen siegt mit neuem Trainer.

Lünen

, 20.10.2019, 21:15 Uhr / Lesedauer: 7 min
So haben die Lüner Kreisliga-Fußballer gespielt

Tim Jesella, hier im Duell mit Wethmars Keeper Niklas Dvorak, traf zweimal vom Elfmeterpunkt. © Günther Goldstein

Dieser Sieg war überaus wichtig für den Fußball-A-Ligisten VfB Lünen. Nach drei sieglosen Partien gewannen die weiterhin personell gebeutelten Lünen-Süder auswärts beim SC Husen-Kurl mit 4:2. Nach nur einer Woche ist die Bördeling-Elf damit auf den zweiten Tabellenplatz zurückgekehrt.

Kreisliga A2 Dortmund

SC Husen-Kurl – VfB Lünen

2:4 (0:3)

„Die Jungs haben konzentriert gespielt, sich an die Anweisungen gehalten und das umsetzen können, was wir uns vorgenommen haben“, sagte ein zufriedener VfB-Trainer Mark Bördeling am Sonntag nach der Partie. In den ersten 45 Minuten klappte es endlich auch offensiv wieder besser bei den Schwarz-Weißen. Nach einem Ball in die Tiefe von Fabian Kowalski traf Tim Gehrmann zur Führung nach 16 Minuten.

Und nur sechs Minuten später legte Gehrmann den zweiten Treffer nach. Dominik Hans leitete mit seinem Ballgewinn im Zentrum den Angriff ein. Nach zwei Querpässen umkurvte Gehrmann den Keeper und netzte ein. Mit dem 3:0 durch Justin Schulze Weiling nach Ballverlust eines Kurlers Defensivspielers (43.) schien schon vor der Pause alles klar zu sein.

Gehrmann bringt die Entscheidung

Doch nach einer Unachtsamkeit der VfBer im Zentrum kamen die Dortmunder noch einmal auf 1:3 heran (49.), ehe Gehrmann mit seinem Tor aus dem spitzem Winkel endgültig alles klar machte – 4:1 (60.).

Per Strafstoß – Dietrich Grass kam einen Schritt zu spät – kam der Gastgeber in der Schlussphase noch einmal auf 2:4 heran (87.). Der Süder Sieg war aber nie wirklich gefährdet.

VfB Lünen: Vorwick – Eichhorst (90.+2. Scheuren), Gehrmann, Grass, Hans, D. Serges, Garcia Rodriguez, Schulze Weiling (68. Kwiatkowski), Maifeld (85. Schulze Twenhöven), Kowalski (90.+2. Schmidt), Seifert

Tore: 0:1 Gehrmann (16.), 0:2 Gehrmann (22.), 0:3 Schulze Weiling (43.), 1:3 Hangebruch (49.), 1:4 Gehrmann (60.), 2:4 Hangebruch (87./Foulelfmeter)

Was für ein Thriller am Freitagabend! Fußball-B-Ligist BV Lünen II hat im vorgezogenen Meisterschaftsspiel gegen den Tabellennachbarn SF Brackel 61 II einen 3:2-Sieg eingefahren. Der Siegtreffer fiel dabei erst in der allerletzten Spielminute.

Kreisliga B4 Dortmund

BV Lünen II – SF Brackel 61 II 3:2 (2:1)

Es war ein Topspiel in der Geist, Dritter gegen Zweiter, das seinem Namen über weite Strecken der Partie gerecht wurde. Zunächst legten die Lüner einen mustergültigen Start hin. Bereits nach drei Minuten jubelten die Blau-Weißen, als Tom Mlinski die Führung erzielte – und die Lüner blieben am Drücker, erspielten sich eine Menge guter Tormöglichkeiten.

Eine davon nutzte Robin Hagenmeyer, der in der 20. Minute auf 2:0 erhöhte. „In den ersten 30 Minuten machen wir unser mit Abstand bestes Spiel in dieser Saison. Ich habe das Gefühl gehabt, da war eine Dampfwalze auf dem Platz“, wird BV05-Spielertrainer Dennis Gerleve auf dem Facebook-Auftritt des BV Lünen zitiert.

Anschlusstreffer bei der ersten Gelegenheit

Danach verpassten es die Lüner allerdings, nachzulegen. Die Gäste hingegen trafen mit ihrer ersten Möglichkeit zum Anschluss. Lucas Ihmig war erfolgreich (31.). Im zweiten Durchgang erzielte Brackel dann sogar durch Benjamin Brosowski (75.) den Ausgleich. Am Ende roch es nach Remis, doch die Geister steckten nicht auf. Zoran Mayanovic traf mit der scheinbar letzten Spielaktion zum vielfach umjubelten 3:2-Siegtreffer.

„Das, was zum Schluss passiert ist, das gehört einfach dazu. Über 90 Minuten haben wir uns das verdient. Wir hätten das ja in der ersten Halbzeit schon zumachen müssen. Wir haben uns den Sieg erarbeitet. Letztes Jahr hätten wir dieses Spiel nicht gewonnen. Da haben wir auch mental einen Schritt nach vorne gemacht“, wird BV05-Spielertrainer Dennis Gerleve weiter zitiert.

BV Lünen II: Lange – Gerleve, Hoffmann, Hagenmeyer (75. Dietze), Beck, Helmrich, Studnicka, Mlinski, Goebelm Durmus, Mayanovic

Tore: 1:0 Mlinski (3.), 2:0 Hagenmeyer (20.), 2:1 Ihmig (31.), 2:2 Brosowski (75.), 3:2 Mayanovic (90.)

Beide Mannschaften wussten, dass es kein einfaches Spiel wird. Im Duell der A-Ligisten TuS Westfalia Wethmar und Grün-Schwarz Cappenberg setzte sich am Ende der Gast aus Cappenberg durch. Das Ergebnis hieß am Sonntagmittag 2:0 für den GSC aufgrund zweier Elfmetertore durch Tim Jesella.

Kreisliga A Unna-Hamm

Wethmar II – Cappenberg

0:2 (0:0)

Nach der Tabellensituation klingt das Ergebnis standesgemäß. Wethmars U23 steht auf dem letzten Tabellenrang, Cappenberg auf dem Fünften. Doch Wethmar gegen Cappenberg ist aufgrund der räumlichen Nähe der Vereine etwas Besonderes. Dementsprechend brauchten beide Teams auch, um in das Spiel zu finden. Der Gast kam nach knapp einer halben Stunde zur besten Chance der ersten Hälfte. Doch den Kopfball von Jesella aus kurzer Distanz lenkte TuS-Keeper Niklas Dvorak an die Latte.

Nach dem Seitenwechsel ergab sich wieder das gleiche Bild wie in der ersten Halbzeit. Chancen aus dem Spiel heraus waren Mangelware. In der 65. Minute zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt, nachdem Pascal Harder im Strafraum gefoult worden war. „Meiner Meinung nach, war der Pfiff berechtigt“, so Harder. Jesella verwandelte.

Zweiter Elfmeter bringt die Entscheidung

Wethmar kam nach dem 0:1 zu Chancen, doch im Abschluss fehlte das letzte Quäntchen Glück. In der zweiten Minute der Nachspielzeit pfiff der Schiedsrichter wieder Elfmeter. „Ich habe von vielen gehört, dass es kein Strafstoß war“, so Harder. Jesella verwandelte wieder. Für die Westfalia blieb nach dem 0:2 nur noch ein Pfostentreffer.

„Wir haben defensiv sehr gut gestanden und so gut wie nichts zugelassen. Der Schiedsrichter hat heute leider das Spiel entschieden. Einen Punkt hätten wir verdient gehabt“, sagte TuS-Spielertrainer Benjamin Fasse.

Wethmar: Dvorak – Fasse, Jansen, Grabowski, Orlowski (59. Anderson), Pella, Pohl, Bremer, Simsek, Preuß (83. Resch), Hane

Tore: 0:1 Jesella (67./ Foulelfmeter), 0:2 Jesella (90.+2/Jesella)

Rote Karte: Sebastian Hane, Westfalia Wethmar (85./Unsportlichkeit)

„Ich wette eine Kiste Bier, dass das Abseits war“, Preußen Lünens Trainer Stefan Urban hat beim 2:2 gegen den Liga-Elften VfL Kemminghausen II am Sonntag eine „nervenaufreibende“ Partie gesehen. Über die Entstehung des zwischenzeitlichen 1:1 ärgerte sich Urban.

Kreisliga A2 Dortmund

Kemminghausen II – Preußen

2:2 (1:2)

Fast ausschließlich über lange Bälle habe der VfL versucht, zum Torerfolg zu kommen, während die Gäste aus Lünen das Spiel größtenteils dominierten. „Die hatten nach sieben Minuten einen Lattenschuss und das war es dann eigentlich auch“, so Urban nach der Partie. Denn beim 1:1 habe Kemminghausens Ibrahim Tasan deutlich im Abseits gestanden.

Positiv sei aber das 1:0 durch Laurin Stauch gewesen, der sein erstes Jahr im Seniorenbereich spielt (23.). Bei der 1:0-Führung brach er über links durch und netzte ein . Den Elfmeter zum 2:1 (35.) knallte Maik Frenzel mittig auf den Torwart, der noch an den Ball kam und „sich fast die Hand bricht“, sagt Urban.

„Sonntagsschuss“ kostet Preußen den Sieg

Mit nur einem Wort beschrieb der vom Spiel genervte Trainer das Gegentor zum 2:2-Endstand (60.): „Sonntagsschuss.“ Acht Minuten vor Schluss ärgerte Lukas Goetz seinen Trainer zentral stehend mit einem Außenrist-Schuss mit dem rechten Fuß knapp 50 Zentimeter rechts am Tor vorbei.

SV Preußen Lünen: Südmeyer – Stauch, Kusserow, Meier, Hans, Adamsky, M. Frenzel (64. Vom Hofe), Pommerin, Broda, Goetz (85. Özdemir), Nitsche (67. L. Frenzel)

Tore: 0:1 Stauch (23.), 1:1 Tasan (25.), 1:2 M. Frenzel (35., Foulelfmeter), 2:2 Tasan (60.)

Bei seinem Einstand als neuer Trainer beim Fußball-A-Ligisten SG Gahmen hat Bülent Kara am Sonntag einen 2:0-Sieg aus Schüren mitgebracht.

Kreisliga A2 Dortmund

BSV Schüren II – SG Gahmen

0:2 (0:1)

„Die Jungs haben heute mega Druck gehabt, obwohl das gar nicht nötig war. Das hat man auf dem Platz gemerkt“, sagte Gahmens neuer Mannschaftschef Bülent Kara nach dem 2:0-Auswärtssieg gegen die Reserve des Westfalenligisten BSV Schüren, der Tabellen-13. der A-Liga.

Kara: „Aber wir haben 2:0 gewonnen, ich bin sehr zufrieden.“ Der Sieg sei laut Kara nie gefährdet gewesen, dennoch sieht er noch Arbeit auf sich zukommen. „Wir müssen an den Torchancen, die wir durch Konter fahren können, arbeiten und an den individuellen Fehlern hinten“, sagt Kara.

Kopfball nach Freistoß bringt Gahmen in Führung

Beim 1:0 köpfte Tolga Dedeagili den Ball nach einem Freistoß ins Tor (32.), den 2:0-Endstand besiegelte Furkan Kiymaz nach einem Konter. „Wir haben eine Torchance liegen lassen und hätten eine noch durch einen Standard kriegen können“, sagt Kara. „Ich fand aber heute gut, dass wir bis zur letzten Minute gekämpft haben und das Spiel nach Hause gefahren haben.“

Gahmen steht mit dem zweiten Sieg infolge auf Position vier, zwölf Punkte hinter dem Tabellenführer BW Alstedde und einen Zähler hinter dem Zweiten VfB. Beide haben noch ein Spiel mehr zu bestreiten als die Alstedder.

SG Gahmen: Ekici – Surmiak, Tikici, Özkan, R. Kiymaz, Karaduman (87. Arslan), Dedeagili, Elitok (83. Cakir), F. Kiymaz, Koc, Isik (68. Cirak)

Tore: 0:1 Dedeagili (32.), 0:2 , F. Kiymaz (82.)

Der SV BW Alstedde marschiert weiter. Der Fußball-A-Ligist hat am Sonntag auch das Heimspiel gegen den Hörder SC erfolgreich bestritten und somit schon den zehnten Sieg im elften Saisonspiel eingefahren. Mit 5:0 schoss BWA den HSC aus dem Stadion. Dennoch lobte BWA-Trainer Tim Hermes den Gegner nach dem Spiel.

Kreisliga A2 Dortmund

BW Alstedde – Hörder SC

5:0 (2:0)

„Hörde hat gerade in der ersten Halbzeit ein sehr gutes Spiel gemacht und ist in meinen Augen kein Abstiegskandidat. Nichtsdestotrotz war es ein souveräner Sieg für uns“, sagte Hermes nach dem Spielabpfiff.

Zunächst hatte der Favorit vom Heikenberg Probleme, ins Spiel zu finden. Zu hektisch agierten die Blau-Weißen in der Anfangsphase, hatten auf dem nassen Kunstrasen Probleme. Erst nach und nach fand der Tabellenführer ins Spiel. Die beiden ersten Treffer der Begegnung fielen erst später in der ersten Halbzeit. Steven Koczy traf nach 35 Minuten, Aslan Arslan erhöhte eine Minute vor dem Pausenpfiff. „Die beiden Tore in der ersten Halbzeit haben uns die nötige Sicherheit gegeben“, so Hermes nach dem Spiel weiter.

Alstedde nutzt die Lücken

Nach dem Wiederanpfiff der Partie riskierte Hörde dann mehr, spielte offensiver. So ergaben sich für die Alstedder mehrere Lücken, die die Blau-Weißen nach und nach ausnutzten.

Dabei trafen der erneut stark aufspielende Mario Lindner mit einem Doppelpack (76./87.) und der eingewechselte Albert Juric zehn Minuten vor dem Abpfiff der Partie. „Im Endeffekt war es ein verdienter Sieg“, sagte Hermes.

BW Alstedde: Piepenburg – Rumpf, Hülsmann, Knappmann (65. Ekici), Cicek, Lindner, Arslan (63. Arslan), Nowak, Häckh (75. Juric), Splittgerber, Koczy (78. Berisha)

Tore: 1:0 Koczy (35.), 2:0 Arslan (44.), 3:0 Lindner (76.), 4:0 Juric (80.), 5:0 Lindner (87.)

Der Fußball-B-Ligist FC Brambauer hat am Sonntag auf heimischer Asche gegen den Tabellenzweiten TV Brechten deutlich mit 0:4 verloren. Zum Schluss gab es zwei späte Mecker-Platzverweise gegen die Brambaueraner.

Kreisliga B3 Dortmund

FC Brambauer – TV Brechten

0:4 (0:2)

Baris Azar und Ramazan Akpinar flogen beide mit Gelb-Rot wegen Meckerns vom Platz (70., 80.). Zu diesem Zeitpunkt lag der FCB mit 0:4 hinten. „Brechten hat verdient gewonnen“, sagte Brambauers Präsident Ahmet Elikalfa. Zu wenig Bälle habe Brambauers Stürmer Baskim Gavazi bekommen.

Elikalfa: „Und wenn doch, dann wurde es brandgefährlich, auch wenn er sich die Bälle oft aus dem Mittelfeld holen musste.“ Ferhat Özcelik kugelte sich früh im Spiel die Schulter aus (10.).

FC Brambauer: Akpinar – Baris Azar, Özcelik (10. R. Akpinar), Kurtulus, Serhat Özyavuz, Demirci, Gavazi, Bayrakli, Cakir (46. Karali), Berke Azar, Sedat Özyavuz

Tore: 0:1 Dschaak (16.), 0:2 Polte (18.), 0:3 Polte (50.), 0:4 Polte (56.)

Gelb-Rote Karte: Gegen Azar (70.), Gegen Akpinar (80.), beide wegen Meckerns

Die B-Liga-Fußballer des TuS Niederaden kehrten mit leeren Händen aus Rünthe zurück und verloren kurz vor Spielende durch ein dummes Gegentor noch den sicher geglaubten Punkt.

Kreisliga B2 Unna-Hamm

SuS Rünthe – Niederaden

1:0 (0:0)

In den ersten 30 Minuten zeigte sich das Team von TuS-Trainer Amel Mesic überlegen und hatte gute Gelegenheiten. Die beste Chance hatte Daniel Marona nach guter Flanke von Stefan Grule auf. Doch der TuS-Stürmer traf den Ball aussichtsreich nicht richtig.

Als sich ein Spieler des SuS verletzte und behandelt werden musste gab es plötzlich ein Bruch im Spiel des TuS. „Wir sind nicht mehr in die Zweikämpfe gegangen. Nach dem Seitenwechsel haben wir eigentlich keinen Zugriff mehr gehabt“, sah Mesic Rünthe jetzt nur noch mit langen Bällen über die schnellen Flügelspieler operieren.

TuS „zu überhastet“

Der TuS reagierte nur noch, kam aber trotzdem zu einer guten Gelegenheit, das Spiel zu entscheiden. Daniel Diesner nutzte einen Querschläger des SuS-Keepers, bediente Tim Wiggers, der den Ball aber nicht im gegnerischen Tor unterbrachte.

„Unsere Aktionen waren zu überhastet“, freundete sich Mesic schon mit einem 0:0 an. Als Torwart Gillner bei einem Rückpass den gegnerischen Stürmer anschoss, wurde er bei dem Abpraller von einem weiteren SuSler zum 0:1 überlupft.

TuS: Gillner - Gruhle, Williamson, Gastmeister, Kese, Nunes Ventura, Diesner, Silva Campos, Marona, Wiggers, Schulze Beckinghausen – Tor: 1:0 Lühr (81.)

Lesen Sie jetzt