So haben die übrigen Lüner Fußballteams gespielt

Fußball in Lünen

BW Alstedde holt einen glanzlosen Heimsieg, die LSV-Reserve geht in der zweiten Halbzeit unter, die SG Gahmen bleibt mit einem Sieg beim SC Husen Kurl im Aufstiegsrennen.

Lünen

, 01.12.2019, 21:47 Uhr / Lesedauer: 5 min
So haben die übrigen Lüner Fußballteams gespielt

BW Alstedde jubelt über den nächsten Sieg. © Günther Goldstein

Fußball-A-Ligist SG Gahmen hat sich am Sonntag beim SC Husen Kurl im Kampf um den zweiten Tabellenplatz drei weitere wichtige Punkte gesichert. Aus einem 0:1-Rückstand wurde nach Trainer Bülent Karas Halbzeitansprache noch ein klarer 4:1-Sieg.

„Wir haben sehr gut gespielt, auch wenn wir früh mit 0:1 hinten lagen“, sagte SG Gahmens Trainer Bülent Kara nach dem Auswärtssieg beim SC Husen Kurl. „Ich bin zufrieden.“ Wichtig waren die Punkte vor allem deswegen, weil der direkte Mitstreiter um den Aufstieg, VfB Lünen (2.), sein Heimspiel mit 3:2 gegen den SV Preußen Lünen gewonnen hat.

Innenverteidiger im Sturm erfolgreich

Nach diesem 15. Spieltag in der Dortmunder Kreisliga A2 trennen die beiden Mannschaften zwei Punkte, sie teilen aber dieselbe Tordifferenz (19). Das Rückspiel am kommenden Sonntag in Gahmen, 14.30 Uhr, könnte den weiteren Saisonverlauf der beiden Teams also prägen.

Der aus der Landesliga kommende Philipp Plöger, der sogar Erfahrung in der Regionalliga vorweisen kann, überzeugte seinen neuen Trainer mit einem Tor und einer Torvorlage auf ganzer Linie. Kara hatte den gelernten Innenverteidiger gegen Husen Kurl auf die Stürmerposition gepackt. Die Überraschung gelang. „Der ist ein Kopfballspieler“, sagt Kara. „Sein Tor zum 2:1 hat er aber per Drehschuss ins kurze Eck gemacht“ (58.).

Starke zweite Hälfte besiegelt Gahmener Sieg

Sieben Minuten zuvor erzielte Halil Elitok den Ausgleich, indem er nach einer Halbflanke am Torwart vorbeilief und das Spielgerät am kurzen Pfosten im Tor unterbrachte. Ahmet Aktas köpfte Ahmet Karadumans Ecke zum 3:1 ins gegnerische Viereck (72.) und Elitok besiegelte mit seinem Tor aus elf Metern den 4:1-Sieg (77.). Plöger hatte ihm den Ball vorgelegt.

Kreisliga A2 Dortmund

SC Husen Kurl – SG Gahmen 1:4 (1:0)

SG Gahmen: Gaplan – Aktas, Özkan, Elitok, R. Kiymaz, Dedeagili, Karaduman, F. Kiymaz, Plöger, Koc, Cirak (46. Ergün)

Tore: 1:0 Hangebruch (17.), 1:1 Elitok (51.), 1:2 Plöger (58.), 1:3 Aktas (72.), 1:4 Elitok (77.)

Die Reserve des Bezirksligisten Lüner SV sammelt weiter hohe Niederlagen: Im Heimspiel gegen den aktuell Tabellendritten SSV Mühlhausen-Uelzen ging der LSV mit 0:6 unter – so zumindest das Ergebnis eines Fußballportals.

Zunächst stellte der LSV-Mannschaftsverantwortliche Ugur Gülsen nämlich fest, dass das Ergebnis – laut „fussball.de“ 0:6 – falsch eingetragen wurde. „Das Spiel ist 0:5 ausgegangen“, sagte Gülsen nach dem Heimspiel. „In der ersten Halbzeit haben wir sehr stark gespielt. Ich bin von A bis Z zufrieden.“

Führung für Lünen wäre möglich gewesen

Denn die Lüner lagen nach 45 Spielminuten nur mit 0:1 hinten. Insgesamt dreimal musste der gegnerische Keeper Robin Mesewinkel-Risse das Spielgerät noch über sein Tor lenken. Eine Führung war aus Lüner Sicht im Bereich des Möglichen.

Besonders hervorheben wollte Gülsen den aktuell eigentlich in der Kreisliga C kickenden Can Acar, von dem zwei der drei gefährlichen Torschüsse kamen. „Der hat mich echt überrascht“, sagt Gülsen. „Der Keeper hat halt klasse gehalten heute.“

Spieler aus der dritten Mannschaft im Kader

Dass die Zweitvertretung des Lüner SV in Durchgang zwei nicht an die Leistung der ersten Halbzeit anknüpfte, ist der mangelnden Kondition und Erfahrung in der für einige Spieler zu hohen Liga geschuldet. „Es fing schon damit an, dass ich morgens Anrufe mit Absagen bekam und dann Spieler aus der dritten Mannschaft hochziehen musste.“

Wieder haben dem Coach sechs Mann gefehlt, wieder rückten dadurch notgedrungen Akteure aus der untersten Kreisliga in das Bezirksligaaufgebot. Auf der Bank hatte Gülsen zudem nur zwei Auswechselspieler. Am Ende waren es laut Gülsen zu viele Konter-Tore, die seine Mannschaft sich fing. „Nach der Winterpause wird ein bisschen aufgeräumt“, sagt Gülsen. „Wir bauen alles neu auf.“

LSV-Reserve auf dem letzten Platz

Der LSV II stärkt mit der nun elften Niederlage im 16. Spiel seine Rolle als Tabellenschlusslicht (16.). Da seine direkten Abstiegsbegleiter Westfalia Wethmar – 2:2 gegen Brambauer – und FC Roj – 2:1 gegen Sölde, punkten, hat der LSV II nun sechs Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Neuer Drittlletzter ist nun der Holzwickeder SC II.

Bezirksliga 8

Lüner SV II – SSV Mühlhausen-Uelzen

0:6 (0:1)

Lüner SV II: Ruscher – Ünal, K. Gülsen, Karatas (35. Öztürk), Sakalar, Isik, Acar, Kralani, Dülger, Koschnik, Koc

Tore: 0:1 Akdeniz (22.), 0:2 Bernsdorf (51.), 0:3 Grasteit (58.), 0:4 Bernsdorf (70.), 0:5 Grasteit (76.), 0:6 Braun (89.)

A-Liga-Spitzenreiter Blau-Weiß Alstedde hat am Sonntag auch das letzte Heimspiel des Jahres gewonnen. Gegen den Viertletzten TuS Neuasseln zeigte die Mannschaft zwar kein berauschendes Spiel. Doch für ein 2:0 reichte es am Ende dennoch. „Wir haben nicht unser bestes Spiel gezeigt“, so Coach Tim Hermes. „Der Platz hat da wohl auch eine Rolle gespielt.“ In der zweiten Hälfte sei der Alstedder Kunstrasen komplett eingefroren gewesen, so Hermes.

Die Hausherren bestimmten zwar die Begegnung gegen die Dortmunder. Doch der Tabellenführer leistete sich einige leichte Fehler und kam zudem nicht zu vielen Tormöglichkeiten. Eine Ausnahme stellte da die 33. Spielminute dar. Mit einer sehr guten Kombination bereitete Can Cicek das 1:0 durch Nico Christiansen vor – die Pausenführung.

„Hätten auch in Rückstand geraten können“

„In der zweiten Hälfte haben wir uns vorgenommen, dominanter zu spielen und sicherer im Passspiel zu werden“, so Hermes. „Das haben wir auch besser gemacht.“ Und dennoch kam Neuasseln zu Beginn der zweiten 45 Minuten zu einigen Ausgleichsmöglichkeiten. Keeper Thorben Krause vereitelte Gegentore. „Da hätten wir auch in Rückstand geraten können“, so Hermes. Stattdessen fiel das 2:0. Nach einer Ecke traf Jonas Hülsmann zur Vorentscheidung (66.).

Alstedde hält damit den Neun-Punkte-Vorsprung auf den Tabellenzweiten VfB Lünen. Zuhause gewannen die Blau-Weißen bisher alle Saisonspiele. Im letzten Spiel vor der Winterpause muss die Hermes-Elf in der kommenden Woche zum Abstiegskandidaten Nummer eins, der SG Alemannia Scharnhorst, reisen.

Kreisliga A2 Dortmund

BW Alstedde – TuS Neuasseln 2:0 (1:0)

BW Alstedde: Krause – Rothe (67. Ekici), Stojak (12. Kirchhoff), Hülsmann, Cicek, Lindner, Nowak, Splittgerber, Juric (65. Audehm), Rumpf, Christiansen (59. Röll) 1:0 Christiansen (33.), 2:0 Hülsmann (66.)

Die A-Liga-Fußballer des TuS Westfalia Wethmar haben ihr Spiel am Sonntag gegen den Königsborner SV mit 1:5 verloren. Trotz eines starken personellen Engpasses schafften es die Grün-Weißen, dem Topteam der A-Liga Paroli zu bieten. Nach zehn gespielten Minuten hatte der KSV die erste Möglichkeit. Nach einem Eckball verhinderte TuS-Keeper Niklas Dvorak den Rückstand.

Sein Bruder Sören Dvorak war es, der nach 26 Minuten die Westfalia per Foulelfmeter in Führung brachte. Aber diese hielt nicht lange. Fünf Minuten nach der Führung glich Val-Leander Wettklo aus. Kurz vor dem Seitenwechsel traf Christopher Thomassen zur Führung für den KSV. Direkt nach Wiederanpfiff verschoss Thomassen einen Foulelfmeter. Wethmar hatte danach eine leichte Druckphase und ließ vor allem defensiv sehr wenig zu.

Wethmar bleibt Letzter

„Die Fünferkette hat ganz gut funktioniert. Wir standen relativ sicher, am Ende hat sich die bessere Mannschaft und die individuelle Qualität einfach durchgesetzt“, sagte TuS-Spielertrainer Benjamin Fasse, der nach gut einer Stunde ins eigene Tor traf – 3:1. Eine Minute nach dem Zwei-Tore-Rückstand hatte Sören Dvorak per Foulelfmeter die Chance seine Farben wieder ranzubringen, er scheiterte aber mit seinem Versuch am KSV-Keeper. In der Schlussphase erhöhte der KSV dann noch auf 5:1. Der TuS bleibt weiterhin auf dem letzten Platz.

Kreisliga A2 Unna-Hamm

West. Wethmar II - Königsborner SV 1:5 (1:2)

Wethmar: N. Dvorak – Fasse, S. Dvorak, Anderson (66. Hane), Puziak, Mowinkel, Grabowski, Preuß, Pohl, F. Dvorak, Resch

Tore: 1:0 S. Dvorak (26./Foulelfmeter), 1:1 Wettklo (31.), 1:2 Thomassen (41.), 1:3 Fasse (61./Eigentor), 1:4 Staklies (70.), 1:5 Kücükyagci

Eine schwache zweite Halbzeit sorgt dafür, dass der BV Lünen auf Rang fünf der Kreisliga B abrutscht. Am Sonntag unterlag der BV 05 der Spielvereinigung Berghofen mit 2:3. Eigentlich waren die Geister direkt im Spiel. Durch eine Unachtsamkeit geriet die Gerleve-Elf aber in Rückstand.

Zunächst zeigte Lünen aber die richtige Reaktion, blieb ruhig und glich durch Robin Hagenmeyer aus. Der Stürmer verpasste es kurz darauf, sein zweites Tor zu erzielen. All das änderte sich im zweiten Durchgang. „Das ist komplett erschreckend, was wir in der zweiten Halbzeit abgeliefert haben“, sagte Spielertrainer Dennis Gerleve. Berghofen vergab sogar einen Elfmeter, erspielte sich aber eine 3:1-Führung. Hagenmeyer konnte nur verkürzen.

Kreisliga B4 Dortmund

BV Lünen II – Berghofen 2:3 (1:1)

BV Lünen: Gnida – Moltrecht, Mlinski, Fluder, Gerleve, Ost, Hoffmann (58. Mayanovic), Studnicka (65. Beck), Hagenmeyer, Voigt (52. Goebel), Helmrich

Tore: 0:1 Düzgün (25.), 1:1 Hagenmeyer (30.), 1:2 Liedtke (56.), 1:3 Düzgün (87.), 2:3 Hagenmeyer (89.)

Gelb-Rote Karte: gegen Ost (90.)

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