VfL-Frauen siegen, aber behalten Rote Laterne - so haben die anderen Handballer gespielt

Handball: Ergebnisse

Mit dem Heimsieg über Hohenlimburg gelang dem VfL Brambauer ein versöhnlicher Jahresabschluss. VfL Brambauer II kassiert beim HC Heeren-Werve eine klare Niederlage.

Lünen

, 15.12.2019, 21:07 Uhr / Lesedauer: 4 min
VfL-Frauen siegen, aber behalten Rote Laterne - so haben die anderen Handballer gespielt

Annika Kost war die beste Brambaueraner Torschützin beim zweiten Saisonsieg. © Günther Goldstein

Frauen-Verbandsliga 2
VfL Brambauer – HSG Hohenlimburg 25:21 (11:11)

Das war ein kleiner versöhnlicher Jahresabschluss für Frauenhandball-Verbandsligist VfL Brambauer. Im letzten Spiel des Jahres sicherte sich das Team von Trainer Andre Schwedler am Samstagabend einen 25:21-Sieg gegen die HSG Hohenlimburg und fuhr dabei zwei wichtige Punkte ein.

Dass dieser Sieg enorm wichtig ist, zeigt der Blick auf die Konkurrenz: Der direkte Nachbar im Tabellenkeller HSC Haltern-Sythen gewann überraschend gegen den Spitzenreiter Lüner SV. Somit hat sich – zumindest laut Papier – für den VfL nicht viel geändert. Beide Mannschaften liegen mit 4:16-Punkten auf den letzten Rängen der Tabelle. Brambauer sogar aufgrund des schlechteren direkten Vergleichs auf dem letzten Platz.

Im Spiel gegen die HSG Hohenlimburg merkte man beiden Teams die Nervosität an. Beide Mannschaften kämpften aber bis zum Schluss. „Das war auch zu befürchten. Wir hatten einen Rucksack voller Niederlagen und auch Hohenlimburg verlor dreimal in Serie. Das Spiel war geprägt von vielen technischen Fehlern“, analysierte Coach Schwedler.

Insgesamt verlief die erste Halbzeit sehr ausgeglichen. In der 20. Minute gab es dann einen kurzen Schreckmoment: VfL-Keeperin Karen Jaschewski knickte um, verletzte sich am Knöchel. „Ich hoffe, dass es nicht so schlimm ist“, so Schwedler. Für Jaschewski kam Ricarda Sindermann ins Tor, die ihre Sache prima löste. Sindermann parierte viele freie Bälle. „Sie hat ein tolles Spiel gemacht“, lobte auch Schwedler.

Nach der Pause setzte Brambauer sich elf Minuten vor Abpfiff auf drei Tore ab. Diese Führung gab die Mannschaft auch nicht mehr her. „Letztendlich haben wir in den letzten Minuten weniger Fehler gemacht als Hohenlimburg. Dadurch haben wir gewonnen“, sagte Schwedler, der diesen Sieg nach einer völlig verkorksten Hinrunde ebenfalls als kleinen versöhnlichen Jahresabschluss wertete. Direkt nach der Weihnachtspause geht es für den VfL Brambauer zum Hinrunden-Abschluss weiter mit dem Lokalderby gegen Spitzenreiter Lüner SV.

VfL Brambauer: Jaschewski/Sindermann – Ceylan, Rykowski, Holz (1), Sahage (1), Kost (7/6), Trippe (2), Leismann (2), Bauer (4), Lasshof (1), Bloeß (3), Pötter (4/1)

Frauen-Verbandsliga 2
HSC Haltern-Sythen – Lüner SV 26:18 (14:9)

Das war ein völlig gebrauchter Tag für den Frauenhandball-Verbandsligisten Lüner SV. Am Samstagabend verlor der LSV bei Aufsteiger HSC Haltern-Sythen nach einem schwachen Spiel völlig überraschend, aber verdient mit 18:26. Trotz der Niederlage bleiben die Rot-Weißen aber Tabellenführer und überwintern auch auf dem Platz an der Sonne.

„Das war ein typisch gebrauchter Tag“, sagte Trainer Marcel Mai und nannte direkt den Hauptgrund für diese deutliche Niederlage: „Wir haben die gegnerische Torhüterin wund geschossen. Sie müsste eigentlich überall blaue Flecken haben.“ Hinzu kam, dass seine Spielerinnen und auch er selbst zu oft mit teils auch fragwürdigen Entscheidungen zu hadern hatten. „Wir hätten noch 20 Tage spielen können und wir hätten trotzdem verloren. Es sollte an diesem Tag einfach nicht sein“, so Mai.

Der Gastgeber machte seine Sache aber ordentlich, spielte gut und erledigte seine Hausaufgaben vorbildlich. „Haltern hat kämpferisch eine bombastische Leistung abgeliefert. Man muss aber auch sagen, dass wir der Mannschaft auch einiges angeboten haben“, so Mai. Trotz des sehr schwachen Spiels zeigte Maike Krause eine ordentliche Leistung. Alle anderen Spielerinnen hatten ihre individuellen Hänger.

„Wir sind froh, jetzt in die Pause gehen zu können. Wir sind nach wie vor Tabellenführer. Das freut uns sehr. Ich bin unfassbar stolz auf diese Mannschaft, die in diesem Jahr so viel dazu gelernt hat, und auf das, was sie geleistet hat. Wir wollen jetzt unsere Kräfte sammeln und dann hoffentlich gestärkt in die Rückrunde starten“, resümierte Mai.

Der LSV-Coach betont immer wieder, dass der jetzige Tabellenplatz lediglich eine Momentaufnahme sei: „Wir sind uns dessen bewusst. Es wird auch Phasen geben, in denen wir Spiele verlieren werden, wo alle denken: Gegen solche Gegner müssen wir als Tabellenführer gewinnen. So wie jetzt gegen Haltern“, so Mai.

Lüner SV: Klostermeier/M. Krause – Lieneke (2), T.-C. Schmidt (3/1), Hins (1), Püschel (2), Lohölter (3/3), J. Krause, A. Schmidt, Rempe (2), Dressler (4), Geisler (1)

Landesliga 3
VfL Gladbeck II – VfL Brambauer 25:21 (11:9)

Zum Hinrunden-Abschluss haben sich die Handball-Landesligisten des VfL Brambauer personell dünn besetzt eine 21:25-Niederlage in Gladbeck abgeholt. Nur zwei Auswechselspieler hatte der VfL Brambauer zum Tabellensiebten mitnehmen können. Denn Sebastian Pohl und Niklas Sporbeck fielen nach den Einheiten unter der Woche doch noch aus. Zudem konnte Jan Richter wegen einer Fingerverletzung nur zehn Minuten spielen. „In der ersten Halbzeit sind wir ein bisschen hinterhergelaufen, sind dann aber in der Mitte der zweiten Halbzeit aufgrund einer guten kämpferischen Leistung in Führung gegangen“, sagte Trainer Björn Grüter.

Während der Mannschafts-chef kaum Wechselmöglich-keiten hatte, sei Gladbeck „mit voller Kapelle“ angetreten. „In den letzten 15 Spielminuten haben ein bisschen die Körner gefehlt“, so Grüter. „Die Alternativen fehlten – das hat man gemerkt. Wir haben gegen zwei komplette Mannschaften mit zwei Auswechselspielern gespielt.“ Und das habe am Ende auch den Ausschlag gegeben.

Seine Handballer können sich in der nun angebrochenen Winterpause von ihren Verletzungen erholen – bis zum 12. Januar. teri

VfL Brambauer: Sträde/Welski – Richter, L. Langmann (2), Wißemann (3), Gärtner, Pape (4), Pohl, K. Maurer, P. Maurer, Ziepel (4), Eder (8/2)

Bezirksliga Hellweg
Heeren-Werve –¨VfL Brambauer II 31:24 (19:11)

Zu spät hat die Zweitvertretung des VfL Brambauer in die Auswärtspartie beim HC Heeren-Werve gefunden und verlor am Ende deutlich mit 24:31. Erst in der Schlussphase zeigte der VfL seine Stärke.

„Wir haben absolut nicht ins Spiel hineingefunden“, sagte Dominik Schidlowski, Trainer beim Handball-Bezirksligisten. Wobei seine Handballer bis zur elften Spielminute einen Abstand von zwei Toren zu verhindern wussten. Nur fünf Minuten später legten die Gastgeber allerdings eine Schippe drauf und führten mit 11:7. „Wir waren in der Abwehr zu löchrig, zu passiv und haben nicht ordentlich angepackt“, sagt Schidlowski. „Nach vorne haben wir auch zu wenig Druck gemacht und einfach auch dieses Tor dann nicht getroffen – das war ein Riesenproblem.“

In der zweiten Halbzeit kamen die Brambaueraner sehrlangsam besser ins Spiel, lagen zwischenzeitlich aber bereits mit elf Toren hinten. „In den letzten zehn Minuten haben wir ordentlich die Ab-wehr gestellt, ordentlich mitgespielt“, sagt Schidlowski. Von der 55. bis zur letzten Spielminute, kassierte der VfL kein Gegentor mehr, verkürzte den Abstand am Ende auf sieben Tore – 24:31 aus Schidlowskis Sicht: „Da wäre dann mehr drin gewesen, aber wir haben verdient verloren.“

VfL Brambauer: Tesch – Schmidt, Pörschke (3), Abels, Surkamp (2), P. Strauch (7), Hövener, Schneidereit (3), Wolke (2/2), D. Strauch, Mroß, T. Greinert (7)

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