Unbekannte Westfalenliga 1: Das sind die neuen Gegner des Lüner SV (2)

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Im zweiten Teil unseres Westfalenliga-Checks haben wir uns die Gegner aus dem Münsterland und der alten Staffel genauer angeschaut.

von Nico Ebmeier

Lünen

, 18.08.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Durch den Staffelwechsel in die Fußball-Westfalenliga 1 trifft der Lüner SV auf ganz viel Unbekanntes. Nachdem wir zuletzt die Gegner aus Ostwestfalen unter die Lupe genommen haben, schauen wir heute auf die Mannschaften, die aus dem Münsterland kommen und die, die mit dem LSV die Staffel gewechselt haben.

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1. FC Gievenbeck - Oberliga-Flair ist langsam verflogen

Zusammen mit dem TuS Hiltrup und dem BSV Roxel kämpfte der 1. FC Gievenbeck lange um die Amateur-Herrschaft in Münster. Zwei Aufstiege in die Oberliga im vergangenen Jahrzehnt untermauerten die großen Ansprüche. Vor zwei Jahren ging es aber dann zuletzt zurück in die Westfalenliga und dort soll nun nach Platz acht im Vorjahr wieder in den Kampf um die oberen Plätze eingegriffen werden.

Grün-Weiß Nottuln - Fahrstuhlmannschaft aus Coesfeld
Für die Grün-Weißen aus Nottuln ist jedes Jahr in dieser Spielklasse ein Erfolg für sich. Seit den 1990er Jahren wechselt man fast traditionell ständig zwischen der Landes- und Westfalenliga. Zuletzt stiegen die Coesfelder vor zwei Jahren in die zweithöchste Amateurspielklasse Westfalens auf und konnten sich mit guten Leistungen im vergangenen Jahr dort auch gut halten. Durch die vielen Aufsteiger ist auch ein erneuter Nichtabstieg sehr realistisch.

Westfalia Kinderhaus - der dritte Aufstieg im vierten Jahr?
Die Mannschaft von Westfalia Kinderhaus könnte die größte Unbekannte der diesjährigen Westfalenliga 1 sein. Ähnlich wie Preußen Espelkamp schaffte Kinderhaus in einer engen Landesliga 4 im vergangenen Jahr den Aufstieg, wobei man erst zwei Jahre zuvor überhaupt in diese aufgestiegen war. 2011 war die Westfalia sogar noch A-Ligist. Nehmen die Münsteraner die Euphorie erneut mit in die Saison, könnte die nächste Überraschung möglich sein.

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Borussia Emsdetten - die goldene Generation bringt Erfolg
Die Borussen aus Emsdetten waren im vergangenen Jahr die Überraschung schlechthin. Mit erfrischendem Fußball und wenigen Aussetzern stand man in der ganzen Saison auf den ersten Ligaplätzen. Grund dafür ist die gern genannte „goldene Generation“. Die Jahrgänge 1996-1998 schossen die damalige A-Jugend im Durchmarsch aus der A-Liga in die Landesliga und hätten dort sogar fast den nächsten Aufstieg geschafft. Dass es mit den Senioren nicht für die Oberliga gereicht hat, lag im vergangenen Jahr nur daran, dass die Tordifferenz um sechs Tore zu schlecht war.

SV Mesum - durch Corona in die Westfalenliga
Der SV Mesum war im vergangenen Jahr vielleicht der größte Profiteur der Corona-Krise. Rang drei hätte eigentlich nicht für den Aufstieg gereicht, doch die Quotientenregel brachte den Steinfurter die Westfalenliga. Dass es jetzt nur um den Klassenerhalt geht, ist klar. In der Saison 2018/19 spielte der SVM schon einmal in der zweithöchsten Klasse Westfalens, stieg aber in der selben Saison auch direkt wieder ab.

Spvgg Erkenschwick - Trauer um die alten Zeiten
Genau wie der Lüner SV wurde auch die Spielvereinigung Erkenschwick aus der Staffel 2 in diese Staffel umgruppiert. Dabei hatte die Spielvereinigung eigentlich im vergangenen Jahrzehnt sogar einen Stammplatz in der Oberliga Westfalen, doch nach dem Abstieg 2017 konnte man sich nicht wieder erholen. Generell trauert man am Stimberg-Stadion etwas der Vergangenheit nach. In den 1950er Jahren waren die Recklinghäuser lange Zeit Erstligist und konnten 1967 die Amateur-Vizemeisterschaft feiern.

SuS Neuenkirchen - Wiedergutmachung hat Priorität
In den vergangenen zwei Spielzeiten hat der SuS Neuenkirchen beide Seiten der Westfalenliga-Medaille hautnah miterlebt. Wie aus dem Nichts spielte der SuS 2018 eine Fabelsaison und verpasste nur haarscharf den Oberliga-Aufstieg. Ein Jahr und viele Abgänge später folgte beinahe der Abstieg in die Landesliga. In diesem Jahr ist daher dringend Wiedergutmachung angesagt. Die größten Erfolge feierten Neuenkirchen zu Beginn des vergangenen Jahrzehnts. Fünf Jahre lang hielt man sich in der Oberliga, ehe 2018 der Abstieg folgte.

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TuS Sinsen - Der Aufschwung ist vorerst gestoppt
Wie viele Mannschaften in dieser Liga hat auch der TuS Sinsen in den vergangenen zehn Jahren einen steilen Aufstieg miterlebt. 2009 war Sinsen noch A-Ligist, ehe es langsam bis in die Westfalenliga 2 hochging. Nach zwei dritten Plätzen folgte dort zuletzt ein schwacher elfter Platz. Kommt der TuS aber mit der Umgruppierung gut klar und kann an die erfolgreichen Saisons anknüpfen, dürfte Sinsen auch einen Blick auf das Oberliga-Ticket richten.

TuS Hiltrup - Warten auf die Krönung
Wäre das Coronavirus nicht gewesen, wäre der TuS Hiltrup wohl aufgestiegen. Im vergangenen Jahr galten die Hiltruper stets als wohl beste Mannschaft der Liga und verpasste nur aufgrund einer Schwächephase in der Hinrunde die ersten Plätze. Nach zwei vierten Plätzen in Serie soll bei den Münsteranern deswegen in diesem Jahr dringend die Krönung folgen.

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