Wasserballer des SVL sitzen auf dem Trockenen, doch ein Ende ist in Sicht

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Die Sportler des SV Lünen scharren mit den Hufen. Noch sind die Frei- und Hallenbäder in Lünen geschlossen, eine Ausschuss-Sitzung könnte den Schwimmern aber nun wieder Zugang zum Wasser erlauben.

Lünen

, 02.06.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Wasserballer des SV Lünen sitzen weiterhin auf dem Trockenen. Während Hallen- und Freiluft-Sportler ihre Trainingsstätten nach und nach wieder nutzen können, bleiben die Bäder in Lünen weiter geschlossen – Änderung ist aber in Sicht. Am Mittwoch (03. Juni) findet eine Sitzung des Ausschusses für Bildung und Sport statt, in der unter anderem über die Öffnung der Frei- und Hallenbäder Lünens entschieden wird. „Ich hoffe natürlich, dass wir schnellstmöglich wieder ins Wasser dürfen, unsere Sportler lechzen förmlich danach“, berichtet Franz-Josef Richter, Vorstandsvorsitzender des SV.

„Bahnenschwimmen mit Abstand ist möglich“

Eigentlich dürfen Freibäder seit dem 20. Mai wieder öffnen, Hallenbäder seit dem 30. Mai. Noch aber sind die Tore geschlossen. Ob und für wen sie demnächst wieder öffnen, wird diskutiert. „Es ist ja schon eine schwierige Sache. Ein Schwimmbad kann man nicht mal eben so wieder eröffnen“, so Richter verständnisvoll. Er ist aber davon überzeugt, dass ein Konzept für den Schwimmsport umsetzbar ist: „Das reine Bahnenschwimmen mit den entsprechenden Abständen ist möglich. Da sehe ich auch unsere Sportler als diszipliniert genug, um diese Vorgaben umzusetzen.“

Stillstand herrscht bei dem Wasserball-Zweitligisten deswegen trotzdem nicht. Der vereinseigene Kraftraum ist – unter Berücksichtigung strenger Hygieneregeln – zum Teil wieder nutzbar. Die Spieler, die ihre letzte Begegnung am 01. März bestritten haben, ehe die Saison abgebrochen wurde, starten zur Wochenmitte nun wieder mit ein paar lockeren Einheiten. „Mit unserem Fitness-Trainer Daniel Mennes stehen dann erst einmal körperstabilisierende Übungen und Lauftraining auf dem Programm“, verrät Trainer Olaf Bispinghoff.

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Das hat auch etwas von Beschäftigungstherapie, denn so richtig fit müssen die Spieler in den kommenden Wochen nicht sein. „Wir starten ja normalerweise erst nach den Sommerferien mit der Vorbereitung auf die nächste Saison“, erklärt Bispinghoff. Die würde planmäßig im November beginnen, es stünde also noch reichlich Zeit zur Verfügung, um wieder in Wettkampfform zu kommen.

Aber klar: Nach Wochen und Monaten, in denen vor allem an Mannschaftssport nicht zu denken war, juckt es den Spielern in den Armen und Beinen. Sie wollen vor allem zurück ins Wasser. Bis es soweit ist, stehen eben Ersatz-Einheiten auf dem Programm. „Ein bisschen Fitness jetzt schadet natürlich nicht, es muss aber auch niemand trainieren. Ich gebe da keine Vorgaben“, so Bispinghoff.

Kaderplanung ist kein großes Thema

Während die Corona-Pause in anderen Sportarten viel Zeit und Raum für die Kaderplanung schafft, tut sich bei den Wasserballern diesbezüglich wenig. „Es gibt einfach nicht so viele Wasserballer, auch nicht hier in der Region. Die meisten bleiben dann einfach bei ihrem Verein. Kaderplanung ist bei uns nicht das große Thema“, erklärt Bispinghoff, der deswegen davon ausgeht, im November mit demselben Personal wie in der nun abgebrochenen Spielzeit an den Start zu gehen.

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