VfL-Damen auf Erfolgskurs, Herren mit desaströser zweiter Hälfte

Handball in Lünen

Brambauers Damen siegen gegen den Tabellenzweiten Riemke, während die Herren mit 25 Gegentreffern in Hälfte zwei untergingen. Die LSV-Damen sind zurück im Aufstiegsrennen.

Lünen, Brambauer

, 08.03.2020, 18:45 Uhr / Lesedauer: 4 min
Verena Fleckstein (M.) und der VfL Brambauer setzten am Samstag gegen den Tabellenzweiten aus Riemke ein Ausrufezeichen.

Verena Fleckstein (M.) und der VfL Brambauer setzten am Samstag gegen den Tabellenzweiten aus Riemke ein Ausrufezeichen. © Günther Goldstein

Und sie bleiben weiter auf Erfolgskurs: Die Handballerinnen des VfL Brambauer machten am Samstagabend gegen den SV Teutonia Riemke keinen Halt. Sie setzten mit ihrem 22:20-Sieg ein dickes Ausrufezeichen. Es bleibt weiter spannend im Kampf um den Klassenerhalt. Der VfL Brambauer fuhr zwar seinen siebten Saisonsieg ein, doch die Konkurrenz punktete ebenfalls. Die VfL-Frauen belegen aktuell mit 14:20-Punkten Platz acht und weisen drei Zähler mehr auf als HSG Hohenlimburg, TuS Bommern und HSC Haltern-Sythen. Schlusslicht SG Menden Sauerland Wölfe liegt mit 8:24-Punkten weiter zurück. „Natürlich freuen wir uns über die Punkte. Aber ich kann es immer wieder predigen: Es bleibt bis zum Schluss spannend. Wir müssen weiter unsere Hausaufgaben machen“, sagte Trainer Andre Schwedler.

Dass sein Team am Samstag den Tabellenzweiten Riemke zu Hause schlug, war ein hartes Stück Arbeit. Das Spiel wurde von zwei starken Abwehrreihen und zwei absolut herausragende Torfrauen geprägt. Der VfL schaffte es aber, sich zu Beginn leicht abzusetzen. Annika Kost warf ihre Mannschaft per Siebenmeter zur zwischenzeitlichen 6:2-Führung. Doch Riemke gab längst nicht auf, blieb immer wieder dran. Zur Pause erkämpfte Brambauer sich aber eine Drei-Tore-Führung.

„Kein Spiel für Handball-Ästheten“

Im zweiten Spielabschnitt verlief die Partie ähnlich. Brambauer verteidigte gut, arbeitete diszipliniert und stoppte immer wieder Riemkes erste Welle. „Das, was wir uns vorgenommen haben, haben wir prima umgesetzt“, lobte Schwedler. Jeder Angriff war allerdings kräftezehrend. „Wir mussten richtig ackern. Riemke aber auch. Da war bei beiden viel Kampf dabei, aber stets fair. Es war kein Spiel für Handball-Ästheten“, so Andre Schwedler weiter.

Letztendlich hatten die VfL-Frauen den längeren Atem, auch wenn Riemke kurz vor Schluss zum 18:18 ausglich. „Wir haben die Ruhe bewahrt und unser Ding durchgezogen. Dieser Sieg war einfach total wichtig, weil die anderen Teams von unten auch gepunktet haben“, lautete das Fazit von Schwedler. Neben einer starken Abwehrreihe ragte Torfrau Karen Jaschewski heraus. Sie parierte unzählige freie Würfe und hielt etliche Siebenmeter.

Frauen-Verbandsliga 2

VfL Brambauer – SV Teutonia Riemke 22:20 (11:8)

VfL Brambauer: Jaschewski/Sindermann – Fleckstein, Rykowski (3), Holz (3), Sahage, Kost (4/3), Trippe, Leismann, Bauer (1), Lasshof (2), Umbescheidt, Bloeß (5), Pötter (4/2)

Die Bezirksliga-Handballer des VfL Brambauer II sind allmählich in der Bezirksliga angekommen. Am Samstag gab es einen knappen, aber nicht unverdienten 25:24-Sieg gegen den TV Werne.

Das waren erneut wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt. Der VfL II baute somit seinen Vorsprung weiter aus und nimmt Fahrt in Richtung Ligaverbleib. Die Mannschaft bleibt auf dem drittletzten Platz, hat aber nun schon sieben Punkte Vorsprung auf den Tabellenletzten TuS Eintracht Overberge. „Das Team hat überzeugt. Es hatten alle richtig Bock und alle haben Leistung gezeigt“, lobte auch Trainer Dominik Schidlowski, der auch erwähnt: „Wir kommen an.“

Konzentration reicht für knappen Sieg

Zu Beginn hatte der VfL II aber noch Schwierigkeiten mit dem gegnerischen Keeper, den er warm schoss. „Wir haben uns die Bälle, die wir vorne verloren haben, aber durch eine starke Deckung wiedergeholt. Deswegen sind wir auch nie großartig in Rückstand geraten“, analysierte Schidlowski. Auch in einigen Unterzahlphasen bewies seine Mannschaft die nötige Konzentration, die am Ende für einen wichtigen Sieg reichte.

Bezirksliga Hellweg

VfL Brambauer II – TV Werne 25:24 (13:11)

VfL Brambauer II: Tesch/M. Greinert – Pörschke, Abels, Surkamp, P. Strauch, Hövener, Wolke, D. Strauch, Ziepel, Mross, T. Greinert, Benthaus, Brink

Erste Halbzeit hui, zweite pfui – so könnte man das Spiel des Handball-Landesligisten VfL Brambauer am Samstag gegen den SV Westerholt beschreiben. Am Ende gab es eine deutliche 26:41-Niederlage.

„Wir haben zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten gezeigt“, so Coach Björn Grüter. Sein Team spielte zu Beginn diszipliniert, setzte vieles um, was unter der Woche im Training gegen die 5-1-Deckung von Westerholt einstudiert wurde: Dank vieler Übergänge und einem tollen Zusammenspiel mit Kreisläufer Jan Richter blieb der VfL lange im Spiel, lag zur Pause nur mit zwei Toren zurück.

25 Gegentore in der zweiten Hälfte

In der zweiten Halbzeit dann ein völlig anderes Gesicht. „Das war irgendwie wie abgeschnitten. Es hat einfach kaum mehr etwas funktioniert“, sagte Grüter. Vor allem Westerholts Rechtsaußen Fabian Mühlnickel machte dem VfL das Leben schwer. Er netzte zwölf Mal ein. „Wir hatten uns vorgenommen, ihm weniger Raum zu geben. Das hat leider nicht funktioniert“, so Grüter.

Westerholt nutzte jede noch so kleine Möglichkeit, die sich bot und schraubte das Ergebnis so auf 41:26 in die Höhe. „Dass wir so einen über den Deckel bekommen haben, ist jetzt passiert. Entscheidend sind die beiden nächsten Wochen“, so Grüter. Denn dann spielt der VfL Brambauer gegen TuS Borussia Höchsten und TuS Westfalia Hombruch II.

Landesliga 3

VfL Brambauer – SV Westerholt

26:41 (14:16)

VfL Brambauer: Welski/Sträde – Richter (5), P. Strauch (4), L. Langmann (1), Ziepel (2), Wissemann (3), Kurt (6/3), Gärtner, Pape (1), K. Maurer (4/1)

Sie sind wieder im Aufstiegsrennen. Nach dem 26:23-Sieg am Sonntagabend und den gleichzeitigen Patzern der Top Drei meldet sich Frauenhandball-Verbandsligist Lüner SV im Meisterschaftsrennen zurück. Die LSV-Frauen sind nur noch vier Punkte von Spitzenreiter SC Westfalia Kinderhaus entfernt.

Der LSV hat im Gegensatz zum Tabellenführer SC Westfalia Kinderhaus allerdings noch eine Partie weniger bestritten. Den Lünerinnen fehlt noch das ausgefallene Spiel bei der HSG Hohenlimburg vor wenigen Tagen. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest.

Top-Spiel steht bevor

Passend zur Situation steht am Samstag, 14. März, das Top-Spiel auswärts in Kinderhaus bevor. „Das ist für uns ein Vier-Punkte-Spiel“, weiß auch LSV-Coach Marcel Mai, der vor allem hofft, dass seine Mannschaft die starke erste Halbzeit aus dem Spiel gegen Bösperde mitnimmt. „Das war wirklich super. Die Abwehr stand stark. Wir haben sehr viel Tempo nach vorne gemacht. Das hat mir echt gefallen“, lobte er. Der Lüner SV erarbeitete sich so eine deutliche Führung zur Pause (17:10).

Im zweiten Spielabschnitt lief es dann aber wesentlich schleppender. Lünen war nicht mehr so bissig wie zuvor, bekam Bösperdes Rückraumspielerin Luisa Köck nicht mehr in den Griff. „Sie durfte gefühlt ein Tor nach dem anderen werfen“, ärgerte sich Mai.

Vorsprung wurde kleiner

Hinzu kam, dass seine Schützlinge viele freie Würfe ausließen. So kam der Gast aus dem Sauerland Stück für Stück wieder heran und schaffte es zum Spielende, sogar auf zwei Tore zu verkürzen. Am Ende ließ Lünen aber nicht mehr viel anbrennen und sicherte sich einen 26:23-Sieg. „Irgendwie sind wir mit diesem Spiel nicht wirklich zufrieden. Die erste Halbzeit lief zwar gut. Dann haben wir aber erheblich nachgelassen. Vielleicht waren auch ein paar Wechsel nicht ganz glücklich“, äußerte Mai auch Selbstkritik und legte nach: „Wichtig ist, dass wir die zwei Punkte geholt haben und die zählen unterm Strich. Dadurch sind wir jetzt wieder oben dran.“

Das Spitzenspiel am Samstag in Kinderhaus hat es dann in sich. „Da müssen wir voll auf den Punkt da sein. Da müssen wir ordentlich Gas geben“, fordert Mai, der insgeheim hofft, dass sein Team die guten Szenen aus der ersten Halbzeit verinnerlicht hat und die zweite Hälfte komplett vergessen kann.

Frauen-Verbandsliga 2

Lüner SV – DJK SG Bösperde 26:23 (17:11)

Lüner SV: Schink/Klostermeier - Lieneke (2), Köppen, T.-C. Schmidt (8), Hins (2), Püschel (1), Lohölter (2), J. Krause, A. Schmidt (4), Verhasselt (2), Rempe (1), Dressler (3), Geisler (1)

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