So reagiert die Stadt Lünen auf das Bolzplatzproblem in der Lippestadt

hzLüner Bolzplätze

Der Lüner Fußballer Kadir Koc hat sich für die Stadt Lünen kürzlich beleuchtete Bolzplätze mit Kunstrasen gewünscht. Jetzt hat die Stadt Lünen in einer Pressemitteilung Stellung bezogen.

Lünen, Brambauer

, 28.05.2019, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Sportredaktion der Lüner Ruhr Nachrichten hat sich kürzlich gemeinsam mit dem aus Brambauer stammenden Fußball Kadir Koc den Bolzplatz an der Konradstraße in Brambauer angesehen (wir berichteten). Koc ärgerte sich über den Zustand des Fußballplatzes. „Mich stört, dass die Plätze nicht mehr zeitgemäß sind. Die meisten Plätze sind veraltet, sehen noch so aus wie vor 20 Jahren, als ich mit dem Fußballspielen angefangen habe“, berichtete der 28-Jährige.

Für die Zukunft äußerte er einen klaren Wunsch: „Ich wünsche mir Beleuchtung und Kunstrasenplätze, dann würden auch wieder viel mehr Kinder zum Spielen kommen. Außerdem müssten die Tore mal wieder erneuert werden“, so der Brambaueraner.

Daraufhin hat diese Redaktion die Stadt Lünen mit den Aussagen von Koc konfrontiert. Die Stadt hat sich in einer E-Mail geäußert. „Bolzplätze haben verglichen mit regulären Fußballplätzen im Allgemeinen einen niedrigeren Ausbaustandard. Eine Umgestaltung der Bolzplätze von wassergebundenem Rotgrand auf Kunstrasen ist derzeit nicht geplant. Das liegt zum einen am deutlich höheren Pflegeaufwand und zum anderen an den hohen Investitionen, die einem Neubau nahe kämen“, schreibt Benedikt Spangardt, Pressesprecher der Stadt Lünen.

Zudem fügt dieser hinzu, dass ähnliche Probleme auch den Aufbau einer Beleuchtungsanlage verhindern. „Die Anlagen dürfen ohnehin lediglich bis 20 Uhr bespielt werden. Der Punkt der hohen Investitionen muss auch vor dem Hintergrund der allgemeinen Haushaltslage der Stadt Lünen gesehen werden“, so Spangardt weiter.

Fünf Bolzplätze im Stadtgebiet

Darüber hinaus könne ein „katastrophaler Zustand“ der „meisten Plätze“, wie Koc und weitere User berichten, von Seiten der Stadt nicht nachvollzogen werden. „Das Baudezernat bittet aber um konkrete Hinweise, falls bei einzelnen Spiel- und/oder Bolzplätzen trotz regelmäßiger Kontrollen schlechte Pflegezustände bemängelt werden sollten“, schreibt Spangardt in der Pressemitteilung.

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Die Stadt Lünen unterhält im Stadtgebiet aktuell fünf Bolzplätze sowie fünf kombinierte Spiel- und Bolzplätze. Dazu gehören die Bolzplätze an folgenden Straßen: Eduard-Petrat-Straße (Horstmar), Heimstraße/Am Calversbach (Brambauer), Konradstraße (Brambauer), Wehrenboldstraße (Nordlünen) und an der Willi-Melchers-Straße/Hüttenallee (Wethmar).

Zu den Spiel- und Bolzplätzen zählen: Lippepark (Geist), Im Paradies/Moltkestraße (Geist), An der Gräfte (Niederaden), Südpark (Lünen-Süd) und an der Sedanstraße (Lünen-Süd). Dieses Angebot sei aus städtischer Sicht aktuell befriedigend. Der Technische Beigeordnete Arnold Reeker betont: „Die Bereitstellung von ausreichenden und attraktiven Spiel- und Sportflächen für Kinder und Jugendliche ist ein wichtiges Ziel der Stadtentwicklung. Die vom Rat beschlossene Spielflächenleitplanung stellt hier eine gute Grundlage dar.“

Reeker weist allerdings auch darauf hin, dass vor allem bei der Anlage von reinen Bolzplätzen (die bau- und lärmschutzrechtlich als Sportflächen betrachtet werden müssen) beispielsweise ausreichende Abstände zu vorhandenen Wohnnutzungen einzuhalten sind.

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