Tolga Demir hat einen neuen Verein und kündigt „einige bekannte Lüner Gesichter“ an

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Lange Zeit war Tolga Demir ein wichtiger Funktionär bei der SG Gahmen. Nun hat er einen neuen Verein gefunden, bei dem er hofft das zu finden, was ihm in Gahmen zuletzt gefehlt hat.

von Carl Brose

Gahmen, Derne

, 25.06.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Tolga Demir hat nach seinem Abgang von der SG Gahmen einen neuen Verein gefunden. Zusammen mit Kemal Arslan wird er die sportliche Leitung der Seniorenmannschaften von Ay Yildiz Derne übernehmen. In der Kreisliga A2 dürfte es damit zu einem Wiedersehen mit Demirs Ex-Verein kommen. In der vergangenen Saison war er noch Trainer der zweiten Mannschaft und Geschäftsführer bei den Gahmenern.

„Nach der offiziellen Bekanntgabe meines Abgangs von Gahmen, kamen einige Angebote aus der Umgebung. Zusammen mit Kemal habe ich mich dann für Derne entschieden“, sagt Demir. Im Duo sind die beiden für die Belange der Herrenmannschaften bei Ay Yildiz Derne verantwortlich. „Derne hat uns letztendlich vom Konzept her am meisten überzeugt. Hier soll etwas mit vielen jungen Leuten aus dem Umkreis aufgebaut werden. Dazu wurde bisher bereits gute Arbeit hier geleistet und es gibt hier noch richtige Identifikationsfiguren im Verein“, so Demir.

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Bei seinem neuen Verein erhofft er sich nun auch etwas wiederzufinden, was ihm bei der SG Gahmen zuletzt etwas gefehlt hat: „In Derne wird das Ganze mit einem Konzept angegangen, dass immer noch etwas Familiäres bewahrt. Beispielsweise die Leute aus dem Vorstand sind hier schon immer dabei. Es werden bestimmte Traditionen gewahrt und nichts vorgespielt. In Gahmen habe ich zum Ende hin bestimmte familiäre Aspekte nicht mehr ganz abgenommen.“

Ascheplatz als Nachteil für die SG Gahmen

Bei dieser Entwicklung habe der finanzielle Aspekt für ihn eine entscheidende Rolle entwickelt. „Es ist natürlich schön, wenn ich hochkarätige Spieler holen kann. Allerdings kann das auch schädlich für die Entwicklung des Vereins sein. Als wenn ich den Weg mit jungen Spielern gehe“, führt Demir weiter aus. Dazu habe Gahmen für ihn mit dem Ascheplatz einen weiteren entscheidenden Nachteil gehabt. „Bei der Verpflichtung von neuen Spielern bin ich wegen dem Ascheplatz häufig auf Ablehnung gestoßen, vor allem bei jungen Spielern. Das Problem habe ich Derne jetzt nicht mehr“, erklärt der Ex-Gahmener.

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Mit Ay Yildiz Derne möchte Demir nun auch die Jugendarbeit voranbringen. Bei dem Dortmunder Verein sieht er dafür bessere Bedingungen: „In Lünen ist es unheimlich schwer eine vernünftige Jugendabteilung aufzubauen. Bei Ay Yildiz haben wir bereits eine Jugend, die keine Alltagsfliege ist. Es war schon immer mein Ziel viel mit jungen Spielern zu arbeiten, das können wir hier machen.“

Auch die personellen Planungen für die erste Mannschaft in Derne laufen bereits auf Hochtouren. Dabei kündigt Demir einige bekannte Gesichter an: „Gerade aus dem Lüner Raum werden einige bekannte Gesichter dabei sein. Es ist ja auch kein Geheimnis, dass aus der zweiten Mannschaft von Gahmen einige mitkommen werden.“

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Nach dem BW Alstedde die Kreisliga A2 als Aufsteiger in der vergangenen Saison verlassen hat, würde Derne mit der SG Gahmen, VfB Lünen und SV Preußen Lünen „eine gefühlte vierte Lüner in der Liga Mannschaft“ stellen. „Wenn der Kader komplett steht, wird es einigen Lüner Mannschaften auf jeden Fall wie ein Derby vorkommen, wenn sie gegen uns spielen“, sagt Demir mit Blick auf die kommenden Duelle.

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