Wasserball: Höllenfahrt in die Oberpfalz

BRAMBAUER Ein wahrer Höllentrip führt die Mannen um Trainer Norbert Siemund in die Oberpfalz, ganz nah an die tschechische Grenze. Acht Stunden Busfahrt werden sich für die Wasserballer wohl anstrengender erweisen als ein Derby über viermal acht Minuten.

von Von Bernd Janning

, 31.01.2008, 12:34 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wasserball: Höllenfahrt in die Oberpfalz

Ab in die Kiste, da hinein gehört der Ball. In Weiden will Brambauer (weiße Kappen) nach Möglichkeit um ein Tor besser sein als der Gastgeber. Dann hat sich auch die lange Fahrt bis zur tschechischen Grenze gelohnt.

Bundesliga-Aufstiegsrunde

SV Weiden - SV Brambauer Samstag, 2. Februar, 18 Uhr

Die Gefahr dieser Strapaze hat auch Trainer-Fuchs Siemund erkannt und in die Motivationskiste gegriffen. Der Bus hält in Bayreuth, 100 Kilometer vor Weiden. Dort wird ein Hotel bezogen. "Direkt gegenüber ist eine große Disco. Da gibt es nach dem Spiel für die Mannschaft ein Faschingsschmankerl. Gleichzeitig haben wir dann für den Rückweg schon die ersten 100 Kilometer geschafft!"

Gespielt wird auch. Es wird das Duell zweier Aufsteiger, die sich mit bisher sieben Punkten vorzüglich verkauften. Beide Teams standen sich zuletzt im Juli letzen Jahres in der Aufstiegsrunde zur 1. Liga gegenüber. Brambauer verlor knapp mit 4:5 - eine Niederlage ohne Bedeutung, da vor dieser Begegnung beide Teams schon als Aufsteiger feststanden.

2006 setzt sich Brambauer im Pokal in Weiden mit 11:9 durch, erreichte damals das Viertelfinale. "Ich glaube, es pfeifen süddeutsche Schiedsrichter!" hat Siemud nicht nur den Gastgeber als Gegner auf der Rechnung und schlechte Erinnerungen an einige Entscheidungen in der Aufstiegsrunde.

Kleines Becken könnte Vorteil für SVB sein

Denn die Unparteiischen könnten den SV aus dem Konzept bringen. Im Gegensatz zu den anderen Bundesligisten, kennt sich Brambauer mit kleinen Bädern aus. Siemund: "Weiden spielt im Winter, wie wir in Kamen, mit Sondergenehmigung, in einem engen Bad!"

In der Aufstiegsrunde war das Spiel recht offen. Der SVB spielte ohne taktische Zwänge. Jetzt will er aber mit einem taktischen Konzept die Vorteile des kleinen Bades nutzen. Dagegen wird der Gastgeber sein, der in seiner Thermenwelt als sehr heimstark gilt, auswärts dagegen ohne Luft ist. Der Trainer: "Das wird für uns ein Harakiri-Spiel. Entweder klappt es gut, oder es geht ganz in die Hose!"

Siemund hat akribisch vorbereitet

Siemund hatte alle Mann an Bord und warnt sein Team noch einmal: "Gefährlich ist bei Weiden Center-Spieler Schäfer. Aber, die haben auch gute Schützen aus der zweiten Reihe!"

Geübt wurde noch einmal Sonntag in einem Test gegen den Oberligisten Wuppertal. Der Trainer: "Ein dankbarer Gegner. Die sind nicht so gut, dass sie uns schlagen können, aber so stark, das wir gut dagegen taktische Dinge üben können!"

Lesen Sie jetzt