So „ultra“ wird das Wochenende für Michael Petry und viele Läufer in Lünen

Leichtathletik

Am Samstag steigt der erste Lippeauen-Ultra – ein Lauf über 50 Kilometer. Ausrichter Michael Petry wird sich damit seine Vision erfüllen. Der 51-Jährige freut sich über 70 Voranmeldungen.

von Marcel Schürmann, Patrick Schröer

Lünen, Alstedde

, 04.07.2019, 18:11 Uhr / Lesedauer: 2 min
So „ultra“ wird das Wochenende für Michael Petry und viele Läufer in Lünen

Freut sich auf die Premiere „seines“ Lippeauen-Ultra-Laufs: Michael Petry (51). © Patrick Schröer

2018 hatte Michael Petry eine Vision, als er an den Lippeauen entlanglief: die Etablierung eines Ultra-Marathons in seiner Heimatstadt. Der 51-Jährige ist bereits seit zehn Jahren in der Ultra-Marathon-Szene. „Ich will die Stadt nach vorne bringen, Lünen braucht im Sport noch einiges. Dieser Bereich muss besser genutzt werden“, erklärt Petry, wie er auf die Idee kam.

Am Samstag geht Petrys Vision in Erfüllung. Dann steigt ab 9 Uhr der erste Lippeauen-Ultra – ein Lauf über 50 Kilometer. „Es wird ein Riesending. Die Leute hier sind so laufverrückt“, sagt Petry.

Ab auf die Lippeauen

Zu absolvieren sind für den Ultralauf satte sieben Runden auf dem circa 7,15 Kilometer langen Rundkurs. Vom Knappschaft-Stadion von Blau-Weiß Alstedde, Am Heikenberg 18, Lünen, geht es raus auf die Lippeauen Richtung Osten zum Segelflugplatz. Von da geht es wieder Richtung Westen bei Steag vorbei und von da zurück zum Stadion. „Die individuellen Weiten können auch einzeln abgerechnet werden. Drei Runden sind dann ein Halbmarathon, sechs ein ganzer“, so Petry. Und sieben eben ein Ultra. Bisher sei die Premierenveranstaltung „sehr gut angenommen“ worden. Sogar Engländer haben sich für den Lauf angemeldet.

Auch Fünf-Kilometer-Lauf

Darüber hinaus richtet Petry in Eigenregie neben dem Lippeauen-Ultra auch den Lippedamm-Lauf aus; einen Lauf über fünf Kilometer, der ab 11 Uhr über die Bühne geht.

Auch der feiert am Samstag seine Premiere. „Bei dem Fünf-Kilometer-Lauf werden wir sicherlich über 100 Teilnehmer haben. Für den Ultralauf haben wir bereits 70 Voranmeldungen. Wenn es mit den Anmeldungen bei dem Tempo bleibt, werden wir überrannt“, sagt Petry.

Ein Wendepunkt-Lauf

Der Lippedamm-Lauf führt vom Start in den neugestalteten Flusspark und ist ein Wendepunkt-Lauf. „Hier werden wir mit einen Verpflegungspunkt im Bereich der Salforter Brücke die fünf Kilometer zum Laufgenuss sichern“, so Petry.

Beide Läufe sind übrigens reine Spendenläufe. Mit den Startgeldern werden zunächst die Unkosten für den Lauf gedeckt, „der Rest kommt dem Ambulanten Lüner Hospiz, der Lüner Flüchtlingshilfe sowie der Jugendabteilung von Blau-Weiß Alstedde zugute“, so Petry. „Die Leute wollen etwas Gutes tun. Wenn sie sich dabei noch bewegen, ist das weltklasse.“

Eine Streckensperrung gibt es jedoch nicht. Petry: „Wir haben die Genehmigung der Stadt. Eine Vollsperrung ist aber leider zu teuer.“

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