Stadt Lünen greift für 100 Sportvereine und 21.000 Athleten tiefer in die Tasche

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Die Stadt Lünen investiert ab 2020 mehr in ihre Sportvereine. Neben geänderten Förderrichtlinien erhöht sich das Budget um 17.500 Euro. Davon profitieren aber nicht nur die Sportler.

Lünen

, 20.01.2020, 13:52 Uhr / Lesedauer: 3 min

Für rund 100 Lüner Sportvereine startet das neue Jahr mit positiven Nachrichten. Denn die 21.000 Mitglieder haben 2020 nicht nur die Möglichkeit starke sportliche Leistungen zu zeigen, sondern erhalten von der Stadt auch ein größeres Budget für die Jugendförderung, qualitative Trainerausbildungen und hochwertige Sportanlagen.

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Bereits Mitte Dezember hat der Sportausschuss sich mit der Stadt Lünen auf eine Erhöhung von zehn Prozent geeinigt. Somit stehen den Vereinen nun 17.500 Euro mehr zur Verfügung als noch im vergangenen Jahr. Ingsesamt kommen damit für 2020 laut Sportverwaltung etwa 922.400 Euro zusammen. „Um die wichtige ehrenamtliche Arbeit unserer Vereine stärker zu unterstützen, erhöht sich das Budget aber noch weiter“, erklärt Benedikt Spangardt, Pressesprecher der Stadt Lünen. 2021 um weitere fünf Prozent und 2022 noch einmal um zehn Prozent.

Mit Punktesystem mehr Zuschüsse möglich

Da das Sportentwicklungsprojekt in Lünen nur bis 2020 datiert war, hat sich der Ausschuss neben der Erhöhung auch mit den Sportförderrichtlinien beschäftigt und diese überarbeitet. Ein besonderes Augenmerk wurde dabei unter anderem auf die Betriebskosten für Vereinsgebäude und die Energieeinsparung gelegt.

Dafür hat der Ausschuss in Zusammenarbeit mit den Energieberatern der Stadtwerke Lünen ein neues System, das E-Check-Verfahren, entwickelt. Die Vereine haben so die Möglichkeit, ihre eigenen Gebäude prüfen zu lassen und die Zuschussquote bis auf 80 Prozent zu steigern, wenn sie in energiesparende Gebäudetechnik investieren.

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Anhand eines Punktesystems könne dann abgelesen werden, wie viel Geld die Vereine bekommen. „Das ist aber frühestens ab 2021 möglich, da die anfallenden Kosten für den Haushalt noch nicht abzuschätzen sind“, erklärt Spangardt.

Qualität der Trainer wird gesteigert

Die neuen Sporförderrichtlinien belohnen aber auch die Übungsleiter, die jede Woche aufs Neue den Nachwuchs anlernen und coachen. Die frühere Pauschalregelung, dass jeder Trainer mit 100 Euro im Jahr bezuschusst wird, wurde deutlich erweitert. Nun hängt die Förderquote davon habe, welche Lizenz bereits vorhanden ist.

„Das Ziel ist hier die Qualitätssteigerung. Die Änderung macht es für die Vereine attraktiver, möglichst hochrangige Trainer auszubilden“, erklärt Christian Zapp, Vorsitzender des Stadtsportverbandes. Denn je höher die Lizenz, desto tiefer müssen die Klubs auch in die Tasche greifen. „Alleine eine B-Lizenz, die alle drei Jahre erneuert werden muss durch Fortbildungen, kostet 500 Euro“, rechnet Zapp vor.

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Wie auch in den Sportförderrichtlinien aus dem vergangenen Jahr, erhalten die Vereine Zuschüsse für die Jugendlichen. Unter dem Strich sind das vier Euro pro Person. 2019 haben die Klubs in Lünen dadurch alleine 26.000 Euro eingenommen. „Das soll ein Anreiz für eine ordentliche Jugendarbeit sein, vor allem für die Vereine, die bisher noch überhaupt keine haben“, erklärt Zapp. Denn je mehr Jugendliche, desto höher fällt auch der Zuschuss der Stadt aus. Was die Vereine aber schlussendlich mit dieser Summe machen, ist ihnen selbst überlassen. Da müsse man Vertrauen haben, so Zapp.

Stadt Lünen profitiert von Budgeterhöhung

Mitte des Jahres erhalten die Vereine dann das erste Geld aus dem Lüner Haushalt. Zuvor müssen sie jedoch die Anträge zur Jugend-, Übungsleiter- und Betriebskostenförderung bis zum 31. März mit den entsprechenden Belegen einreichen. Die Größe des Vereins spielt bei der Geldvergabe aber keine Rolle. Egal ob 50 oder 200 Mitglieder, solange der Klub die Sportförderrichtlinien einhält, bekommt er den Zuschuss.

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Und davon profitieren nicht nur die Vereine selbst, sondern auch die Stadt Lünen. „Die Ausbildung der Kinder und Jugendlichen ist ein wichtiges Ziel für uns. Dabei geht es nicht nur um die schulische, sondern auch um die non-formale Bildung, wie sie beispielsweise in einem Verein geschieht", sagt Spangardt.

Indem die Stadt finanziell indirekt die Arbeit der Klubs unterstützt, können diese sich wieder mehr um die eigentlichen Aufgaben kümmern. Da Sport ein wichtiger Faktor für ein gesundes Leben ist, hofft die Stadt Lünen, somit einen wichtigen Grundstein für ein sportlich aktives und gesundes Leben zu legen.

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