Toptransfer der SG Gahmen verlässt den Verein wieder, ohne überhaupt ein Spiel gemacht zu haben

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Die Saison hat noch nicht mal angefangen, da ist der Sommer-Toptransfer der SG Gahmen schon wieder weg. Ohne überhaupt ein Mal für den A-Ligisten aufgelaufen zu sein. Es soll woanders hingehen.

von David Adams

22.07.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Fußballspiel hat die SG Gahmen 24/74 noch nicht absolviert. Auch wenn Testspiele Ende Juli mit der Erlaubnis des Fußballkreises Dortmund wieder möglich sind. Erst am 31. Juli findet das erste Testspiel der Gahmener statt, wenn der A-Ligist beim Westfalenligisten BSV Schüren antritt.

Ersan Kusakci wird das Trikot der SG Gahmen dann aber nicht mehr tragen.

Im Juni stellte die SG Gahmen Ersan Kusakci (27) als Neuzugang für die kommende Saison vor. Mit seiner Erfahrung von den Stationen FC Kray, Westfalia Herne oder der Hammer Spielvereinigung sollte der Aufstieg in die Bezirksliga gelingen. Nach rund einem Monat trennen sich die Wege wieder.

„Private und persönliche Gründe“

Als Grund für die Trennung nennen der Spieler und der Verein „private und persönliche Gründe“. Beide Parteien gehen nicht im Streit auseinander. Der Sportliche Leiter der SG, Hüseyin Tekin, stellt im Gespräch klar: „Aktuell haben wir gesagt, das wird so nicht klappen. Aber im Winter oder nächstes Jahr wäre das vielleicht noch mal eine Option.“

Der 27-Jährige zeigt sich dankbar dem Verein gegenüber: „Ich bedanke mich vor allem bei dem Präsidenten Ibrahim Ünal und bin sehr dankbar für das entgegengebrachte Interesse, auch wenn es nur eine kurze Zeit war, hat es richtig Spaß gemacht.“

Ersin Kusakci wird nicht für die SG Gahmen auflaufen.

Ersin Kusakci wird nicht für die SG Gahmen auflaufen. © SG Gahmen

Tekins Vorstellung über eine Zusammenarbeit im Winter oder zur Saison 2021/2022 muss Kusakci enttäuschen. Dem engen Freund von Ex-BVB-Star Pierre-Emerick Aubameyang liegen Angebote von mehreren höherklassigen Vereinen vor. Kusakci will zeitnah eine Entscheidung über seine sportliche Zukunft treffen und „definitiv in die Landes- oder Westfalenliga gehen.“

Operativer Bereich als Möglichkeit

Mittelfristig sieht Ersan Kusakci seine Position im sportlich operativen Bereich. Den Trainerschein, in Form der B-Lizenz, besitzt er und bei seiner Station in Hamm erhielt der 27-Jährige erste Einblicke in die Aufgaben eines sportlichen Leiters. „Das hat mir richtig Spaß gemacht. Mit dem Sponsoren holen, die Gespräche und das ganze Drumherum was man als Sportlicher Leiter macht.“

Vielleicht treffen Ersan Kusakci und die SG Gahmen in der Zukunft dann wieder aufeinander. Ob als Spieler oder Verantwortlicher eines Testspielgegners oder als Zuschauer an der Kaubrügge.

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